Erzherzog-Johann-Hütte: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s und noch in den ersten Jahrzehnten des [[20. Jahrhundert]]s einen interessanten, wenngleich auch schwierigen Aufstieg vom [[Glocknerhaus]] an der [[Alte Glocknerhausstraße|alten Glocknerhausstraße]] über den [[Hofmannsweg]], der über [[Gletscher]] führte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18971120&query=%22Erzherzog-Johann-H%c3%bctte%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], "Dillinger's Reisezeitung", 20. November 1897</ref> | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| − | Die früher als | + | Die früher als Adlersruhe bezeichnete Stelle war die letzte Raststelle, bevor man zunächst den Kleinglockner erstieg (fälschlicherweise nahm man an, dass dieser der höchste Gipfel sei) und später dann den Großglockner. Zwischen [[1935]] und [[1949]] war diese Stelle der Start für fünf [[Großglockner Skirennen]]. |
| − | + | [[Datei:Glocknergruppe Adlersruhe Wiesbachhorn Fuscher-Kar-Scharte.jpg|thumb|[[Glocknergruppe]]: Blick von Süden: Links im Vordergrund die Abhänge des [[Kleinglockner]]s, auf dem Bergkamm in der Bildmitte sieht man die Erzherzog-Johann-Hütte, genau darüber die schräg nach rechts abfallende Bergkante ist die [[Hohe Dock]] und dahinter links ganz hinten im Dunst das [[Kitzsteinhorn]], weiter im Vordergrund links das [[Große Wiesbachhorn]], davor links der kleine Zacke ist der [[Hinterer Bratschenkopf|Hintere Bratschenkopf]] und daneben links die [[Klockerin]]. Die Scharte im rechten Bildteil ist die [[Fuscher-Kar-Scharte]] hinunter ins [[Ferleitental]]. Die Aufnahme wurde in den [[1930er]]-Jahren gemacht.]] | |
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| − | Ein Rettungshubschrauber der Firma [[Heli Austria GmbH]] war am Dienstagabend, den [[1. Juli]] [[2017]], bei der Erzherzog-Johann-Hütte ins Rotieren gekommen, hatte hart am Boden aufgesetzt und war dann umgekippt. Der Heli schwebte zu diesem Zeitpunkt knapp über dem Boden, da er kurz zuvor einen Patienten aufgenommen hatte, erklärte Heli-Tirol Geschäftsführer Roy Knaus am 2. Juli. Der Heli war gegen 20 Uhr wegen eines medizinischen Notfalls gerufen worden. Der Patient dürfte beim Unfall verletzt worden sein, berichtete die Polizei. Er wurde vom Rettungshubschrauber C7 ins Krankenhaus [[Lienz]] geflogen. Der 53-jährige Notarzt erlitt leichte Verletzungen und wurde im [[Krankenhaus Zell am See]] ambulant behandelt. Die zwei weiteren Mitglieder der Besatzung des Unfallhubschraubers, der Pilot und ein Flugretter, blieben unverletzt.<ref> | + | Ein Rettungshubschrauber der Firma [[Heli Austria GmbH]] war am Dienstagabend, den [[1. Juli]] [[2017]], bei der Erzherzog-Johann-Hütte ins Rotieren gekommen, hatte hart am Boden aufgesetzt und war dann umgekippt. Der Heli schwebte zu diesem Zeitpunkt knapp über dem Boden, da er kurz zuvor einen Patienten aufgenommen hatte, erklärte Heli-Tirol Geschäftsführer Roy Knaus am [[2. Juli]]. Der Heli war gegen 20 Uhr wegen eines medizinischen Notfalls gerufen worden. Der Patient dürfte beim Unfall verletzt worden sein, berichtete die Polizei. Er wurde vom Rettungshubschrauber C7 ins Krankenhaus [[Lienz]] geflogen. Der 53-jährige Notarzt erlitt leichte Verletzungen und wurde im [[Krankenhaus Zell am See]] ambulant behandelt. Die zwei weiteren Mitglieder der Besatzung des Unfallhubschraubers, der Pilot und ein Flugretter, blieben unverletzt.<ref>[http://www.salzburg24.at/hubschrauber-in-tirol-von-windboee-erfasst-und-umgekippt/5058090 www.salzburg24.at], abgefragt am 2. Juli 2017</ref><ref>Link zu einem Bild, [http://cdn1.salzburg24.at/2017/08/Heligro%C3%9Fglockner-650x435.jpg das die Schräglage des Heilicopters zeigt]</ref> |
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| − | Am [[8. März]] [[2020]] war bei der Abfahrt der Hütte in Richtung der [[Pasterze]] ein 33-jähriger Kärntner Polizist von einem Schneebrett verschüttet worden und gestorben. Ein kleines Schneebrett erfasste ihn gegen 11:30 Uhr bei der Abfahrt von der Adlersruhe in Richtung Pasterze. Der Kärntner wurde zwar nur teilweise verschüttet, erlitt aber so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Er hatte an einem Alpinpolizeikurs teilgenommen.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/sechs-tote-durch-lawinenabgaenge-am-dachstein-und-glockner-84540289 8. März 2020]</ref> | + | Am [[8. März]] [[2020]] war bei der Abfahrt der Hütte in Richtung der [[Pasterze]] ein 33-jähriger Kärntner Polizist von einem Schneebrett verschüttet worden und gestorben. Ein kleines Schneebrett erfasste ihn gegen 11:30 Uhr bei der Abfahrt von der Adlersruhe in Richtung Pasterze. Der Kärntner wurde zwar nur teilweise verschüttet, erlitt aber so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Er hatte an einem Alpinpolizeikurs teilgenommen.<ref>"[[Salzburger Nachrichten]]" vom [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/sechs-tote-durch-lawinenabgaenge-am-dachstein-und-glockner-84540289 8. März 2020]</ref> |
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| − | * Übersichtsbild der [[Großglockner Gipfelregion]]. | + | * Übersichtsbild der [[Großglockner-Gipfelregion]]. |
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| − | + | {{homepage|https://www.erzherzog-johann-huette.at}} | |
| − | + | * "[[Magazin Nationalpark Hohe Tauern]]", Ausgabe Frühjahr 2009 | |
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2026, 16:59 Uhr
Die Erzherzog-Johann-Hütte, auch Adlersruhe genannt, ist in 3 454 m ü. A. die höchst gelegene Schutzhütte Österreichs am Anstieg zu den beiden Gipfeln des Klein- und des Großglockners und gleichzeitig auch der höchst gelegene Arbeitsplatz in Österreich.
Geografie
Die Hütte befindet sich auf Kärntner Boden unweit der Bundesländergrenze zu Osttirol.
Erreichbarkeit
Von Kals in Osttirol, südwestlich unterhalb der Hütter, gelangt man in etwa acht Stunden über die Stüdlhütte und Erzherzog Johann-Hütte auf die beiden Glocknergipfel. Von der Erzherzog-Johann-Hütte sind es etwa 80 Minuten auf den ersten Gipfel.[1]
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts einen interessanten, wenngleich auch schwierigen Aufstieg vom Glocknerhaus an der alten Glocknerhausstraße über den Hofmannsweg, der über Gletscher führte.[2]
Allgemeines
Die Erzherzog-Johann-Hütte ist von Mitte Juni bis Ende September bewirtschaftet und bietet 125 Schlafplätze, tagsüber werden manchmal jedoch bis zu 140 Gäste gezählt. Vielen von ihnen sind auf dem Weg vom oder zum Gipfel des Großglockners. Die im Besitz des Österreichischen Alpenklubs (ÖAK) befindliche Hütte verfügt über Strom und warmes Wasser aus Photovoltaik. Versorgt wird sie mittels einer Materialseilbahn.[3]
Geschichte
Die früher als Adlersruhe bezeichnete Stelle war die letzte Raststelle, bevor man zunächst den Kleinglockner erstieg (fälschlicherweise nahm man an, dass dieser der höchste Gipfel sei) und später dann den Großglockner. Zwischen 1935 und 1949 war diese Stelle der Start für fünf Großglockner Skirennen.
2017
Ein Rettungshubschrauber der Firma Heli Austria GmbH war am Dienstagabend, den 1. Juli 2017, bei der Erzherzog-Johann-Hütte ins Rotieren gekommen, hatte hart am Boden aufgesetzt und war dann umgekippt. Der Heli schwebte zu diesem Zeitpunkt knapp über dem Boden, da er kurz zuvor einen Patienten aufgenommen hatte, erklärte Heli-Tirol Geschäftsführer Roy Knaus am 2. Juli. Der Heli war gegen 20 Uhr wegen eines medizinischen Notfalls gerufen worden. Der Patient dürfte beim Unfall verletzt worden sein, berichtete die Polizei. Er wurde vom Rettungshubschrauber C7 ins Krankenhaus Lienz geflogen. Der 53-jährige Notarzt erlitt leichte Verletzungen und wurde im Krankenhaus Zell am See ambulant behandelt. Die zwei weiteren Mitglieder der Besatzung des Unfallhubschraubers, der Pilot und ein Flugretter, blieben unverletzt.[4][5]
2020
Am 8. März 2020 war bei der Abfahrt der Hütte in Richtung der Pasterze ein 33-jähriger Kärntner Polizist von einem Schneebrett verschüttet worden und gestorben. Ein kleines Schneebrett erfasste ihn gegen 11:30 Uhr bei der Abfahrt von der Adlersruhe in Richtung Pasterze. Der Kärntner wurde zwar nur teilweise verschüttet, erlitt aber so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Er hatte an einem Alpinpolizeikurs teilgenommen.[6]
Bildlinks
- Übersichtsbild der Großglockner-Gipfelregion.
- Erzherzog-Johann-Hütte – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- "Magazin Nationalpark Hohe Tauern", Ausgabe Frühjahr 2009
Einzelnachweise
- ↑ ANNO, "Der Gebirgsfreund", Ausgabe 1904, Nummer 6
- ↑ ANNO, "Dillinger's Reisezeitung", 20. November 1897
- ↑ Bild im Mai 2025 im www.facebook.com
- ↑ www.salzburg24.at, abgefragt am 2. Juli 2017
- ↑ Link zu einem Bild, das die Schräglage des Heilicopters zeigt
- ↑ "Salzburger Nachrichten" vom 8. März 2020