Gaisbergbahn: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Gaisbergbahn''' fuhr von [[1887]] bis [[1928]] vom Bahnhof [[Parsch]] auf den [[Gaisberg]]. | Die '''Gaisbergbahn''' fuhr von [[1887]] bis [[1928]] vom Bahnhof [[Parsch]] auf den [[Gaisberg]]. | ||
==Technische Daten== | |||
Es war eine meterspurige Zahnradbahn (System Riggenbach), nach dem Prinizip der Vitznau-Rigi-Bahn (Schweiz), in wenigen Monaten erbaut. Sie fuhr vom Bahnhof Parsch aus mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h den Berg hinauf und bewältigte dabei Steigungen bis 25 %. | |||
Die Gaisbergbahn verfügte über fünf Dampflokomotiven, wobei die ersten vier von der deutschen Maschinenfabrik Esslingen geliefert wurden und die fünfte von der Lokomotivfabrik Wien-Floridsdorf. Letztere war die erste in Österreich gebaute Zahnradbahn-Lokomotive. | |||
Desweiteren verfügte die Bahn über neun Personenwaggons und einige Güterwaggons. | |||
==Stationen== | |||
Dabei gab es folgende Stationen: | Dabei gab es folgende Stationen: | ||
*Judenberg-Alpe(etwa im Bereich des heutigen Hotel Kobenzl) | *Judenberg-Alpe(etwa im Bereich des heutigen Hotel Kobenzl) | ||
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*Die Endstation war bei dem [[1939]] abgebrannten Gaisberghotel (erbaut ebenfalls [[1887]] auf der Gaisbergspitze, unweit der heutigen Sendeanlage. | *Die Endstation war bei dem [[1939]] abgebrannten Gaisberghotel (erbaut ebenfalls [[1887]] auf der Gaisbergspitze, unweit der heutigen Sendeanlage. | ||
Die Gaisbergbahn | ==Geschichte== | ||
Gegen Ende des Jahres [[1927]] kamen dann Pläne für eine neue Höhenstrasse auf den Tisch, was dazu führte, dass die Gaisbergbahn bereits im März [[1928]] die Winterpause beendete und in Betrieb genommen wurde, weil sie den Materialtransport für die neue Strasse durchführen musste. | |||
Die letzte fahrplanmässige Fahrt der Gaisbergbahn erfolgte am [[30. Oktober]] [[1928]]. Die Tageszeitungen erwähnten das damals nicht, da man seitens der Redaktion keine Notwendigkeit sah. Am [[20. November]] [[1928]] wurde dann beschlossen, den Betrieb der Bahn nicht aufrecht zu erhalten, da die Bauarbeiten für die Strasse schon sehr weit fortgeschritten waren. Die Strasse wurde dann im Jahr [[1929]] eröffnet. Damit war das Ende der Gaisbergbahn entgültig besiegelt. Die Strecke wurde dann [[1930]] abgebaut und alle Lokomotiven wurden mit Ausnahme von Lok Nr.1 verschrottet und die Waggons teilweise verkauft. Die Lok Nr. 1 kam mitsamt einem Waggon ins Technische Museum Wien. | |||
Die Stationsgebäude Judenbergalm und Zistelalm gibt es heute noch und werden privat bewohnt, während das Stationsgebäude Gaisbergspitze bereits um [[1947]] herum abgetragen wurde. | Die Stationsgebäude Judenbergalm und Zistelalm gibt es heute noch und werden privat bewohnt, während das Stationsgebäude Gaisbergspitze bereits um [[1947]] herum abgetragen wurde. | ||
Die Bahntrasse ist insbesonders im Bereich der einstigen Bergstrecke immer noch gut erkennbar und als Wanderweg erhalten geblieben. Der untere Bereich im Stadtteil [[Parsch]] hingegen ist mittlerweile sehr dicht besiedelt. Hier erinnert nahezu nichts mehr an die Zahnradbahn. | Die Bahntrasse ist insbesonders im Bereich der einstigen Bergstrecke immer noch gut erkennbar und als Wanderweg erhalten geblieben. Der untere Bereich im Stadtteil [[Parsch]] hingegen ist mittlerweile sehr dicht besiedelt. Hier erinnert nahezu nichts mehr an die Zahnradbahn. | ||
==Erwähnenswert== | ==Erwähnenswert== | ||
Während der gesamten Dienstzeit der Gaisbergbahn gab es keinen einzigen Unfall. Vor allem evtl. deshalb, weil alle Bediensteten still und treu ihren Dienst verrichteten. | Während der gesamten Dienstzeit der Gaisbergbahn gab es keinen einzigen Unfall. Vor allem evtl. deshalb, weil alle Bediensteten still und treu ihren Dienst verrichteten. | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
* Beitrag [[Parsch]] | * Beitrag [[Parsch]] | ||