Marmorsaal des Salzburger Hauptbahnhofs: Unterschied zwischen den Versionen
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* [[Salzburger Nachrichten]], 16. November 2010 | * [[Salzburger Nachrichten]], 16. November 2010 | ||
| + | * [http://www.bda.at/text/136/Denkmal-des-Monats/17017/Alles-auf-Schiene_Der-Salzburger-Hauptbahnhof-moderne-Verkehrsdrehscheibe-mit-h Bundesdenkmalamt] | ||
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Version vom 6. April 2013, 19:34 Uhr
Der Marmorsaal des Salzburger Hauptbahnhofs ist ein Saal, der sich im ehemaligen Salzburger Hauptbahnhof befand.
Geschichte
Als in den Jahren 1906 und 1907 die heutige Form der Eingangshalle entstand, wurde auch der Ablauf des gesamten Bahnhofs neu gestaltet. Es enstand ein Mittelbahnsteig (Inselbahnhof genannt), an dem zu beiden Seiten Gleise vorbeiführten. Dieser wurde über drei Tunnels von der Eingangshalle erreicht. Auf dem Mittelperron waren neben der Fahrdienstleitung und Warteräumen auch das Restaurant entstanden. Das Restaurant war mit einer der Zeit entsprechenden jugendstilartigen Einrichtung mit Wandvertäfelungen, gemaltem Fries und kassettierten Stuckdekorationen ausgestattet.
Im Zweiten Weltkrieg fielen auch Bomben auf Salzburg. Unter den Zielen war natürlich auch der Hauptbahnhof als Verkehrsknoten. Erst in den letzten Kriegsmonaten wurde der Mittelbahnsteig schwer beschädigt, dabei auch die repräsentative Ausstattung des Bahnhofsrestaurants zerstört. Die Neugestaltung nach Kriegsende erfolgte mit großzügigem Einsatz von Adneter Rotmarmor. Dieser soll eigentlich für den sogenannten „Führerbahnhof“ unter dem Schloss Klessheim vorgesehen gewesen sein. 1949 war der „Marmorsaal“ dann fertigestellt und für Jahrzehnte aufgrund seines geschmackvollen Ambientes ein Schmuckstück der Salzburger Gastronomie und Veranstaltungsort für Bälle, Dinées und Tanzabende.
Im Zuge des Umbaus des Hauptbahnhofs musste er allerdings 2009 abgetragen werden. Das Denkmalamt willigte zum Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Saales, genauer gesagt dessen Wände, Wandverkleidung und Einrichtung, nur unter der Auflage ein, dass der Saal andernorts wieder aufgebaut werde. So wurden dann im September 2009 Stein für Stein nummeriert abgetragen und in der Lokremise am Bahnhof Bischofshofen gelagert.
Im Frühjahr 2010 schrieben die ÖBB dann den Saal zum Verkauf aus.
Maximilian Mayr-Melnhof zeigte im November 2010 dann Interesse am Kauf und Wiederaufbau des Marmorsaal des Salzburger Hauptbahnhofs. Dazu plant er die Errichtung eines Gebäudes auf dem Gelände des Gutshof Glanegg. So könnte der Saal wieder Repräsentationszwecken und Veranstaltungen (z. B. Theateraufführungen) der Öffentlichkeit zugänglich werden. Für dieses Vorhaben budgetiert Mayr-Melnhof über eine Million Euro.
Mayr-Melnhof ist auch Teilhaber begründet auch aus dieser Sicht sein Interesse. Gewidmet wäre der Saal seiner 2010 verstorbenen Mutter Maria Anna Mayr Melnhof und könnte unter dem Marketingnamen MAM, für Maria Anna Marmorsaal, vermarktet werden.
Quellen
- Salzburger Nachrichten, 16. November 2010
- Bundesdenkmalamt