Reinhard Kienberger: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Kienberger entschied er sich, nachdem er die Matura mit Auszeichnung absolviert hatte, für das Studium der Elektrotechnik an der Technischen Wien. Dieses schloss er im Jahr 1999 mit einer Diplomarbeit über das Thema "Erstellung eines automatisierten Meßsystems zur Röntgenspektralanalyse" ab. Seinem Betreuer Ferenc Krausz blieb er am Institut für Angewandte Elektronik und Quantenelektronik der TU Wien als Assistent erhalten und promovierte 2002 mit Auszeichnung über das Thema | + | Kienberger entschied er sich, nachdem er die Matura mit Auszeichnung absolviert hatte, für das Studium der Elektrotechnik an der Technischen Wien. Dieses schloss er im Jahr 1999 mit einer Diplomarbeit über das Thema "Erstellung eines automatisierten Meßsystems zur Röntgenspektralanalyse" ab. Seinem Betreuer Ferenc Krausz blieb er am Institut für Angewandte Elektronik und Quantenelektronik der TU Wien als Assistent erhalten und promovierte 2002 mit Auszeichnung über das Thema "Subfemtosecond XUV Pulse Generation and Measurement". |
| − | Nach dem Doktoratsstudium absolvierte er ein PostDoc-Jahr in der selben Arbeitsgruppe. 2004 ging er mit einem Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für zehn Monate an das Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) der Stanford University ([[USA]]). Nach seiner Rückkehr in die Heimat folgte er Ferenc Krausz 2005 im Rahmen eines weiteren PostDocs als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Max-Planck-Institut für Quantenoptik nach Garching in Deutschland. Dort leitete er ab 2006 die Attosekunden-Projekte der Abteilung | + | Nach dem Doktoratsstudium absolvierte er ein PostDoc-Jahr in der selben Arbeitsgruppe. 2004 ging er mit einem Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für zehn Monate an das Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) der Stanford University ([[USA]]). Nach seiner Rückkehr in die Heimat folgte er Ferenc Krausz 2005 im Rahmen eines weiteren PostDocs als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Max-Planck-Institut für Quantenoptik nach Garching in Deutschland. Dort leitete er ab 2006 die Attosekunden-Projekte der Abteilung "Attosekunden- und Hochfeld-Physik" und war auch Leiter der Selbständigen Max-Planck Nachwuchsgruppe "Attosekundendynamik". |
Kienberger ist seit September [[2009]] an der Technischen Universität München Professor für Experimentalphysik. Sein Spezialgebiet ist die Attosekundenforschung. | Kienberger ist seit September [[2009]] an der Technischen Universität München Professor für Experimentalphysik. Sein Spezialgebiet ist die Attosekundenforschung. | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* {{Quelle SN|13. November 2010, Lokalteil, S. 35}} | * {{Quelle SN|13. November 2010, Lokalteil, S. 35}} | ||
| − | * | + | * SALZBURGWIKI, Stichwort "[[Salzburger/in der Woche]]" |
* [http://www.mpq.mpg.de/cms/mpq/news/awards/10_11_12.html Max-Planck-Institut für Quantenoptik] | * [http://www.mpq.mpg.de/cms/mpq/news/awards/10_11_12.html Max-Planck-Institut für Quantenoptik] | ||
* Technische Universität Graz: [http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/5642/ ''Reinhard Kienberger – den Attosekunden beim Laufen zusehen''] (Andrea Wessely, 2009-04-22) | * Technische Universität Graz: [http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/5642/ ''Reinhard Kienberger – den Attosekunden beim Laufen zusehen''] (Andrea Wessely, 2009-04-22) | ||
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Aktuelle Version vom 5. Januar 2026, 15:01 Uhr
Prof. Dr. Reinhard Kienberger (* 25. Mai 1971 in Graz, Stmk.) ist ein aus Saalfelden am Steinernen Meer im Pinzgau stammender Wissenschafter.
Leben
Kienberger entschied er sich, nachdem er die Matura mit Auszeichnung absolviert hatte, für das Studium der Elektrotechnik an der Technischen Wien. Dieses schloss er im Jahr 1999 mit einer Diplomarbeit über das Thema "Erstellung eines automatisierten Meßsystems zur Röntgenspektralanalyse" ab. Seinem Betreuer Ferenc Krausz blieb er am Institut für Angewandte Elektronik und Quantenelektronik der TU Wien als Assistent erhalten und promovierte 2002 mit Auszeichnung über das Thema "Subfemtosecond XUV Pulse Generation and Measurement".
Nach dem Doktoratsstudium absolvierte er ein PostDoc-Jahr in der selben Arbeitsgruppe. 2004 ging er mit einem Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für zehn Monate an das Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) der Stanford University (USA). Nach seiner Rückkehr in die Heimat folgte er Ferenc Krausz 2005 im Rahmen eines weiteren PostDocs als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Max-Planck-Institut für Quantenoptik nach Garching in Deutschland. Dort leitete er ab 2006 die Attosekunden-Projekte der Abteilung "Attosekunden- und Hochfeld-Physik" und war auch Leiter der Selbständigen Max-Planck Nachwuchsgruppe "Attosekundendynamik".
Kienberger ist seit September 2009 an der Technischen Universität München Professor für Experimentalphysik. Sein Spezialgebiet ist die Attosekundenforschung.
Forschungsgebiet
Eine Attosekunde ist ein Milliardstel einer Milliardstelsekunde, eine Zeiteinheit, die sich menschlicher Vorstellungskraft entzieht, von Reinhard Kienberger entdeckt wurde und mit wissenschaftlichen Mitteln fassbar ist. Warum und wofür ist aber eine Attosekunde überhaupt relevant? Die Bewegung der Elektronen in den Atomen ereignen sich in Attosekunden, was beispielsweise in der Tumorbehandlung wichtig ist.
Salzburger der Woche und Wissenschaftspreis
Reinhard Kienberger wurde bereits am 20. Februar 2005 für die Entdeckung der Attosekunde zum "Salzburger der Woche" gekürt. Nun erhält der gebürtige Pinzgauer für seine wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Attosekundenforschung den renommierten ICO-Preis 2010 (International Commission for Optics).
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", 13. November 2010, Lokalteil, S. 35
- SALZBURGWIKI, Stichwort "Salzburger/in der Woche"
- Max-Planck-Institut für Quantenoptik
- Technische Universität Graz: Reinhard Kienberger – den Attosekunden beim Laufen zusehen (Andrea Wessely, 2009-04-22)