Verbrüderungsbuch von St. Peter: Unterschied zwischen den Versionen
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Das von Virgil angelegte Buch ist genau genommen das ''Ältere Verbrüderungsbuch''. Es ist das erste große Beispiel seiner Art und beinhaltet die Namen von zirka 8.000 Einzelpersonen und Klostergemeinschaften, die miteinander in Gebetsverbrüderung standen. Es ist dreigeteilt in Abschnitte für Heilige, Lebende und Verstorbene. Es liefert das Zeugnis für die älteste Salzburger Bischofsreihe und wirft dabei auch die Fragen um die drei [[Äbte von St. Peter]], die nicht als Bischof Salzburgs bezeichnet werden, zwischen [[Vitalis]] und [[Flobrigis]] auf: [[Anzogolus]], [[Savolus]] und [[Ezzius]] waren ursprünglich nur aus dem Älteren Verbrüderungsbuch bekannt. | Das von Virgil angelegte Buch ist genau genommen das ''Ältere Verbrüderungsbuch''. Es ist das erste große Beispiel seiner Art und beinhaltet die Namen von zirka 8.000 Einzelpersonen und Klostergemeinschaften, die miteinander in Gebetsverbrüderung standen. Es ist dreigeteilt in Abschnitte für Heilige, Lebende und Verstorbene. Es liefert das Zeugnis für die älteste Salzburger Bischofsreihe und wirft dabei auch die Fragen um die drei [[Äbte von St. Peter]], die nicht als Bischof Salzburgs bezeichnet werden, zwischen [[Vitalis]] und [[Flobrigis]] auf: [[Anzogolus]], [[Savolus]] und [[Ezzius]] waren ursprünglich nur aus dem Älteren Verbrüderungsbuch bekannt. | ||
Das Ältere Verbrüderungsbuch geht von [[784]] bis Ende des [[9. Jahrhundert]]s. | Das Ältere Verbrüderungsbuch geht von [[784]] bis Ende des [[9. Jahrhundert]]s. | ||
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Das ''Jüngere Verbrüderungsbuch'' wurde [[1004]] von Abt [[Tito]] angelegt. Der Grund hierfür mag in den kirchlichen Reformen jener Zeit zu sehen sein, der Trennung von Bischofsamt und Abteivorstand und mit ihr einhergehend von Kanonikern und Mönchsgemeinschaft. Das Jüngere Verbrüderungsbuch umfasst die Jahre 1004 bis Mitte des [[12. Jahrhundert]]s. | Das ''Jüngere Verbrüderungsbuch'' wurde [[1004]] von Abt [[Tito]] angelegt. Der Grund hierfür mag in den kirchlichen Reformen jener Zeit zu sehen sein, der Trennung von Bischofsamt und Abteivorstand und mit ihr einhergehend von Kanonikern und Mönchsgemeinschaft. Das Jüngere Verbrüderungsbuch umfasst die Jahre 1004 bis Mitte des [[12. Jahrhundert]]s. | ||
| − | == | + | ==Quellen == |
{{Quelle St. Peter}} | {{Quelle St. Peter}} | ||
| + | * [https://www.erzabtei.at/de/kultur/index.asp?dat=Stiftsarchiv www.erzabtei.at Stiftsarchiv] | ||
| + | == Einzelnachweis == | ||
| + | <references/> | ||
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| + | [[Kategorie:Religion]] | ||
| + | [[Kategorie:Erzdiözese]] | ||
| + | [[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)]] | ||
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| + | [[Kategorie:Kultur]] | ||
[[Kategorie:Geschichte]] | [[Kategorie:Geschichte]] | ||
| − | [[Kategorie: | + | [[Kategorie:Kulturgeschichte]] |
| + | [[Kategorie:Erzabtei St. Peter|Archiv]] | ||
| + | [[Kategorie:Orden (Kirche)]] | ||
| + | [[Kategorie:Benediktinerorden]] | ||
Aktuelle Version vom 21. Juli 2021, 10:40 Uhr
Das Verbrüderungsbuch von St. Peter wurde ursprünglich im letzten Lebensjahr von Bischof Virgil angelegt und geht auf seine Initiative zurück.
Beschreibung
Mit dem Verbrüderungsbuch besitzt die Benediktiner-Erzabtei St. Peter ein wertvolles Schriftzeugnis des Frühmittelalters, das 2014 von der UNESCO in das Österreichische Nationale Memory of the World Register (Dokumentenerbe)[1] aufgenommen wurde.
Man unterscheidet heute zwei Ausgaben:
Älteres Verbrüderungsbuch
Das von Virgil angelegte Buch ist genau genommen das Ältere Verbrüderungsbuch. Es ist das erste große Beispiel seiner Art und beinhaltet die Namen von zirka 8.000 Einzelpersonen und Klostergemeinschaften, die miteinander in Gebetsverbrüderung standen. Es ist dreigeteilt in Abschnitte für Heilige, Lebende und Verstorbene. Es liefert das Zeugnis für die älteste Salzburger Bischofsreihe und wirft dabei auch die Fragen um die drei Äbte von St. Peter, die nicht als Bischof Salzburgs bezeichnet werden, zwischen Vitalis und Flobrigis auf: Anzogolus, Savolus und Ezzius waren ursprünglich nur aus dem Älteren Verbrüderungsbuch bekannt.
Das Ältere Verbrüderungsbuch geht von 784 bis Ende des 9. Jahrhunderts.
Jüngeres Verbrüderungsbuch
Das Jüngere Verbrüderungsbuch wurde 1004 von Abt Tito angelegt. Der Grund hierfür mag in den kirchlichen Reformen jener Zeit zu sehen sein, der Trennung von Bischofsamt und Abteivorstand und mit ihr einhergehend von Kanonikern und Mönchsgemeinschaft. Das Jüngere Verbrüderungsbuch umfasst die Jahre 1004 bis Mitte des 12. Jahrhunderts.
Quellen
- Dopsch, Heinz und Juffinger, Roswitha (Hrsg.): St. Peter in Salzburg. Das älteste Kloster im deutschsprachigen Raum. Druckhaus Nonntal, Salzburg 1982