Großglockner Skirennen: Unterschied zwischen den Versionen
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Zu Pfingsten [[1933]] waren dann 60 Rennfahrer am Start. Diesmal ging es dann schon von der Adlersruhe hinunter zur [[Pasterze]]: eine 1.200 Höhenmeter überwindende, relative steile Strecke. Dann bemühte sich der Wintersportverein Heiligenblut, dass dieses Rennen in den damals vier Veranstaltungen umfassenden "internationalen Abfahrtsrennen-Sportkalender" aufgenommen wird. Pfingsten [[1935]] war es dann soweit: neben dem Lauberhorn-, Hahnenkamm-, Kandahar- und Westenpokal-Rennen gab es einen ''Großglockner Abfahrtslauf''. | Zu Pfingsten [[1933]] waren dann 60 Rennfahrer am Start. Diesmal ging es dann schon von der Adlersruhe hinunter zur [[Pasterze]]: eine 1.200 Höhenmeter überwindende, relative steile Strecke. Dann bemühte sich der Wintersportverein Heiligenblut, dass dieses Rennen in den damals vier Veranstaltungen umfassenden "internationalen Abfahrtsrennen-Sportkalender" aufgenommen wird. Pfingsten [[1935]] war es dann soweit: neben dem Lauberhorn-, Hahnenkamm-, Kandahar- und Westenpokal-Rennen gab es einen ''Großglockner Abfahrtslauf''. | ||
120 Skirennläufer standen am Start, der Rundfunk übertrug von drei (!) Positionen aus das Rennen direkt. In Zeitungen war die Rede von der schwierigsten Skirennstrecke der Welt. 2 | 120 Skirennläufer standen am Start, der Rundfunk übertrug von drei (!) Positionen aus das Rennen direkt. In Zeitungen war die Rede von der schwierigsten Skirennstrecke der Welt. 2 000 Schlachtenbummler waren angereist. Der Großglockner rückte in den Mittelpunkt des Weltinteresses. Das Rennen gewann schließlich Friedl Pfeifer aus Vorarlberg in einer Zeit von 2:51 min. Die Streckendaten: 1 200 Höhenmeter und 3,5 Kilometer Länge über das [[Hofmannskees]]. | ||
Es folgten weitere drei Rennen in unregelmäßigen Abständen (wetter- und kriegsbedingt), bevor es zu Pfingsten [[1949]] zum letzten Male stattfand. Vor 8.000 (!) Besuchern feierte Hans Senger aus Heiligenblut mit einem Streckenrekord von 2:46,5 min den Sieg. Das entsprach einer Schnittgeschwindigkeit von rund 80 km/h. | Es folgten weitere drei Rennen in unregelmäßigen Abständen (wetter- und kriegsbedingt), bevor es zu Pfingsten [[1949]] zum letzten Male stattfand. Vor 8.000 (!) Besuchern feierte Hans Senger aus Heiligenblut mit einem Streckenrekord von 2:46,5 min den Sieg. Das entsprach einer Schnittgeschwindigkeit von rund 80 km/h. | ||
==Erwähnenswert== | ==Erwähnenswert== | ||
1949 wurde die Rennpiste noch von den Skirennläufern selbst präpariert. Und war während ihres eigenen einwöchigen Trainings! Und auch ihre "Brettln" trugen sie selbst von der Pasterze hinauf zur Adlersruhe - jedes Mal 1 | 1949 wurde die Rennpiste noch von den Skirennläufern selbst präpariert. Und war während ihres eigenen einwöchigen Trainings! Und auch ihre "Brettln" trugen sie selbst von der Pasterze hinauf zur Adlersruhe - jedes Mal 1 200 Höhenmeter, wofür sie im Schnitt zwei Stunden benötigten. Und ihrer Ausrüstung mussten sie auch noch selbst organisieren - wer Glück hatte, bekam mal ein Paar Ski von einem Ausrüster geschenkt. | ||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||