Kaiviertel: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 19. Januar 2009, 21:17 Uhr
Das Kaiviertel umfasst das Gebiet in der südöstlichen Altstadt von Salzburg zwischen Salzach, Mozartplatz, Kaigasse und Kajetanerplatz.
Entstehung
Das Kaiviertel entwickelte sich entlang des einstigen Hauptstraßenzuges vom Domplatz über den Kajetanerplatz über das Erentrudistor (später Kajetanertor) nach Hallein und Berchtesgaden.
Name
Der Name Kai soll von Uferschutzbauten abgeleitet worden sein. Damit die Salzach nicht die Ufer auswaschen konnte, hat man diese mit einm Flechtwerk aus Reisig versehen, das man Gehag oder Gehai nannte. Aus diesen Worten entwickelte sich Kai.
Gassen
Herrengasse
In dieser kleinen von der Kaigasse Richtung Festung abzweigenden Gasse wohnten früher vorwiegend Domherren; daher auch der Name.
Kaigasse
- Hauptartikel: Kaigasse
Die Kaigasse war die wichtigste Straße des Viertels, an der auch die Höfe der Domherren. standen.
Krotachgasse
Sie führte zu den drei Domherrenhöfen:
- dem Gurker Hof, der dem Bischof von Gurk gehörte
- dem Berchtesgadener Hof, der dem Propst von Berchtesgaden gehörte
- dem Chiemseehof
Die Domherren mussten sich jährlich mindestens drei Monate in der Stadt Salzburg aufhalten und benötigten dazu entsprechende Häuser.
Pfeifergasse
- Hauptartikel: Pfeifergasse
Sie führt vom Mozartplatz zum Kajetanerplatz und hat ihren Namen von einer Frau eines Stadtpfeifers, die der Stadt große Stiftungen hinterlassen hatte.
Schanzlgasse
- Hauptartikel: Schanzlgasse
Die Schanzlgasse führt vom Kajetanerplatz am Ende der Kaigasse (und des Kaiviertels) nach Nonntal.
Plätze
Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz
Nach dem Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer benannt, in der Pfeifergasse.
Kajetanerplatz
- Hauptartikel: Kajetanerplatz
Der Kajetanerplatz, am Ende der Kaigasse in Richtung Südosten, begrenzt das Kaiviertel.
Papagenoplatz
Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer 1944. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den 1960 die Salzburger Bildhauerin Hilde Heger geschaffen hat. Weiters befindet sich dort der Zirkelwirt, 1647 erstmals erwähnt.
Bauten
Chiemseehof
- Hauptartikel: Chiemseehof
Im Chiemseehof, ehemals Sitz der Bischöfe von Chiemsee ist heute der Sitz der Salzburger Landesregierung.
Außerhalb der Stadtmauern
Unmittelbar zwischen der Salzach und dem Kaiviertel liegt der Rudolfskai mit der ehemaligen Gewerbeschule, heute Teil der Universität Salzburg, der Basteigasse und der Landhausgasse.
Quellen
- Beitrag Altstadt von Salzburg
- Josef Hübl Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, 1974