Salzburger Grabendach: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Salzburger Dom Altstadt Kapitelplatz 1934.jpg|thumb|Am unteren Bildrand und links von den beiden Türmen des Doms (Bildmitte) sind zwei schöne Beispiele Salzburger Grabendächer.]]
 
[[Datei:Salzburger Dom Altstadt Kapitelplatz 1934.jpg|thumb|Am unteren Bildrand und links von den beiden Türmen des Doms (Bildmitte) sind zwei schöne Beispiele Salzburger Grabendächer.]]
Das '''historische  Salzburger Grabendach''' geht wahrscheinlich auf feuerpolizeiliche Verfügungen der Behörden im frühen [[15. Jahrhundert]] zurück.
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Das '''historische  Salzburger Grabendach''' geht vielleicht aus Feuerschutzgründen im frühen [[15. Jahrhundert]] im Inn-Salzachraum entastanden. Vielleicht stammen erste Grabendächer auch von zinnengekrönten Wehrtürmen bzw. Wehrbauten.  
  
 
== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Man sieht sie auch heute noch, wenn man vom [[Festungsberg]] oder [[Mönchsberg]] auf die Salzburger [[Altstadt]] herunterschaut: niedrige Satteldächer und Grabendächer, die rechtwinkelig zur Straßenachse ziehen und durch eine über das Dach hinaus geführte, meist mit einer Hohlkehle abgeschlossene Fassadenwand verdeckt werden.  
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Man sieht Grabendächer auch heute noch, wenn man vom [[Festungsberg]] oder [[Mönchsberg]] auf die Salzburger [[Altstadt]] herunterschaut: niedrige Satteldächer und Grabendächer, die rechtwinkelig zur Straßenachse ziehen und durch eine über das Dach hinaus geführte, meist mit einer Hohlkehle abgeschlossene Fassadenwand verdeckt werden.  
  
Offene Gräben und horizontale Giebelmauern trennen die einzelnen Häuser und sollten im Brandfall einerseits das Überspringen des Feuers verhindern, andererseits Hilfe von den Nachbarhäusern erleichtern. In den Dachgeschossen waren große Wasserbehälter aufgestellt, um rasch löschen zu können.
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Im Brandfall schlug bei diesem Dach das Feuer erst verzögert auf das Nachbarhaus über, ein Brand konnte etwas besser bekämpft werden. Offene Gräben und horizontale Giebelmauern trennen die einzelnen Häuser und sollten im Brandfall einerseits das Überspringen des Feuers verhindern, andererseits Hilfe von den Nachbarhäusern erleichtern. In den Dachgeschossen waren oft große Wasserbehälter aufgestellt, um im Ernstfall rasch löschen zu können.
  
Diese Dachlandschaft wurde oft als ''italienisch'' bezeichnet, was aber nicht den Tatsachen entsprach. Sie entstand vielmehr aus Sicherheitsüberlegungen.
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Diese Dachlandschaft wurde manchmal irrtümlich als ''italienisch'' bezeichnet, was aber nicht den Tatsachen entspricht. Sie entstand vielmehr vor allem aus aus Sicherheitsüberlegungen vor allem im Raum um Inn und Salzach.  
  
Bis etwa [[1830]] wurde das Grabendach noch ausschließlich auch bei den meisten Neubauten verwendet. Dann verlor sich diese Tradition. [[1920]] waren noch 55 Prozent der Altstadthäuser mit Grabendächern versehen.
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Bis etwa [[1830]] wurde das Grabendach auch bei den meisten Neubauten verwendet. Dann verlor sich diese Tradition zunehmend. [[1920]] waren noch 55 Prozent der Altstadthäuser mit Grabendächern versehen.
  
 
==Quelle==
 
==Quelle==

Version vom 22. November 2020, 19:54 Uhr

Am unteren Bildrand und links von den beiden Türmen des Doms (Bildmitte) sind zwei schöne Beispiele Salzburger Grabendächer.

Das historische Salzburger Grabendach geht vielleicht aus Feuerschutzgründen im frühen 15. Jahrhundert im Inn-Salzachraum entastanden. Vielleicht stammen erste Grabendächer auch von zinnengekrönten Wehrtürmen bzw. Wehrbauten.

Allgemeines

Man sieht Grabendächer auch heute noch, wenn man vom Festungsberg oder Mönchsberg auf die Salzburger Altstadt herunterschaut: niedrige Satteldächer und Grabendächer, die rechtwinkelig zur Straßenachse ziehen und durch eine über das Dach hinaus geführte, meist mit einer Hohlkehle abgeschlossene Fassadenwand verdeckt werden.

Im Brandfall schlug bei diesem Dach das Feuer erst verzögert auf das Nachbarhaus über, ein Brand konnte etwas besser bekämpft werden. Offene Gräben und horizontale Giebelmauern trennen die einzelnen Häuser und sollten im Brandfall einerseits das Überspringen des Feuers verhindern, andererseits Hilfe von den Nachbarhäusern erleichtern. In den Dachgeschossen waren oft große Wasserbehälter aufgestellt, um im Ernstfall rasch löschen zu können.

Diese Dachlandschaft wurde manchmal irrtümlich als italienisch bezeichnet, was aber nicht den Tatsachen entspricht. Sie entstand vielmehr vor allem aus aus Sicherheitsüberlegungen vor allem im Raum um Inn und Salzach.

Bis etwa 1830 wurde das Grabendach auch bei den meisten Neubauten verwendet. Dann verlor sich diese Tradition zunehmend. 1920 waren noch 55 Prozent der Altstadthäuser mit Grabendächern versehen.

Quelle