Matthäus Mauracher II.: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Er führte zunächst mit seinem Bruder Hans (* 1847, † 1900) die Werkstatt des Vaters [[Matthäus Mauracher I.]] in Salzburg-[[Parsch]] weiter. 1891 gründete er einen Zweigbetrieb in Graz. Als 1907 sein junger Neffe Franz in Salzburg Konkurs anmelden musste, übernahm Matthäus den Betrieb. 1908 kam es zu einer vorübergehenden Fusion mit Albert Mauracher in Salzburg-[[Mülln]]. 1910 verlegte Matthäus seinen Wohnsitz wieder nach Salzburg. Den Betrieb in Graz behielt er als Filiale bei und übertrug dessen Leitung seinem Neffen Hans II. (* 1885, † 1915). 1922 ging die Firma in der „Cäcilia/Österreichische Orgelbau AG“ auf, in der Matthäus nur bis Ende April 1922 tätig blieb. 1925 wurde er zum fürsterzbischöflichen Domorgelbaumeister ernannt. Er gründete 1926 eine neue Firma und war noch mit kleineren Arbeiten beschäftigt. | + | Er führte zunächst mit seinem Bruder [[Hans Mauracher|Hans]] (* 1847, † 1900) die Werkstatt des Vaters [[Matthäus Mauracher I.]] in Salzburg-[[Parsch]] weiter. 1891 gründete er einen Zweigbetrieb in Graz. Als 1907 sein junger Neffe [[Franz Mauracher|Franz]] in Salzburg Konkurs anmelden musste, übernahm Matthäus den Betrieb. 1908 kam es zu einer vorübergehenden Fusion mit [[Albert Mauracher]] in Salzburg-[[Mülln]]. 1910 verlegte Matthäus seinen Wohnsitz wieder nach Salzburg. Den Betrieb in Graz behielt er als Filiale bei und übertrug dessen Leitung seinem Neffen Hans II. (* 1885, † 1915). 1922 ging die Firma in der „Cäcilia/Österreichische Orgelbau AG“ auf, in der Matthäus nur bis Ende April 1922 tätig blieb. 1925 wurde er zum fürsterzbischöflichen Domorgelbaumeister ernannt. Er gründete 1926 eine neue Firma und war noch mit kleineren Arbeiten beschäftigt. |
Sein Sohn Matthäus (IV.) (* 5. Dezember 1901 in Graz, † 22. Jänner 1923 in Salzburg) wurde ebenfalls Orgelbauer, starb aber sehr jung. | Sein Sohn Matthäus (IV.) (* 5. Dezember 1901 in Graz, † 22. Jänner 1923 in Salzburg) wurde ebenfalls Orgelbauer, starb aber sehr jung. | ||
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==Literatur== | ==Literatur== | ||
* Alfred Reichling, ''Tiroler Orgelbauer der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts''. In: Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 78, 1998, S. 229-250; hier: S. 235. | * Alfred Reichling, ''Tiroler Orgelbauer der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts''. In: Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 78, 1998, S. 229-250; hier: S. 235. | ||
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* Alfred und Matthias Reichling, ''Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer'', Eintrag [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Mauracher-Matthaeus-II.html Mauracher, Matthäus II.] | * Alfred und Matthias Reichling, ''Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer'', Eintrag [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Mauracher-Matthaeus-II.html Mauracher, Matthäus II.] | ||
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Version vom 14. Juli 2014, 16:13 Uhr
Matthäus Mauracher II. (* 26. November 1859 Zell am Ziller, † 25. Jänner 1939 Salzburg) war ein Orgelbauer aus der berühmten Zillertaler, nach Salzburg eingewanderten Orgelbauerfamilie Mauracher.
Leben
Er führte zunächst mit seinem Bruder Hans (* 1847, † 1900) die Werkstatt des Vaters Matthäus Mauracher I. in Salzburg-Parsch weiter. 1891 gründete er einen Zweigbetrieb in Graz. Als 1907 sein junger Neffe Franz in Salzburg Konkurs anmelden musste, übernahm Matthäus den Betrieb. 1908 kam es zu einer vorübergehenden Fusion mit Albert Mauracher in Salzburg-Mülln. 1910 verlegte Matthäus seinen Wohnsitz wieder nach Salzburg. Den Betrieb in Graz behielt er als Filiale bei und übertrug dessen Leitung seinem Neffen Hans II. (* 1885, † 1915). 1922 ging die Firma in der „Cäcilia/Österreichische Orgelbau AG“ auf, in der Matthäus nur bis Ende April 1922 tätig blieb. 1925 wurde er zum fürsterzbischöflichen Domorgelbaumeister ernannt. Er gründete 1926 eine neue Firma und war noch mit kleineren Arbeiten beschäftigt.
Sein Sohn Matthäus (IV.) (* 5. Dezember 1901 in Graz, † 22. Jänner 1923 in Salzburg) wurde ebenfalls Orgelbauer, starb aber sehr jung.
Werke
(Auswahl; Manuale/Register:)
- Steiermark:
- Seckau, Benediktinerabtei: Chororgel, 1902 (II/18); Hauptorgel, 1905 (II/38) (beide 1907 elektrisch miteinander verbunden)
- Graz, St. Josef, 1908 (II/29)
- Admont, Stiftskirche, 1909 (Erweiterung auf III/61)
- Tirol:
- Wängle, 1909 (II/26)
- Lechaschau, 1909 (I/9)
- Kirchberg, 1911 (II/17; Zwillingsmanuale)
- Ischl: "Kaiserorgel", 1910 (Erweiterung auf III/66; mit Fernwerk)
- Salzburg, Dom, 1914 (Erweiterung auf IV/101)
Literatur
- Alfred Reichling, Tiroler Orgelbauer der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In: Veröffentlichungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum 78, 1998, S. 229-250; hier: S. 235.
- siehe auch den Artikel Mauracher
Quelle
- Alfred und Matthias Reichling, Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer, Eintrag Mauracher, Matthäus II.