Kapellhausstöckl: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Auf dieser Bastion stand ein kleines villenartiges Gebäude mit einem ebenerdigen Vor- und einstöckigen Hinterbau, inmitten eines kleinen Gartens. Nebenan befand sich ein großer Keller, dessen Bestimmung unbekannt war. An der Vorderseite dieses Häuschens dicht am Ausgange der Stiege war eine kleine Steintafel mit Inschrift angebracht, welche bekundete, dass [[1733]] Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] dieses Gebäude als Erholungsheim für die [[Kapellhaus]]<nowiki>knaben</nowiki> gebaut habe. Von da nannte man es allgemein das ''"Kapellhausstöckl"''. | ||
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| + | * [[Josef Eder (Baumeister und Historiker)|Josef Eder]]: ''Das Kappellenhausstöckl'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19250330&query=%22Eder%22&seite=3 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 30. März 1925, Seite 3 | ||
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Version vom 24. März 2019, 17:30 Uhr
Das Kapellhausstöckl ist ein nicht mehr bestehendes Gebäude in der Altstadt von Salzburg.
Lage
Die Lage des Stöckls ist im Österreichischer Städteatlas[1] unrichtig dargestellt. Das Stöckl befand sich nicht im Raum Toscaninihof, sondern oberhalb des Toskaninihofes im Raum des heutigen Gebäudes der Freunde der Salzburger Festspiele, Mönchsberg 1.
Geschichte
Vor der Edmundsburg, auf der Peterswachtbastei hart über dem Felsabsturz gegen den alten St. Peter-Stadl, stand das Kapellenhausstöckl.
Seit alter Zeit führte eine Stiege aus diese Anhöhe am Mönchsberg. Früher aus Holz und mit einem Schindeldach bedeckt, war sie am Anfang durch ein Gittertor bei Nachtzeit gesperrt. Links vom Eingang stand ein Torwächterhäuschen. Bei Erbauung der dritten Stadtbefestigung erbaute Fürsterzbischof Paris Lodron auf dem Felsen über der Stiege eine Bastion.
Auf dieser Bastion stand ein kleines villenartiges Gebäude mit einem ebenerdigen Vor- und einstöckigen Hinterbau, inmitten eines kleinen Gartens. Nebenan befand sich ein großer Keller, dessen Bestimmung unbekannt war. An der Vorderseite dieses Häuschens dicht am Ausgange der Stiege war eine kleine Steintafel mit Inschrift angebracht, welche bekundete, dass 1733 Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian dieses Gebäude als Erholungsheim für die Kapellhausknaben gebaut habe. Von da nannte man es allgemein das "Kapellhausstöckl".
Von 1720(?) bis 1833 diente das Kapellhausstöckl als Erholungsort die Kapellknaben.
1803 erwarb das Kapellenhausstöckl der Zimmermeister Simon Ragginger. Danach wurde es eine Gastwirtschaft. Als solche machte es im Jahre 1866 einen Besitzwechsel durch und wurde um 1660 Gulden 40 Kronen von Anton Folzwinkler erworben. Im nächsten Jahve schon wurde es wegen verschiedener Unzukömmlichkeiten behördlich gesperrt. 1880 richtete dort der Photograph Anton Czurda sein Atelier ein. Seine Kunst blühte aber nicht lange. Denn 1888 wohnte bereits ein neuer Eigentümer, Professor Schuhmeister, ein der älteren Generation noch bekannter Schulmann, im Haus. Nach dessen Tode wechselte es wiederholt die Besitzer.
Weblinks
- Lage auf openstreetmap
Quelle
- Dr. Reinhard Medicus
- Josef Eder: Das Kappellenhausstöckl ANNO, Salzburger Volksblatt, 30. März 1925, Seite 3
Fußnoten
- ↑ ursprüngliche (mittlerweile umstrittene) Quelle