Josef Hinterstoisser (Psychiater): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Josef Hinterstoisser kam aus ärmlichen Verhältnissen, sein Vater war Geldbriefträger. Nach Absolvierung des Gymnasiums fuhr er auf einer Plätte nach Wien um dort ein Medizinstudium zu beginnen, das er sich durch Nachhilfe finanzierte. Seine Verhältnisse waren so prekär, dass er kein eigenes Zimmer hatte, sondern als Bettgeher unterkam. 1868 promovierte er zum Doktor der Medizin und kam als Aspirant ins Allgemeine Krankenhaus. Eine Vertretung eines | + | Josef Hinterstoisser kam aus ärmlichen Verhältnissen, sein Vater war Geldbriefträger. Nach Absolvierung des Gymnasiums fuhr er auf einer Plätte nach Wien um dort ein Medizinstudium zu beginnen, das er sich durch Nachhilfe finanzierte. Seine Verhältnisse waren so prekär, dass er kein eigenes Zimmer hatte, sondern als Bettgeher<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Schlafg%C3%A4nger Wikipedia Bettgeher]</ref> unterkam. 1868 promovierte er zum Doktor der Medizin und kam als Aspirant ins Allgemeine Krankenhaus. Eine Vertretung eines Kollegen weckte in ihm das Interesse an der Psychiatrie. |
Hinterstoisser war von [[1875]] bis [[1905]] am Oberlandesgericht in Wien tätig. In dieser Zeit bewahrte er als Gutachter auf Bitten der Schauspielerin [[Katharina Schratt]] den Wiener Volksschauspieler [[Alexander Girardi]] (der möglicherweise mit dem Salzburger [[August Girardi]] verwandt war) vor dem Irrenhaus. | Hinterstoisser war von [[1875]] bis [[1905]] am Oberlandesgericht in Wien tätig. In dieser Zeit bewahrte er als Gutachter auf Bitten der Schauspielerin [[Katharina Schratt]] den Wiener Volksschauspieler [[Alexander Girardi]] (der möglicherweise mit dem Salzburger [[August Girardi]] verwandt war) vor dem Irrenhaus. | ||
| − | Er zählte zahlreiche Prominente des Fin de Siecle zu seinen Freunden, so Hans Makart, Franz von Suppé und Alexander Girardi. Auch mit Katharina Schratt pflegte er vertrauten Umgang. | + | Er zählte zahlreiche Prominente des ''Fin de Siecle'' zu seinen Freunden, so [[Hans Makart]], Franz von Suppé und Alexander Girardi. Auch mit Katharina Schratt pflegte er vertrauten Umgang. |
Seine Sammlung von [[Salzburger Münze]]n und Medaillen sowie seine Villa in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] stiftete er für Stipendien zugunsten Salzburger Gymnasiasten und Medizinstudenten. | Seine Sammlung von [[Salzburger Münze]]n und Medaillen sowie seine Villa in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] stiftete er für Stipendien zugunsten Salzburger Gymnasiasten und Medizinstudenten. | ||
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| − | *[[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Dr. Josef Hinterstoisser in den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19220003&zoom=2&seite=00000059 62, 59.] | + | * [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Nekrologe|Nekrolog]] auf Dr. Josef Hinterstoisser in den [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19220003&zoom=2&seite=00000059 62, 59.] |
==Quelle== | ==Quelle== | ||
| − | * [[Friederike Zaisberger]] | + | * [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Reinhard R. Heinisch|Heinisch, Reinhard R.]]: ''Leben über den Tod hinaus ... Prominente im [[Salzburger Kommunalfriedhof]]'', Mitteilungen der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 23. Ergänzungsband, Eigenverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006 |
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Version vom 9. April 2013, 19:03 Uhr
Dr. med. Josef Hinterstoisser (* 26. Jänner 1844 in Salzburg; † 23. November 1921 ebenda) war Psychiater.
Leben
Josef Hinterstoisser kam aus ärmlichen Verhältnissen, sein Vater war Geldbriefträger. Nach Absolvierung des Gymnasiums fuhr er auf einer Plätte nach Wien um dort ein Medizinstudium zu beginnen, das er sich durch Nachhilfe finanzierte. Seine Verhältnisse waren so prekär, dass er kein eigenes Zimmer hatte, sondern als Bettgeher[1] unterkam. 1868 promovierte er zum Doktor der Medizin und kam als Aspirant ins Allgemeine Krankenhaus. Eine Vertretung eines Kollegen weckte in ihm das Interesse an der Psychiatrie.
Hinterstoisser war von 1875 bis 1905 am Oberlandesgericht in Wien tätig. In dieser Zeit bewahrte er als Gutachter auf Bitten der Schauspielerin Katharina Schratt den Wiener Volksschauspieler Alexander Girardi (der möglicherweise mit dem Salzburger August Girardi verwandt war) vor dem Irrenhaus.
Er zählte zahlreiche Prominente des Fin de Siecle zu seinen Freunden, so Hans Makart, Franz von Suppé und Alexander Girardi. Auch mit Katharina Schratt pflegte er vertrauten Umgang.
Seine Sammlung von Salzburger Münzen und Medaillen sowie seine Villa in Mattsee stiftete er für Stipendien zugunsten Salzburger Gymnasiasten und Medizinstudenten.
Literatur
- Nekrolog auf Dr. Josef Hinterstoisser in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 62, 59.
Quelle
- Zaisberger, Friederike; Heinisch, Reinhard R.: Leben über den Tod hinaus ... Prominente im Salzburger Kommunalfriedhof, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 23. Ergänzungsband, Eigenverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006
- ↑ siehe Wikipedia Bettgeher