Einsiedelei St. Georg: Unterschied zwischen den Versionen

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Schom im [[16. Jahrhundert]] pilgerten die Menschen zur Felsenhöhle oberhalb des [[Schloss Lichtenberg|Schlosses Lichtenberg]], wo sie das Bildnis des hl. Georg, Schutzpatron der Tiere, verehrten.
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Schon im [[16. Jahrhundert]] pilgerten die Menschen zur Felsenhöhle oberhalb des [[Schloss Lichtenberg|Schlosses Lichtenberg]], wo sie das Bildnis des hl. Georg, Schutzpatron der Tiere, verehrten.
  
 
Erstmals [[1664]] erhielt Thomas Pichler, ein Bauernsohn aus [[Embach]], die Erlaubnis erteilt, sich als Einsiedler oberhalb des Schlosses Lichtenberg niederlassen zu dürfen. Er baute jene Höhle, in der das Bildnis des hl. Georg verehrt wurde, zu einer Kapelle aus. Bereits ab [[1677]] durften auch Heiligen Messen gefeiert werden.
 
Erstmals [[1664]] erhielt Thomas Pichler, ein Bauernsohn aus [[Embach]], die Erlaubnis erteilt, sich als Einsiedler oberhalb des Schlosses Lichtenberg niederlassen zu dürfen. Er baute jene Höhle, in der das Bildnis des hl. Georg verehrt wurde, zu einer Kapelle aus. Bereits ab [[1677]] durften auch Heiligen Messen gefeiert werden.
  
 
Die Einsiedelei mit einer kleinen Kapelle wurde auf einem Felsen unterhalb der Höhle errichtet.
 
Die Einsiedelei mit einer kleinen Kapelle wurde auf einem Felsen unterhalb der Höhle errichtet.
Unterhalb der Höhle wurde die Einsiedelei an den Felsen gebaut. Die Klausner besorgten insbesondere während der Nacht den  wichtiden Dienst der Feuerwache. Sobald sie einen Brand bemerkten, läuteten sie mit der Glocke. Als Ausgleich zu ihrer wichtigen Funktion durften sie mit obrigkeitlicher Genehmigung in den Gemeinden [[Saalfelden]], [[Maria Alm]], [[Leogang]], [[Weißbach bei Lofer]], [[St. Martin bei Lofer]] und [[Lofer]] Spenden sammeln.
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Unterhalb der Höhle wurde die Einsiedelei an den Felsen gebaut. Die Klausner besorgten insbesondere während der Nacht den  wichtigen Dienst der Feuerwache. Sobald sie einen Brand bemerkten, läuteten sie mit der Glocke. Als Ausgleich zu ihrer wichtigen Funktion durften sie mit obrigkeitlicher Genehmigung in den Gemeinden [[Saalfelden]], [[Maria Alm]], [[Leogang]], [[Weißbach bei Lofer]], [[St. Martin bei Lofer]] und [[Lofer]] Spenden sammeln.
  
Obwohl das Eremitentum zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s. verboten wurde, erhielt sich am Palfen die Tradition. Noch heute finden sich nach dem Abgang eines Einsiedlers immer wieder genügend Bewerber, die vom Bürgermeister angelobt und vom Saalfeldner Pfarrer installiert werden. Sie "arbeiten" ohne Gehalt, weder die Gemeinde noch Kirche entlohnt sie. Der Einsiedler muss in der Lage sein seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.
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Obwohl das Eremitentum zu Beginn des [[19. Jahrhundert]]s verboten wurde, erhielt sich am Palfen die Tradition. Noch heute finden sich nach dem Abgang eines Einsiedlers immer wieder genügend Bewerber, die vom Bürgermeister angelobt und vom Saalfeldner Pfarrer installiert werden. Sie "arbeiten" ohne Gehalt, weder die Gemeinde noch Kirche entlohnt sie. Der Einsiedler muss in der Lage sein seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.
  
Derzeit wird unsere Einsiedelei von Bruder Raimund aus dem Kloster St. Lambrecht während der Sommermonate ausgezeichnet betreut.
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2009 wird die Einsiedelei von [[Raimund von der Thannen]] während der Sommermonate ausgezeichnet betreut.
  
 
==Quelle==
 
==Quelle==

Version vom 3. Mai 2009, 10:37 Uhr

Die Einsiedelei am Palfen befindet sich nördlich von Saalfelden am Fuße des Steinernen Meeres im Pinzgau.

Geschichte

Schon im 16. Jahrhundert pilgerten die Menschen zur Felsenhöhle oberhalb des Schlosses Lichtenberg, wo sie das Bildnis des hl. Georg, Schutzpatron der Tiere, verehrten.

Erstmals 1664 erhielt Thomas Pichler, ein Bauernsohn aus Embach, die Erlaubnis erteilt, sich als Einsiedler oberhalb des Schlosses Lichtenberg niederlassen zu dürfen. Er baute jene Höhle, in der das Bildnis des hl. Georg verehrt wurde, zu einer Kapelle aus. Bereits ab 1677 durften auch Heiligen Messen gefeiert werden.

Die Einsiedelei mit einer kleinen Kapelle wurde auf einem Felsen unterhalb der Höhle errichtet. Unterhalb der Höhle wurde die Einsiedelei an den Felsen gebaut. Die Klausner besorgten insbesondere während der Nacht den wichtigen Dienst der Feuerwache. Sobald sie einen Brand bemerkten, läuteten sie mit der Glocke. Als Ausgleich zu ihrer wichtigen Funktion durften sie mit obrigkeitlicher Genehmigung in den Gemeinden Saalfelden, Maria Alm, Leogang, Weißbach bei Lofer, St. Martin bei Lofer und Lofer Spenden sammeln.

Obwohl das Eremitentum zu Beginn des 19. Jahrhunderts verboten wurde, erhielt sich am Palfen die Tradition. Noch heute finden sich nach dem Abgang eines Einsiedlers immer wieder genügend Bewerber, die vom Bürgermeister angelobt und vom Saalfeldner Pfarrer installiert werden. Sie "arbeiten" ohne Gehalt, weder die Gemeinde noch Kirche entlohnt sie. Der Einsiedler muss in der Lage sein seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

2009 wird die Einsiedelei von Raimund von der Thannen während der Sommermonate ausgezeichnet betreut.

Quelle