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Die Designfirma '''KISKA''' in de [[Flachgau]]er Gemeinde [[Anif]] ist das größte Designunternehmen Österreichs und eines der führenden in Europa mit über 200 Mitarbeitern aus 30 Nationen.
Die Designfirma '''KISKA''' in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Anif]] ist das größte Designunternehmen [[Österreich]]s und eines der führenden in Europa mit über 211 Mitarbeitern aus 30 Nationen (Stand Herbst 2024).


== Das Unternehmen ==
== Das Unternehmen ==
KISKA ist eine unabhängige Designagentur mit Standorten in Österreich, [[Deutschland]], den [[USA]] und [[China]] – im Salzburger Hauptsitz waren bis Ende [[2024]] mehr als 200 Designer, Strategen, Digitalexperten, Ingenieure und Modellierer aus über 30 Nationen beschäftigt. In disziplinübergreifenden Prozessen werden hier emotionale Marken und Produkte für internationale Kunden geschaffen.


KISKA ist eine unabhängige Designagentur mit Standorten in Österreich, Deutschland, den USA und China – im Salzburger Hauptsitz sind mehr als 200 Designer, Strategen, Digital-Experten, Ingenieure und Modeller aus über 30 Nationen beschäftigt. In disziplinübergreifenden Prozessen werden hier emotionale Marken und Produkte für internationale Kunden geschaffen.
Es entwarf u. a. das Design für das erste KTM-Auto der [[Pierer Mobility AG]], den ''KTM X-Bow'', entwirft aktuell das Design der Motorräder für KTM für die Motorrad-Weltmeisterschaften und ist u. a. für [[Palfinger AG]] und Kästle tätig. KISKA entwickelte zusammen mit der Firma Opel den "Stadtflitzer RAK&nbsp;e" in Leichtbauweise für minimalste Energiekosten.<ref>{{Quelle PN|[[7. Dezember]] [[2011]]}}</ref>


Es entwarf u. a. das Design für das erste Auto von [[KTM]], den ''KTM X-Bow'' und entwirft das Design der WM-Motorräder von KTM, sowie für [[Palfinger]] und Kästle tätig ist.
[[Datei:Kiska Firmengebäude, Eingangsseite.jpg|thumb|KISKA Firmengebäude, Eingangsseite]]
KISKA entwickelt zusammen mit der Firma Opel den ''Stadtflitzer RAK&nbsp;e'' in Leichtbauweise für minimalste Energiekosten.<ref>{{Quelle PN|[[7. Dezember]] [[2011]]}}</ref>


Das Unternehmen wurde 1990 von Mag. [[Gerald Kiska]] gegründet und ist in [[Anif]] - [[Niederalm]] beheimatet, wo [[2008]] ein Neubau für die Firma errichtet wurde, da das alte Gebäude, in dem sich früher eine Bodenbelags- und Teppichfirma befand, zu klein geworden war.
== Geschichte ==
Das Unternehmen wurde [[1990]] von Mag. [[Gerald Kiska]] gegründet und ist in [[Anif]][[Niederalm]] beheimatet, wo [[2008]] ein Neubau für die Firma errichtet wurde, da das alte Gebäude, in dem sich früher eine Bodenbelags- und Teppichfirma befand, zu klein geworden war. Die "Pierer Mobility AG" war mit 50 Prozent an der GmbH beteiligt und Mehrheitseigentümer des Bauherren ''Cross Holding'' des Neubaus.


Im Geschäftsjahr [[2007]]/2008 (Bilanzstichtag [[31. März]]) erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 8,27 Mill. Euro (+ 17 % zu [[2006]]), der Personalstand stieg von 76 auf 104 Mitarbeiter. Dazu kommen noch rund 25 Praktikanten aus aller Welt.
[[Datei:Kiska Firmengebäude Westseite.jpg|thumb|KISKA Firmengebäude, Westseite]]


Mehrheitseigentümer des Bauherren Cross Holding des Neubaus ist KTM.
Im Geschäftsjahr [[2007]]/[[2008]] (Bilanzstichtag [[31. März]]) erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 8,27 Mill. Euro (+17&nbsp;% zu [[2006]]), der Personalstand stieg von 76 auf 104 Mitarbeiter. Dazu kamen noch rund 25 Praktikanten aus aller Welt.


==Weblink==
Der Sohn von Stefan Pierer, Alex Pierer, ist Geschäftsführer der KISKA GmbH. Diese musste im November [[2024]] im Zuge der Insolvenz der "Pierer Mobility AG" ebenfalls die Insolvenz anmelden. Am Freitag, den [[29. November]] 2024, musste das Unternehmen die Kündigung von 42 Mitarbeitern bekanntgeben. [[2023]] wurde bei KISKA noch ein Umsatz von 25,3 Millionen Euro erwirtschaftet. 6,3 Millionen Euro Bilanzgewinn verbuchte das Unternehmen zum Stichtag im März 2023. Ein Großteil der Aufträge stammt vom Mutterkonzern, der "Pierer Mobility AG". Was im [[Innviertel]] gebaut wird, entsteht am Papier und als Prototyp in Anif im Bundesland Salzburg. Gegenüber dem [[ORF Salzburg]], der als Erster über den Personalabbau berichtete, bestätigte Firmengründer Gerald KISKA die Einsparungen im Personalbereich. Ein Auftragseinbruch wurde als Begründung genannt. Stefan Pierer nutzte KISKA als seine Innovationsagentur. Mindestens einmal pro Woche war Pierer zuletzt selbst am Standort in Anif anzutreffen.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/ktm-pleite-kuendigungen-KISKA-anif-169318552 www.sn.at], 29. November 2024</ref>
{{homepage|https://www.kiska.com/}}
==Quelle==
* [[Salzburger Nachrichten]] 19. Juli 2008


== Fußnoten ==
Der oberösterreichische Unternehmer Thomas Moser hatte bei einem Termin bei KISKA im Dezember 2024 über gemeinsame Themen und Projekte gesprochen, „und die wirtschaftlich schwierige Situation von KISKA nach der Schieflage von KTM“, sagt Moser. So sei auch die Idee entstanden, sich an KISKA zu beteiligen. Thomas Moser gründete und führt gemeinsam mit Martin Öller die Loxone-Gruppe, die auf die Hard- und Software für Gebäudesteuerung spezialisiert ist. Rund 1&nbsp;000 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Kollerschlag (OÖ). 300 Millionen Euro Jahresumsatz verbucht die Firmengruppe. 51 Prozent möchte die Loxone GmbH mit einer Kapitalaufstockung an KISKA übernehmen. "Stefan Pierer bleibt mit der Pierer Mobility AG mit 20 Prozent an Bord", sagt KISKA-Geschäftsführer Julian Herget. Auch er und Reno Wideson halten Anteile an KISKA.
 
168 Mitarbeiter wurden bei KISKA im Februar [[2025]] beschäftigt. Schlussendlich seien nach den Turbulenzen beim Großkunden KTM 29 Mitarbeiter gekündigt worden. Moser bot die Option, von KISKA zu Loxone zu wechseln. „Vier Mitarbeiter haben das Angebot angenommen.“
 
Im Februar [[2026]] teilte KISKA-Geschäftsführer Julian Herget mit, dass sich die Eigentümerbeziehung zwischen der KTM-Gruppe und KISKA gänzlich getrennt hat. Wie Anfang Februar bekannt wurde, plant KTM ein eigenes ''Inhouse''-Designteam in Salzburg. Herget sagt, dass KTM trotz des Ausstiegs aus der Gesellschaft weiterhin als Kunde erhalten bleibe. Die Anteile der KTM-Gruppe an KISKA übernahm die Loxone GmbH.
 
== Firmenstruktur Anfang 2026 ==
* KISKA Management GmbH
: Geschäftsführer: Mag. Gerald Kiska
: Gesellschafter: KISKA Beteiligungs GmbH (ein Prozent), KISKA GmbH (acht Prozent)
 
** KISKA GmbH
: Geschäftsführer:
: Mag. (FH) Robert Eichinger, gemeinsam vertretungsberechtigt mit Julian Herget
: Gesellschafter:
: Loxone GmbH (51,00&nbsp;%)
: Bajaj Mobility AG, vormals Pierer Mobility AG (20,00&nbsp;%), diese Anteile übernahm Loxone GmbH Anfang Februar 2026
: KISKA Beteiligungs GmbH (21,00&nbsp;%)
: KISKA Management GmbH (acht Prozent)
 
== Quellen ==
{{homepage|https://KISKA.com}}
* "[[Salzburger Nachrichten]]", 19. Juli 2008 und [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/designagentur-KISKA-eigentuemer-erstarkung-ktm-turbulenzen-172792576 3. Februar 2025]
* [https://www.firmenabc.at/kiska-gmbh_DcJB www.firmenabc.at], abgefragt am 3. Februar 2025
* [https://www.firmenabc.at/kiska-gmbh_DcJB firmenabc.at], abgefragt am 16. Februar 2026
* [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/ktm-gruppe-gibt-anteile-an-salzburger-designagentur-kiska-ab-art-635592?_gl=1*4y8rrs*_up*MQ..*_ga*MTc1ODI2OTkzLjE3NzEyMjM1MDM.*_ga_8RT1Y6PF03*czE3NzEyMjM1MDMkbzEkZzAkdDE3NzEyMjM1MDMkajYwJGwwJGgw sn.at], 15. Februar 2026: KTM-Gruppe steigt bei Salzburger Designagentur Kiska aus
 
== Einzelnachweise ==
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