Pfarre Dornbach: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Pfarrbereich umfasst mehr als die (nordwestliche) Hälfte des im Nordwesten der Bundeshauptstadt gelegenen 17. Wiener Gemeindebezirks, und zwar die Katastralgemeinden [[Dornbach]] – ab der Güpferlingstraße (Beginn der Dornbacher Straße) – sowie Neuwaldegg. Außerdem gehört ein bis zum Exelberg (Quellgebiet des Dornbachs) reichender, an Wien angrenzender Teil des Stadtgebiets von Klosterneuburg ([[NÖ]]), Katastralgemeinde Weidlingbach, zur Pfarre Dornbach.<ref>[https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Dornbach_(Pfarre) Wien Geschichte Wiki: Dornbach (Pfarre)]; [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/17-dornbach/ Matricula online: Pfarre Dornbach]; OpenStreetMap, insbesondere [https://www.openstreetmap.org/relation/5891253#map=12/48.2212/16.3404&layers=N Relation: KG Dornbach (5891253)]</ref> | Der Pfarrbereich umfasst mehr als die (nordwestliche) Hälfte des im Nordwesten der Bundeshauptstadt gelegenen 17. Wiener Gemeindebezirks, und zwar die Katastralgemeinden [[Dornbach]] – ab der Güpferlingstraße (Beginn der Dornbacher Straße) – sowie Neuwaldegg. Außerdem gehört ein bis zum Exelberg (Quellgebiet des Dornbachs) reichender, an Wien angrenzender Teil des Stadtgebiets von Klosterneuburg ([[NÖ]]), Katastralgemeinde Weidlingbach, zur Pfarre Dornbach.<ref>[https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Dornbach_(Pfarre) Wien Geschichte Wiki: Dornbach (Pfarre)]; [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/17-dornbach/ Matricula online: Pfarre Dornbach]; OpenStreetMap, insbesondere [https://www.openstreetmap.org/relation/5891253#map=12/48.2212/16.3404&layers=N Relation: KG Dornbach (5891253)]</ref> | ||
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
| − | [[1139]] weihte der Bischof von [[Passau]] in Dornbach einer Kapelle. Damals wurden dem Stift auch die Zehentrechte und das Recht, Gottesdienste abzuhalten, übertragen. Das volle Pfarrrecht erhielt Dornbach erst [[1251]]. Von [[1262]] bis 1995 war die Pfarre der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerabtei St. Peter]] inkorporiert,<ref>[https://www.erzdioezese-wien.at/pages/pfarren/9153/ueberuns/pfarre Pfarre Dornbach > Über uns > Pfarre > Die Dornbacher Kirche St. Peter und Paul]</ref> dem damit die Pfarrseelsorge oblag. | + | [[1139]] weihte der Bischof von [[Passau]] in Dornbach einer Kapelle. Damals wurden dem Stift auch die Zehentrechte und das Recht, Gottesdienste abzuhalten, übertragen. Das volle Pfarrrecht erhielt Dornbach erst [[1251]]. Von [[1262]] bis 1995 war die Pfarre der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerabtei St. Peter]] inkorporiert,<ref name="Pfarrkirche">[https://www.erzdioezese-wien.at/pages/pfarren/9153/ueberuns/pfarre Pfarre Dornbach > Über uns > Pfarre > Die Dornbacher Kirche St. Peter und Paul]</ref> dem damit die Pfarrseelsorge oblag. |
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| + | 1476 wurde die Pfarrkirche im [[Gotik|gotischen Stil]] neu erbaut. Nach den Zerstörungen der beiden Türkenkriege 1536 und 1687-88 wurde die Kirche jeweils wieder neu aufgebaute und erneuert. Unter Pfarrer [[Anton Knoll]] wurde sie 1745–1756 abermals renoviert und erweitert. 1880 wurde der Turm abgetragen und ein neuer Turm angebaut. Weitere größere Bauführungen erfolgten in den Jahren 1881, 1931, 1951 und 1962,<ref name="Pfarrkirche"/> | ||
Im Jahr [[1890]] erhielt die Pfarre eine zweite Kooperatorenstelle.<ref>[[Pirmin Lindner|Lindner, Pirmin]]: ''Professbuch der Benediktiner-Abtei St. Peter in Salzburg (1419–1856)'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK) [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1901-1940#MGSLK 46, 1906|46, 1906]], [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19060003&seite=00000001 S. 1 ff.], hier: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1906&page=302 S. 300]</ref> | Im Jahr [[1890]] erhielt die Pfarre eine zweite Kooperatorenstelle.<ref>[[Pirmin Lindner|Lindner, Pirmin]]: ''Professbuch der Benediktiner-Abtei St. Peter in Salzburg (1419–1856)'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] (MGSLK) [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1901-1940#MGSLK 46, 1906|46, 1906]], [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19060003&seite=00000001 S. 1 ff.], hier: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1906&page=302 S. 300]</ref> | ||
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Seit 1139 besaß die Abtei St. Peter das Recht, zweimal im Jahr in Dornbach den so genannten "Fronwein" auszuschenken. Die "Buschenschank Stift St. Peter" (Heuriger "Zum Pfarrer von Dornbach") am Dornbacher Rupertusplatz ist eines der ältesten Heurigenlokale Wiens.<ref>Stift St. Peter, Gutsverwaltung, [https://www.stiftstpeter.at/gutsverwaltung/geschichte.html ''Geschichte''] und [https://www.stiftstpeter.at/buschenschank.html ''Geschichte – Stift St. Peter in Dornbach'']</ref> | Seit 1139 besaß die Abtei St. Peter das Recht, zweimal im Jahr in Dornbach den so genannten "Fronwein" auszuschenken. Die "Buschenschank Stift St. Peter" (Heuriger "Zum Pfarrer von Dornbach") am Dornbacher Rupertusplatz ist eines der ältesten Heurigenlokale Wiens.<ref>Stift St. Peter, Gutsverwaltung, [https://www.stiftstpeter.at/gutsverwaltung/geschichte.html ''Geschichte''] und [https://www.stiftstpeter.at/buschenschank.html ''Geschichte – Stift St. Peter in Dornbach'']</ref> | ||
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Aktuelle Version vom 13. November 2025, 19:36 Uhr
Die Pfarre Dornbach ist eine Pfarre der römisch-katholischen Erzdiözese Wien, die bis 1995 dem Salzburger Stift St. Peter inkorporiert war.
Pfarrbereich
Der Pfarrbereich umfasst mehr als die (nordwestliche) Hälfte des im Nordwesten der Bundeshauptstadt gelegenen 17. Wiener Gemeindebezirks, und zwar die Katastralgemeinden Dornbach – ab der Güpferlingstraße (Beginn der Dornbacher Straße) – sowie Neuwaldegg. Außerdem gehört ein bis zum Exelberg (Quellgebiet des Dornbachs) reichender, an Wien angrenzender Teil des Stadtgebiets von Klosterneuburg (NÖ), Katastralgemeinde Weidlingbach, zur Pfarre Dornbach.[1]
Pfarrer
- Hauptartikel Pfarrer von Dornbach
Pfarrkirche
Die Pfarrkirche ist den Hll. Petrus und Paulus geweiht. (29. Februar).
Geschichte
1139 weihte der Bischof von Passau in Dornbach einer Kapelle. Damals wurden dem Stift auch die Zehentrechte und das Recht, Gottesdienste abzuhalten, übertragen. Das volle Pfarrrecht erhielt Dornbach erst 1251. Von 1262 bis 1995 war die Pfarre der Benediktinerabtei St. Peter inkorporiert,[2] dem damit die Pfarrseelsorge oblag.
1476 wurde die Pfarrkirche im gotischen Stil neu erbaut. Nach den Zerstörungen der beiden Türkenkriege 1536 und 1687-88 wurde die Kirche jeweils wieder neu aufgebaute und erneuert. Unter Pfarrer Anton Knoll wurde sie 1745–1756 abermals renoviert und erweitert. 1880 wurde der Turm abgetragen und ein neuer Turm angebaut. Weitere größere Bauführungen erfolgten in den Jahren 1881, 1931, 1951 und 1962,[2]
Im Jahr 1890 erhielt die Pfarre eine zweite Kooperatorenstelle.[3]
Pfarre und Wein
Seit 1139 besaß die Abtei St. Peter das Recht, zweimal im Jahr in Dornbach den so genannten "Fronwein" auszuschenken. Die "Buschenschank Stift St. Peter" (Heuriger "Zum Pfarrer von Dornbach") am Dornbacher Rupertusplatz ist eines der ältesten Heurigenlokale Wiens.[4]
Weblink
Quellen
- ↑ Wien Geschichte Wiki: Dornbach (Pfarre); Matricula online: Pfarre Dornbach; OpenStreetMap, insbesondere Relation: KG Dornbach (5891253)
- ↑ 2,0 2,1 Pfarre Dornbach > Über uns > Pfarre > Die Dornbacher Kirche St. Peter und Paul
- ↑ Lindner, Pirmin: Professbuch der Benediktiner-Abtei St. Peter in Salzburg (1419–1856), in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK) 46, 1906, S. 1 ff., hier: S. 300
- ↑ Stift St. Peter, Gutsverwaltung, Geschichte und Geschichte – Stift St. Peter in Dornbach