Hagen Schernthaner: Unterschied zwischen den Versionen

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Der gebürtige Taxenbacher Schernthaner wuchs in [[Zell am See]] auf. Mit 14 Jahren begann er die [[Handelsakademie Zell am See|Handelsakademie]]. Er sollte in die Fußstapfen seines Vaters treten, der Prokurist eines namhaften [[Pinzgau]]er Unternehmens war. Hagens Lerneifer war aber begrenzt, viel lieber verzierte er seine Schulbücher mit kreativen Illustrationen. Auch an Demonstrationen auf dem Zeller Stadtplatz, zum Beispiel gegen den Einsatz von Atomkraft, beteiligte er sich mit mehr Eifer. Nach mehreren Jahren an der Handelsakademie sahen Eltern und Schuldirektor ein, dass aus Hagen kein Buchhalter werden würde.
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Der gebürtige Taxenbacher Schernthaner wuchs in [[Zell am See]] auf. Mit 14 Jahren begann er die [[Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Zell am See|Handelsakademie]]. Er sollte in die Fußstapfen seines Vaters treten, der Prokurist eines namhaften [[Pinzgau]]er Unternehmens war. Hagens Lerneifer war aber begrenzt, viel lieber verzierte er seine Schulbücher mit kreativen Illustrationen. Auch an Demonstrationen auf dem [[Zell am See|Zeller]] [[Stadtplatz (Zell am See)|Stadtplatz]], zum Beispiel gegen den Einsatz von Atomkraft, beteiligte er sich mit mehr Eifer. Nach mehreren Jahren an der Handelsakademie sahen Eltern und Schuldirektor ein, dass aus Hagen kein Buchhalter werden würde.
  
Bei der Gestaltung von Transparenten für Demonstrationen hatte Schernthaner seine Liebe zu Kunst und Design entdeckt. Er bewarb sich an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien als einer von 1000 Bewerbern, von denen 50 als Schüler aufgenommen wurden. Er absolvierte eine umfassende künstlerische Ausbildung mit Schwerpunkt Grafik-Design. Parallel dazu begann er zu malen. Nach dem Schulabschluss kehrte er in den Pinzgau zurück. Er stellte seine Kreativität in den Dienst der Werbung und machte in der Branche Karriere. 1988 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit. Nach 13 Jahren musste er aus wirtschaftlichen Gründen wieder in ein Arbeitsverhältnis eingehen und wurde Art Director<ref>vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Artdirector Wikipedia]</ref>. Nun füllten 70-Stunden-Wochen sein Leben. Im Jahr 2007 kam das „Burnout“. Von einer Therapeutin erhielt Schernthaner nach seinem gesundheitlichen Zusammenbruch den Rat: „Drücke alles, was dich bewegt, in Bildern aus!So begann er wieder zu malen. Seither war er freischaffender Künstler.  
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Bei der Gestaltung von Transparenten für Demonstrationen hatte Schernthaner seine Liebe zu Kunst und Design entdeckt. Er bewarb sich an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien als einer von tausend Bewerbern, von denen fünfzig als Schüler aufgenommen wurden. Er absolvierte eine umfassende künstlerische Ausbildung mit Schwerpunkt Grafik-Design. Parallel dazu begann er zu malen. Nach dem Schulabschluss kehrte er in den Pinzgau zurück. Er stellte seine Kreativität in den Dienst der Werbung und machte in der Branche Karriere. [[1988]] folgte der Schritt in die Selbständigkeit. Nach 13 Jahren musste er aus wirtschaftlichen Gründen wieder ein Arbeitsverhältnis eingehen und wurde ''Art Director''<ref>vgl. den Wikipedia-Artikel "[https://de.wikipedia.org/wiki/Artdirector Art Director]"</ref>. Nun füllten 70-Stunden-Wochen sein Leben. Im Jahr [[2007]] kam das "Burnout". Von einer Therapeutin erhielt Schernthaner nach seinem gesundheitlichen Zusammenbruch den Rat: "''Drücke alles, was dich bewegt, in Bildern aus!''" So begann er wieder zu malen. Seither war er freischaffender Künstler.  
  
 
=== Künstlerisches Schaffen ===
 
=== Künstlerisches Schaffen ===
Schernthaners zentrales Thema ist der Mensch, besonders der Mensch im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung und dem Hamsterrad der Leistungsgesellschaft.  
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Schernthaners zentrales Thema war der Mensch, besonders der Mensch im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung und dem Hamsterrad der Leistungsgesellschaft.  
  
 
Er malte mit Acryl, stellte aber auch dreidimensionale Kunstwerke mit verschiedenen Ausgangsstoffen her.
 
Er malte mit Acryl, stellte aber auch dreidimensionale Kunstwerke mit verschiedenen Ausgangsstoffen her.
  
:''„Ich will mit meiner Kunst zum Nachdenken anregen. Ich versuche den Menschen mitzuteilen, dass sie nicht ständig sinnlosen Karotten nachlaufen sollen. Kleine Sachen am Wegesrand sind oft wesentlich wertvoller.
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:"''Ich will mit meiner Kunst zum Nachdenken anregen. Ich versuche den Menschen mitzuteilen, dass sie nicht ständig sinnlosen Karotten nachlaufen sollen. Kleine Sachen am Wegesrand sind oft wesentlich wertvoller.''"
  
 
== Quellen ==
 
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* [http://www.saalfelden.at/Stadtblatt (Saalfeldner) Stadtblatt], [http://www.saalfelden.at/system/web/GetDocument.ashx?fileid=302948 Juni 2013], S. 16: ''Hagen E. Schernthaner. Ein Künstler stellt sich vor
 
* [http://www.saalfelden.at/Stadtblatt (Saalfeldner) Stadtblatt], [http://www.saalfelden.at/system/web/GetDocument.ashx?fileid=302948 Juni 2013], S. 16: ''Hagen E. Schernthaner. Ein Künstler stellt sich vor
*[http://www.gedenkseiten.de/hagen-e-schernthaner/ Gedenkseite für Hagen E. Schernthaner]
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* [http://www.gedenkseiten.de/hagen-e-schernthaner/ Gedenkseite für Hagen E. Schernthaner]
  
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[[Kategorie:Maler]]
 
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[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
 
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[[Kategorie:Saalfelden am Steinernen Meer]]
 
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Aktuelle Version vom 14. Oktober 2024, 18:14 Uhr

Hagen E. Schernthaner (* 19. Mai 1964 in Taxenbach; † 9. Mai 2016 in Saalfelden am Steinernen Meer) war ein Salzburger Künstler.

Leben

Ausbildung und Beruf

Der gebürtige Taxenbacher Schernthaner wuchs in Zell am See auf. Mit 14 Jahren begann er die Handelsakademie. Er sollte in die Fußstapfen seines Vaters treten, der Prokurist eines namhaften Pinzgauer Unternehmens war. Hagens Lerneifer war aber begrenzt, viel lieber verzierte er seine Schulbücher mit kreativen Illustrationen. Auch an Demonstrationen auf dem Zeller Stadtplatz, zum Beispiel gegen den Einsatz von Atomkraft, beteiligte er sich mit mehr Eifer. Nach mehreren Jahren an der Handelsakademie sahen Eltern und Schuldirektor ein, dass aus Hagen kein Buchhalter werden würde.

Bei der Gestaltung von Transparenten für Demonstrationen hatte Schernthaner seine Liebe zu Kunst und Design entdeckt. Er bewarb sich an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien als einer von tausend Bewerbern, von denen fünfzig als Schüler aufgenommen wurden. Er absolvierte eine umfassende künstlerische Ausbildung mit Schwerpunkt Grafik-Design. Parallel dazu begann er zu malen. Nach dem Schulabschluss kehrte er in den Pinzgau zurück. Er stellte seine Kreativität in den Dienst der Werbung und machte in der Branche Karriere. 1988 folgte der Schritt in die Selbständigkeit. Nach 13 Jahren musste er aus wirtschaftlichen Gründen wieder ein Arbeitsverhältnis eingehen und wurde Art Director[1]. Nun füllten 70-Stunden-Wochen sein Leben. Im Jahr 2007 kam das "Burnout". Von einer Therapeutin erhielt Schernthaner nach seinem gesundheitlichen Zusammenbruch den Rat: "Drücke alles, was dich bewegt, in Bildern aus!" So begann er wieder zu malen. Seither war er freischaffender Künstler.

Künstlerisches Schaffen

Schernthaners zentrales Thema war der Mensch, besonders der Mensch im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung und dem Hamsterrad der Leistungsgesellschaft.

Er malte mit Acryl, stellte aber auch dreidimensionale Kunstwerke mit verschiedenen Ausgangsstoffen her.

"Ich will mit meiner Kunst zum Nachdenken anregen. Ich versuche den Menschen mitzuteilen, dass sie nicht ständig sinnlosen Karotten nachlaufen sollen. Kleine Sachen am Wegesrand sind oft wesentlich wertvoller."

Quellen

Einzelnachweis

  1. vgl. den Wikipedia-Artikel "Art Director"