Stiftspfarrkirche St. Michael: Unterschied zwischen den Versionen

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Die heutige '''Stiftskirche Mattsee''' in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] ist der vierte Kirchenbau, der an genau der selben  Stelle wie die Gründungskirche aus dem [[8. Jahrhundert]] steht, und  ist dem Erzengel Michael geweiht.
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Die heutige '''Stiftspfarrkirche St. Michael''' in der [[Flachgau]]er Marktgemeinde [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] ist der vierte Kirchenbau, der an genau derselben Stelle wie die Gründungskirche aus dem [[8. Jahrhundert]] steht. Sie ist dem [[Erzengel Michael]] geweiht.
  
 
=== Geschichte ===
 
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Eigentlich ist es ein [[Gotik|gotischer]] Bau, der jedoch Anfang des [[18. Jahrhundert]] mit Stuck und Fresken barock ausgestattet wurde. Der 60 m hohe Turm der Kirche wird auch "Goliath des Mattiggaues" genannt und ist nach Plänen von [[Wolfgang Hagenauer]] [[1766]] erbaut worden. Besonders sehenswert sind das Chorgestühl von ca. [[1650]], der Hochaltar von ca. [[1730]] und die vielen Grabepitaphien in der Kirche und dem Kreuzgang.
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Im Zuge einer Restaurierung der Stiftspfarrkirche in den Jahren 1976 – 1979 wurden bei Grabungen im Inneren der Kirche 1978 interessante Spuren zur Baugeschichte entdeckt. Es hat vier ''Bauphasen'' an dieser Kirche gegeben.
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So wurden Pfostengruben gefunden, welche belegen das bereits in vorkarolingischer Zeit (vor 750) eine Holzkirche bestand. Diese wurde vermutlich im [[10. Jahrhundert]] durch einen ersten Bau aus Stein ersetzt. Dieser Bau war gleich breit war wie das heutige Mittelschiff. Der Altarraum dieses ersten Steinbaues umfasst genau den Bereich der heutigen Vierung. Auch die Hauptachse des westlich anschließenden Kirchenraumes stimmt mit der heutigen überein. Keine Hinweise konnten bei Grabungen für diesen Kirchenbau auf klösterlichen Gebäude wie Speisesaal (= Refektorium) oder Schlafsaal (= Dormitorium) gefunden werden. Dies deutet archäologisch auf die Umwandlung im beginnenden [[11. Jahrhundert]] des Klosters in ein Collegiatstift hin.
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Im [[12. Jahrhundert]] wurde ein größerer [[Romanik|romanischer]] Bau errichtet. Dieser wurde vermutlich [[1276]] bei einem Brand stark beschädigt, wodurch die Kirche unter Verwendung alter Mauern fast vollkommen neu im [[Gotik|frühgotischen]] Stil errichtet wurde. Aus der Zeit der Spätgotik gibt es noch das eindrucksvolle Fresko des hl. Christophorus im nördlichen Seitenschiff zu sehen.
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Im Winkel zum Querhaus wurde [[1365]] an das südliche Kirchenschiff die Marienkapelle angebaut. Sie entspricht im Wesentlichen der heutigen Werktagskapelle. Wahrscheinlich erfolgte auch zur gleichen Zeit die Errichtung der Propstei samt Kreuzgang als ehemaliger Wohnsitz des [[Propst]]es und des dem Kapitel vorstehenden Dechants. Heute ist in diesem Gebäude das [[Stiftsmuseum Mattsee|Stiftsmuseum]] untergebracht.
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Um [[1700]] wurde der Innenraum vollständig [[Barock]] umgestaltet und erhielt seine reichen Stuckaturen und Malereien. Erst in den Jahren [[1766]] bis [[1768]] erhielt die bis dahin turmlose Kirche ihren heutigen Westturm. Der 60 m hohe Turm der Kirche wird auch "Goliath des Mattiggaues" genannt und ist nach Plänen von [[Wolfgang Hagenauer]] erbaut worden. Besonders sehenswert sind das Chorgestühl von ca. [[1650]], der Hochaltar von ca. [[1730]] und die vielen Grabepitaphien in der Kirche und dem Kreuzgang.
  
 
==Bildergalerie==
 
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Datei:Stiftskirche Mattsee, Mittelschiff.jpg|Stiftskirche Mattsee, Mittelschiff
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Datei:Stiftskirche Mattsee, Altaransicht.jpg|Stiftspfarrkirche Mattsee, Altaransicht
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Datei:Tassilo III. gründet das Stift, Deckenfresko Stiftskirche.jpg|Tassilo III. gründet das Stift, Deckenfresko Stiftspfarrkirche
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Datei:Stiftskirche Mattsee, Chorseite.jpg|Stiftspfarrkirche Mattsee, Chorseite
Datei:Deckengemälde in der Stiftskirche Mattsee A.jpg|Deckengemälde in der Stiftskirche Mattsee
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Datei:Stiftskirche Mattsee, Chorseite.jpg|Stiftskirche Mattsee, Chorseite
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Datei:Grabplatten in der Stiftskirche Mattsee.jpg|Grabplatten in der Stiftspfarrkirche Mattsee
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Datei:Predigtkanzel in der Stiftskirche Mattsee.jpg|Predigtkanzel in der Stiftskirche Mattsee
 
Datei:Linkes Chorgestühl in der Stiftskirche Mattsee.jpg|Linkes Chorgestühl in der Stiftskirche Mattsee
 
Datei:Rechtes Chorgestühl in der Stiftskirche Mattsee.jpg|Rechtes Chorgestühl in der Stiftskirche Mattsee
 
Datei:Grabplatten in der Stiftskirche Mattsee.jpg|Grabplatten in der Stiftskirche Mattsee
 
Datei:Grabplatte Andre Moser in der Stiftskirche Matsee.jpg|Grabplatte Andre Moser in der Stiftskirche Mattsee
 
Datei:Grabplatte Franciscus Wisinger.jpg|Grabplatte Franciscus Wisinger in der Stiftskirche Mattsee
 
Datei:Stiftskirche Mattsee, von der Südostseite.JPG|Stiftskirche Mattsee, von der Südostseite
 
Datei:Tassilodenkmal mit Stiftskirche.JPG|Stiftskirche
 
Datei:DSC08125.JPG|Stiftskirche Mattsee mit einem Teil des Stiftsplatzes.jpg
 
Datei:Tassilo III. gründet das Stift, Deckenfresko Stiftskirche.jpg|Tassilo III. gründet das Stift, Deckenfresko Stiftskirche
 
 
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* [[Kollegiatsstift Mattsee]]
 
* [[Kollegiatsstift Mattsee]]
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* [http://www.sakralbauten.at/Stiftspfarrkirche -sankt-michael-mattsee/ www.sakralbauten.at/Stiftspfarrkirche -sankt-michael-mattsee], abgefragt am 4. Dezember 2017
  
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[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
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[[Kategorie:Stift]]
 
[[Kategorie:Stift]]
[[Kategorie:Geschichte]]
 
 
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
 
[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 

Version vom 4. Dezember 2017, 12:02 Uhr

Stiftspfarrkirche Mattsee, von der Südostseite
Turm der Stiftspfarrkirche Mattsee

Die heutige Stiftspfarrkirche St. Michael in der Flachgauer Marktgemeinde Mattsee ist der vierte Kirchenbau, der an genau derselben Stelle wie die Gründungskirche aus dem 8. Jahrhundert steht. Sie ist dem Erzengel Michael geweiht.

Geschichte

Im Zuge einer Restaurierung der Stiftspfarrkirche in den Jahren 1976 – 1979 wurden bei Grabungen im Inneren der Kirche 1978 interessante Spuren zur Baugeschichte entdeckt. Es hat vier Bauphasen an dieser Kirche gegeben.

So wurden Pfostengruben gefunden, welche belegen das bereits in vorkarolingischer Zeit (vor 750) eine Holzkirche bestand. Diese wurde vermutlich im 10. Jahrhundert durch einen ersten Bau aus Stein ersetzt. Dieser Bau war gleich breit war wie das heutige Mittelschiff. Der Altarraum dieses ersten Steinbaues umfasst genau den Bereich der heutigen Vierung. Auch die Hauptachse des westlich anschließenden Kirchenraumes stimmt mit der heutigen überein. Keine Hinweise konnten bei Grabungen für diesen Kirchenbau auf klösterlichen Gebäude wie Speisesaal (= Refektorium) oder Schlafsaal (= Dormitorium) gefunden werden. Dies deutet archäologisch auf die Umwandlung im beginnenden 11. Jahrhundert des Klosters in ein Collegiatstift hin.

Im 12. Jahrhundert wurde ein größerer romanischer Bau errichtet. Dieser wurde vermutlich 1276 bei einem Brand stark beschädigt, wodurch die Kirche unter Verwendung alter Mauern fast vollkommen neu im frühgotischen Stil errichtet wurde. Aus der Zeit der Spätgotik gibt es noch das eindrucksvolle Fresko des hl. Christophorus im nördlichen Seitenschiff zu sehen.

Im Winkel zum Querhaus wurde 1365 an das südliche Kirchenschiff die Marienkapelle angebaut. Sie entspricht im Wesentlichen der heutigen Werktagskapelle. Wahrscheinlich erfolgte auch zur gleichen Zeit die Errichtung der Propstei samt Kreuzgang als ehemaliger Wohnsitz des Propstes und des dem Kapitel vorstehenden Dechants. Heute ist in diesem Gebäude das Stiftsmuseum untergebracht.

Um 1700 wurde der Innenraum vollständig Barock umgestaltet und erhielt seine reichen Stuckaturen und Malereien. Erst in den Jahren 1766 bis 1768 erhielt die bis dahin turmlose Kirche ihren heutigen Westturm. Der 60 m hohe Turm der Kirche wird auch "Goliath des Mattiggaues" genannt und ist nach Plänen von Wolfgang Hagenauer erbaut worden. Besonders sehenswert sind das Chorgestühl von ca. 1650, der Hochaltar von ca. 1730 und die vielen Grabepitaphien in der Kirche und dem Kreuzgang.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Stiftspfarrkirche St. Michael – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen