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| | == Eberhard als Erzbischof == | | == Eberhard als Erzbischof == |
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| − | [[1147]] wurde Eberhard, der damals schon 60 Jahre alt war, zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Er war dabei besonders wohltätig und bemühte sich um eine Verbesserung der teilweise verrohten Sitten der Geistlichkeit. Eberhard besaß neben seiner Redegewandheit ein hervorragenden diplomatisches Geschick, das Eberhard zum Wohl des Landes Salzburg und seiner Diözese vielfach einsetzte. Als das Kloster Admont [[1152]] eine Brand zum Opfer gefallen war, hat Eberhard maßgeblich zum raschen Wiederaufbau beigetragen. Um Kirchen, Kapellen und Altäre, aber auch Priester und Klöster persönlich zu weihen, scheute Eberhard weite und mühsame Reisen nie. | + | [[1147]] wurde Eberhard, der damals schon 60 Jahre alt war, zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Er war dabei besonders wohltätig und bemühte sich um eine Verbesserung der teilweise verrohten Sitten der Geistlichkeit. Eberhard besaß neben seiner Redegewandheit ein hervorragenden diplomatisches Geschick, das Eberhard zum Wohl des Landes Salzburg und seiner Diözese vielfach einsetzte. Als das [[Benediktinerstift Admont]] [[1152]] eine Brand zum Opfer gefallen war, hat Eberhard maßgeblich zum raschen Wiederaufbau beigetragen. Um Kirchen, Kapellen und Altäre, aber auch Priester und Klöster persönlich zu weihen, scheute Eberhard weite und mühsame Reisen nie. |
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| − | Am [[8. Mai]] [[1155]] tauscht Probst Heinrich I. von [[Berchtesgaden]] die salzburgische Besitzung Bischofswiesen im [[Berchtesgadener Land]] gegen ein ihm gehöriges Gut in Landersdorf (Niederösterreich) mit Eberhard. | + | Am [[8. Mai]] [[1155]] tauscht Probst Heinrich I. von [[Berchtesgaden]] die Salzburger Besitzung Bischofswiesen im [[Berchtesgadener Land]] gegen ein ihm gehöriges Gut in Landersdorf (Niederösterreich) mit Eberhard. |
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| | Der Historiograph ''Rahewin'' rühmt Erzbischof Eberhard vor allem wegen seiner hohen Bildung, seiner Standhaftigkeit im Glauben, seiner Menschenfreundlichkeit und Güte, seiner Freigiebigkeit und nicht zuletzt seiner persönlichen Anteilnahme für Arme und Kranke. | | Der Historiograph ''Rahewin'' rühmt Erzbischof Eberhard vor allem wegen seiner hohen Bildung, seiner Standhaftigkeit im Glauben, seiner Menschenfreundlichkeit und Güte, seiner Freigiebigkeit und nicht zuletzt seiner persönlichen Anteilnahme für Arme und Kranke. |
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| | == Eberhard als Führer der Alexandriner im römisch-deutschen Reich == | | == Eberhard als Führer der Alexandriner im römisch-deutschen Reich == |
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| − | Im Investiturstreit]] zwischen Papst Alexander III. und Kaiser Friedrich Barbarossa stellte sich Eberhard klar auf die Seite des Papstes, blieb aber dabei angesichts seines außerordentlichen Ansehens ein auch vom Kaiser geschätzter Vermittler. In der klaren Haltung für Papst Alexander III. und gegen den kaisertreuen Papst Viktor III. ging Eberhard immer mehr an die Grenzen des Möglichen und missachtete verschiedene strikte Aufforderugen seines Kaisers. Nur sein außerordentliches Ansehen schützte ihn zuletzt vor harten kaiserlichen Strafmaßnahmen. | + | Im Investiturstreit]] zwischen Papst Alexander III. und Kaiser Friedrich Barbarossa stellte sich Eberhard klar auf die Seite des Papstes, blieb aber dabei angesichts seines außerordentlichen Ansehens ein auch vom Kaiser geschätzter Vermittler. In der klaren Haltung für Papst Alexander III. und gegen den kaisertreuen Papst Viktor III. ging Eberhard immer mehr an die Grenzen des Möglichen und missachtete verschiedene strikte Aufforderungen seines Kaisers. Nur sein außerordentliches Ansehen schützte ihn zuletzt vor harten kaiserlichen Strafmaßnahmen. |
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| | == Alter und Tod == | | == Alter und Tod == |
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| − | Im Greisenalter reiste er noch einmal in die Steiermark um einen Streit zu schlichten. Die Salzburger Burg Leibnitz wurde vom steirischen Landesherren Markgraf Otakar belagert, der sich so für das ihm angetane Unrecht des Leibnitzer Burggrafen rächen wollte. Erst zähe Verhandlungen ermöglichten den Abzug der steirischen Belagerer. Auf dem Heimweg starb er im Zisterzienserkloster Rein. Eberhard wurde im [[Salzburger Dom]] beigesetzt. Seine Gruft im Dom wurde [[1957]] im Zuge der damaligen [[Domgrabungen]] freigelegt. | + | Im Greisenalter reiste er noch einmal in die Steiermark um einen Streit zu schlichten. Die Salzburger [[Burg Leibnitz]] wurde vom steirischen Landesherren Markgraf Otakar belagert, der sich so für das ihm angetane Unrecht des Leibnitzer Burggrafen rächen wollte. Erst zähe Verhandlungen ermöglichten den Abzug der steirischen Belagerer. Auf dem Heimweg starb er im Zisterzienserkloster Rein. Eberhard wurde im [[Salzburger Dom]] beigesetzt. Seine Gruft im Dom wurde [[1957]] im Zuge der damaligen [[Domgrabungen]] freigelegt. |
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| | == Literatur == | | == Literatur == |
| | + | * [[Heinz Dopsch]], [[Hans Spatzenegger]] (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land'', [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2 |
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| − | * [[Heinz Dopsch]], Hans Spatzenegger (Hrsg.): ''Geschichte Salzburgs, Stadt und Land''. Pustet, Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2
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