Fürstenbrunner Wasserleitung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt)
 
(erg ~~~~)
Zeile 2: Zeile 2:
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
[[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Ignaz Harrer]] hatte den Bau einer 9,2 km langen Fürstenbrunner Wasserleitung angeordnet, die 4 000 m³ [[Trinkwasser]] pro Tag von der [[Fürstenbrunner Quelle]] am Fuße des [[Untersbergstock]]s in die Stadt Salzburg transportieren konnte. Sie wurde am [[31. Oktober]] [[1875]] eröffnet. Einer der Mitbegründer der Wasserleitung war der [[Fürstenbrunn]]er Kugelmüller [[Matthias Brandauer]].
+
[[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Ignaz Harrer]] hatte den Bau einer 9,2 km langen Fürstenbrunner Wasserleitung angeordnet. Einer der Mitbegründer der Wasserleitung war der [[Fürstenbrunn]]er Kugelmüller [[Matthias Brandauer]].
 +
 
 +
[[1866]] trat der [[Salzburger Gemeinderat|Gemeinderat]] der Stadt Salzburg an den Besitzer der [[Fürstenbrunner Quelle]], den König [[Ludwig II. von Bayern]], mit Bitte um Überlassung von 90 österreichischen Kubikfuß Wasser in der Minute, das entspricht 47,4 Liter pro Sekunde oder 4 000 m³ [[Trinkwasser]] pro Tag und rund 1,5 Millionen Kubikmeter im Jahr, heran. Mit Entschließung vom [[13. März]] 1866 bewilligte der König als Schenkung die erbetene Wassermenge der Stadt Salzburg auf immerwährende Zeiten.
 +
 
 +
Danach wurde verschiedene Angebote zum Bau der Wasserleitung eingeholt, besonders auch aus Großstädten wie Paris, Prag und Frankfurt am Main.
 +
 
 +
Etwa in den Jahren [[1872]] bis 1875 übernahm die Frankfurter Wasserwerksgesellschaft den Bau einschließlich Fassung der Quelle, der 9,2 km langen Rohrleitung, eines 1&nbsp;000 m³ fassenden [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälters]] in der Nähe der [[Richterhöhe]] am Mönchsberg und des Stadtrohrnetzes zum Pauschalbetrag von 400&nbsp;000 Silbergulden. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710708&seite=3&zoom=33&query=%22F%C3%BCrstenbrunner%22%2B%22Wasserleitung%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1871]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18730726&seite=1&zoom=33&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22brunnen%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1873]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18840204&seite=1&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1884/Frankfurter Wasserwerksgesellschaft → Direktor P. Schmick]</ref>
 +
 
 +
Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2&nbsp;343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref>
  
 
Bei Vermietung von Wohnungen oder Verkauf von Häusern wurde nach der Eröffnung der Wasserleitung damit geworben (''3 Zimmer, 1 Kabinet, Küche mit Fürsterbrunner Wasserleitung ...'').<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18761118&query=%22F%c3%bcrstenbrunner+Wasserleitung%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 18. November 1876, Seite 6</ref>
 
Bei Vermietung von Wohnungen oder Verkauf von Häusern wurde nach der Eröffnung der Wasserleitung damit geworben (''3 Zimmer, 1 Kabinet, Küche mit Fürsterbrunner Wasserleitung ...'').<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18761118&query=%22F%c3%bcrstenbrunner+Wasserleitung%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 18. November 1876, Seite 6</ref>
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* Salzburgwiki-Artikel ''Fürstenbrunner Quelle''
+
* Salzburgwiki-Artikel: [[Wasserversorgung der Stadt Salzburg]], [[Fürstenbrunner Quelle]]
 
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18751102&query=%22F%c3%bcrstenbrunner+Wasserleitung%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 2. November 1875, von der Eröffnungsfeier
 
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18751102&query=%22F%c3%bcrstenbrunner+Wasserleitung%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 2. November 1875, von der Eröffnungsfeier
  

Version vom 1. April 2019, 07:19 Uhr

Die Fürstenbrunner Wasserleitung ist Teil der Wasserversorgung der Stadt Salzburg.

Geschichte

Bürgermeister Ignaz Harrer hatte den Bau einer 9,2 km langen Fürstenbrunner Wasserleitung angeordnet. Einer der Mitbegründer der Wasserleitung war der Fürstenbrunner Kugelmüller Matthias Brandauer.

1866 trat der Gemeinderat der Stadt Salzburg an den Besitzer der Fürstenbrunner Quelle, den König Ludwig II. von Bayern, mit Bitte um Überlassung von 90 österreichischen Kubikfuß Wasser in der Minute, das entspricht 47,4 Liter pro Sekunde oder 4 000 m³ Trinkwasser pro Tag und rund 1,5 Millionen Kubikmeter im Jahr, heran. Mit Entschließung vom 13. März 1866 bewilligte der König als Schenkung die erbetene Wassermenge der Stadt Salzburg auf immerwährende Zeiten.

Danach wurde verschiedene Angebote zum Bau der Wasserleitung eingeholt, besonders auch aus Großstädten wie Paris, Prag und Frankfurt am Main.

Etwa in den Jahren 1872 bis 1875 übernahm die Frankfurter Wasserwerksgesellschaft den Bau einschließlich Fassung der Quelle, der 9,2 km langen Rohrleitung, eines 1 000 m³ fassenden Hochbehälters in der Nähe der Richterhöhe am Mönchsberg und des Stadtrohrnetzes zum Pauschalbetrag von 400 000 Silbergulden. [1] [2] [3]

Am 31. Oktober 1875 wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die Stadtgemeinde Salzburg übergeben.[4] Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2 343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.[5]

Bei Vermietung von Wohnungen oder Verkauf von Häusern wurde nach der Eröffnung der Wasserleitung damit geworben (3 Zimmer, 1 Kabinet, Küche mit Fürsterbrunner Wasserleitung ...).[6]

Quellen

Fußnote