Franz Gobert Graf von Aspermont-Reckheim: Unterschied zwischen den Versionen
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Franz Gobert war ein Sohn des Ferdinand Grafen von Aspremont, Lynden und Reckheim (* 1611, † 1665) und der Elisabeth geb. von Fürstenberg.<ref>[http://www.archive.org/stream/deutscheadelspr05nedogoog/deutscheadelspr05nedogoog_djvu.txt '' Deutsche Adelsproben aus dem Deutschen Ordens-Central-Archive von Leopold Nedopil. Wien, 1868 ff.'']</ref> | Franz Gobert war ein Sohn des Ferdinand Grafen von Aspremont, Lynden und Reckheim (* 1611, † 1665) und der Elisabeth geb. von Fürstenberg.<ref>[http://www.archive.org/stream/deutscheadelspr05nedogoog/deutscheadelspr05nedogoog_djvu.txt '' Deutsche Adelsproben aus dem Deutschen Ordens-Central-Archive von Leopold Nedopil. Wien, 1868 ff.'']</ref> | ||
| − | Nach seines Vaters Tod folgte er diesem als regierender Graf von Reckheim (1665-1703). <ref>[[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Reckheim ''„Grafschaft Reckheim“''.]</ref> | + | Nach seines Vaters Tod folgte er diesem als regierender Graf von Reckheim (1665 - 1703). <ref>[[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Reckheim ''„Grafschaft Reckheim“''.]</ref> |
| − | Am 9. August 1669 [[Aufschwörung|schwor]] Franz Gobert Graf von Aspermont zum Mitglied des [[Salzburger Domkapitel]]s | + | Am 9. August 1669 [[Aufschwörung|schwor]] Franz Gobert Graf von Aspermont zum Mitglied des [[Salzburger Domkapitel]]s auf. Dieses Amtes wurde er 1689, also zur Zeit des von Frankreich begonnenen Pfälzischen Erbfolgekriegs (1688 – 1697), wegen „Konspiration mit dem König von Frankreich“ verlustig erklärt.<ref>[[Johann Riedl]], ''Salzburg's Domherren. Von 1514 - 1806'', in: Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 7, 1867, S.nbsp;122 ff; angeführt als ''Franz Gobert Graf von Aspermont Freiherr zu Porschein'' [Porschein = Borßheim, Börßum]</ref> |
Somit war Graf Franz Gobert von 1669 bis 1689 Salzburger Domherr. Der Bau des ''Reckheimschen Kanonikalhofes'' fällt in die Jahre [[1682]]/[[1687|87]], um 1690 wurde dieser mit einem benachbarten Kanonikalhof zu einem einheitlichem Gebäude, in der Folge ''[[Attems]]-[[Waldstein]]’scher Kanonikalhof'' genannt (jetzt: [[Erzbischöfliches Palais]]) vereinigt<ref>Quelle: Artikel „[[Erzbischöfliches Palais]]“.</ref>. | Somit war Graf Franz Gobert von 1669 bis 1689 Salzburger Domherr. Der Bau des ''Reckheimschen Kanonikalhofes'' fällt in die Jahre [[1682]]/[[1687|87]], um 1690 wurde dieser mit einem benachbarten Kanonikalhof zu einem einheitlichem Gebäude, in der Folge ''[[Attems]]-[[Waldstein]]’scher Kanonikalhof'' genannt (jetzt: [[Erzbischöfliches Palais]]) vereinigt<ref>Quelle: Artikel „[[Erzbischöfliches Palais]]“.</ref>. | ||
| − | Neben dem Salzburger Kanonikat hatte Franz Gobert von Aspermont-Reckheim auch noch andere Pfründen inne, war Kanonikus zu Lüttich und Straßburg, Chorbischof zu Köln sowie Propst zu Aachen.<ref>http://www.felsberg-saar.de/Ritter/000/02/99.HTM</ref> | + | Neben dem Salzburger Kanonikat hatte Franz Gobert von Aspermont-Reckheim auch noch andere Pfründen inne, war Kanonikus zu Lüttich und Straßburg, Chorbischof zu Köln sowie Propst zu Aachen.<ref>[http://www.felsberg-saar.de/Ritter/000/02/99.HTM www.felsberg-saar.de]</ref> |
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Version vom 20. Dezember 2010, 09:19 Uhr
Maximilian Franz Gobert Graf von Aspermont-Lynden und Reckheim (getauft 28. Jänner 1649, † 26. Dezember 1703) war ein niederrheinischer Adeliger, der zeitweise Domherr zu Salzburg war.
Herkunft
Stammsitz des Geschlechts ist Aspremont (nache Commercy im französischen Département Meurthe, Lothringen). Ein Zweig der Familie erwarb die Grafschaft Lynden (in Flandern) und (1556) die Herrschaft Reckheim[1] (seit 1623: Reichsgrafen von Reckheim); seit 1677 Grafen von Aspermont).[2] Eine Reihe von Familienmitgliedern stand als Offiziere in kaiserlichen Diensten. Franz Goberts Bruder Ferdinand Gobert Graf von Aspermont-Lynden (* 1643, † 1717) war kaiserlicher Feldmarschall.
Leben
Franz Gobert war ein Sohn des Ferdinand Grafen von Aspremont, Lynden und Reckheim (* 1611, † 1665) und der Elisabeth geb. von Fürstenberg.[3]
Nach seines Vaters Tod folgte er diesem als regierender Graf von Reckheim (1665 - 1703). [4]
Am 9. August 1669 schwor Franz Gobert Graf von Aspermont zum Mitglied des Salzburger Domkapitels auf. Dieses Amtes wurde er 1689, also zur Zeit des von Frankreich begonnenen Pfälzischen Erbfolgekriegs (1688 – 1697), wegen „Konspiration mit dem König von Frankreich“ verlustig erklärt.[5]
Somit war Graf Franz Gobert von 1669 bis 1689 Salzburger Domherr. Der Bau des Reckheimschen Kanonikalhofes fällt in die Jahre 1682/87, um 1690 wurde dieser mit einem benachbarten Kanonikalhof zu einem einheitlichem Gebäude, in der Folge Attems-Waldstein’scher Kanonikalhof genannt (jetzt: Erzbischöfliches Palais) vereinigt[6].
Neben dem Salzburger Kanonikat hatte Franz Gobert von Aspermont-Reckheim auch noch andere Pfründen inne, war Kanonikus zu Lüttich und Straßburg, Chorbischof zu Köln sowie Propst zu Aachen.[7]
Quellen, Fußnoten
- ↑ Im belgisch-niederländischen Grenzgebiet; der namengebende Ort niederländisch Rekem, liegt auf belgischem Gebiet
- ↑ Siebmacher, Lothringer Adel, S. 7, Tafel 6. Artikel „Aspremont-Lynden“ in der niederländischen Wikipedia.
- ↑ Deutsche Adelsproben aus dem Deutschen Ordens-Central-Archive von Leopold Nedopil. Wien, 1868 ff.
- ↑ Wikipedia-Artikel „Grafschaft Reckheim“.
- ↑ Johann Riedl, Salzburg's Domherren. Von 1514 - 1806, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 7, 1867, S.nbsp;122 ff; angeführt als Franz Gobert Graf von Aspermont Freiherr zu Porschein [Porschein = Borßheim, Börßum]
- ↑ Quelle: Artikel „Erzbischöfliches Palais“.
- ↑ www.felsberg-saar.de