Johann Bruckmoser: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 20. November 2024, 21:23 Uhr
Johann Bruckmoser (* 17. Juni 1906 in St. Georgen bei Salzburg; † 15. Juni 1948 in Salzburg) war ein Opfer des Nationalsozialismus in Salzburg.
Leben
Bruckmoser gehörte dem katholischen Glauben an, arbeitete zunächst in der Landwirtschaft seiner Eltern mit, später sechs Jahre lang als Zeitsoldat im österreichischen Bundesheer und Wachorgan. Ab Juli 1938 verdiente Bruckmoser seinen Lebensunterhalt Zugschaffner bei der Deutschen Reichsbahn. 1940 heiratete er und lebte mit seiner Gattin im Salzburger Stadtteil Maxglan.
Wie Josef Riedherr gehörte Bruckmoser der Kommunistischen Partei an. 1942 wurde die Partei zerschlagen und ihre Angehörigen, darunter auch Bruckmoser, am 26. März verhaftet. Zuerst kam er im April nach Landshut, im Oktober zurück nach Salzburg. Mitte Oktober erfolgte das Urteil: Acht Jahre Zuchthaus. Allerdings saß Bruckmoser seine Strafe nur von November 1942 bis Juli 1943 im Zuchthaus Straubing ab, weil er dann zwangsrekrutiert wurde.
Bruckmoser kämpfte an der "Südfront", war in Samos und später auf Leros stationiert, wo er in Kriegsgefangenschaft geriert und erst im Dezember 1946 wieder nach Österreich zurückkam. Zwei Tage vor seinem 42. Geburtstag starb Bruckmoser im Landeskrankenhaus Salzburg an Lungentuberkulose.
Zum Andenken an Johann Bruckmoser wurde am 18. August 2016 in der Gärtnerstraße Nr. 33 ein Stolperstein verlegt.