Stadttore in Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 28. August 2008, 09:14 Uhr
Von den zahlreichen Stadtoren in Salzburg sind noch einige erhalten geblieben.
Allgemeines
Stadttore hatten in früheren Zeiten wichtige Funktionen. Man konnte genau kontrollieren, wer in die Stadt wollte oder sie verließ. Diese Tore wurden während der Nacht verschlossen und kam jemand nach der Schließzeit, so musste er entweder bis zum nächsten Morgen warten oder gegen Bezahlung eines Torgeldes, eine Art Strafsteuer, eingelassen.
Auch konnte man so einfach Zölle von durchreisenden Händlern erheben. Und in Kriegszeiten dienten manche von ihnen auch als Teil der Stadtbefestigung.
Alle Stadttoren waren rund um die Uhr von Wächtern oder Wärtern bewohnt. Noch heute kann man bei manchen Toren deren "Wohnungen" über den Toren sehen.
Die Tore
- Das Bärengässchentor im Bärengässchen
- Die Gstättentore:
- das innere Gstättentor, das Schleifertor,
- das äußere Gstättentor, das Klausentor
- Das Hagenauertor auch Löchlbogen genannt, war ein altes Tränktor vom Hagenauerplatz hinunter zum heutigen Ferdinand-Hanusch-Platz
- Das Kajetanertor beim heutigen Salzburger Landesgericht
- Das Laufenertor, auch Lieferinger- oder Schergentor genannt, am Beginn der Gaswerkgasse, 1962 abgerissen;
- Das Michaelitor am Mozartplatz zur Salzach
- Das Mülleggertor, auch Reichenhaller oder Grimmingtor genannt, im heutigen Salzburger Landeskrankenhaus
- Das Salzachtor im Salzachgässchen in Mülln
- Die Schanzltore bei der Erentrudisschanze in Nonntal
- das innere Schanzltor
- das äußere Schanzltor
- Das Wartlsteintor in der Augustinergasse 12, Mülln, das bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts bestand
Sonderfall
- Das Sigmundstor war kein Stadttor im herkömmlichen Sinn, sondern verband die Altstadt mit der Riedenburg.
Quelle
- Heimatkunde Stadt Salzburg, Josef Hübl, Salzburger Druckerei, 1974