Johann Thaler (NS-Opfer): Unterschied zwischen den Versionen
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Hansi Thaler war der Sohn von Johann und Katharina Thaler und lebte in der [[Hauptstraße (St. Johann im Pongau)|Hauptstraße]] 4 in St. Johann im Pongau. Mit eineinhalb Jahren erkrankte er an Gehirnhaut- und Rippenfellentzündung. Er überlebte, litt aber danach an Gleichgewichtsstörungen und verlor seinen Gehörsinn. Aus diesem Grund verlangsamte sich seine geistige Entwicklung und er bedurfte besonderer Pflege. | Hansi Thaler war der Sohn von Johann und Katharina Thaler und lebte in der [[Hauptstraße (St. Johann im Pongau)|Hauptstraße]] 4 in St. Johann im Pongau. Mit eineinhalb Jahren erkrankte er an Gehirnhaut- und Rippenfellentzündung. Er überlebte, litt aber danach an Gleichgewichtsstörungen und verlor seinen Gehörsinn. Aus diesem Grund verlangsamte sich seine geistige Entwicklung und er bedurfte besonderer Pflege. | ||
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Der Anstaltsarzt Dr. [[Heinrich Gross]], der die Erstuntersuchung durchführte, stellte folgendes fest: ''Körperlich für sein Alter annähernd normal entwickelt ... der Knabe in verhältnismäßig gutem Ernährungszustand … Kind hört nichts … während der Untersuchung ist das Kind sehr raunzig, es lässt sich kein Kontakt mit ihm herstellen … nimmt keinerlei Anteil an den Vorgängen in seiner Umgebung… ''; | Der Anstaltsarzt Dr. [[Heinrich Gross]], der die Erstuntersuchung durchführte, stellte folgendes fest: ''Körperlich für sein Alter annähernd normal entwickelt ... der Knabe in verhältnismäßig gutem Ernährungszustand … Kind hört nichts … während der Untersuchung ist das Kind sehr raunzig, es lässt sich kein Kontakt mit ihm herstellen … nimmt keinerlei Anteil an den Vorgängen in seiner Umgebung… ''; | ||
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Aktuelle Version vom 29. November 2024, 17:52 Uhr
Johann (Hansi) Thaler (* 12. Juni 1937 in St. Johann im Pongau, † 9. September 1942 in der Anstalt "Am Spiegelgrund" in Wien ermordet) war ein Opfer des Nationalsozialismus in St. Johann im Pongau.
Leben
Hansi Thaler war der Sohn von Johann und Katharina Thaler und lebte in der Hauptstraße 4 in St. Johann im Pongau. Mit eineinhalb Jahren erkrankte er an Gehirnhaut- und Rippenfellentzündung. Er überlebte, litt aber danach an Gleichgewichtsstörungen und verlor seinen Gehörsinn. Aus diesem Grund verlangsamte sich seine geistige Entwicklung und er bedurfte besonderer Pflege.
Nachdem vom Gaufürsorgeamt ein Antrag auf Anstaltspflege für Hansi Thaler gestellt worden war, wurde er am 25. August 1942 nach Wien in die Heilpädagogische Anstalt am Spiegelgrund gebracht.
Der Anstaltsarzt Dr. Heinrich Gross, der die Erstuntersuchung durchführte, stellte folgendes fest: Körperlich für sein Alter annähernd normal entwickelt ... der Knabe in verhältnismäßig gutem Ernährungszustand … Kind hört nichts … während der Untersuchung ist das Kind sehr raunzig, es lässt sich kein Kontakt mit ihm herstellen … nimmt keinerlei Anteil an den Vorgängen in seiner Umgebung… ;
Daraufhin wurde Hansi Thaler in einem Gitterbett untergebracht. Aufgrund der Krankenakte ließ sich feststellen, dass er an keiner akuten Krankheit litt. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich aber rapide und er verstarb am 9. September 1942. Als Todesursache wurde Taubstummheit, Schwachsinn und Lungenentzündung angegeben (am Todestag wies seine Fieberkurve 37,4 Grad auf).
Hansi Thaler wurde am Friedhof in St. Johann im Pongau beerdigt.
Am 3. Juli 2014 wurde zum Andenken an Hansi Thaler vor dem Haus der Hauptstraße 4 ein Stolperstein verlegt.
Siehe auch
Quelle
- Homepage des Vereins Geschichtswerkstatt St. Johann
