Stockhaus (Festung Hohensalzburg): Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
korr ~~~~
erg und korr ~~~~
Zeile 1: Zeile 1:
Das '''Stockhaus der Festung Hohensalzburg''' ist Teil des [[Inneres Schloss der Festung Hohensalzburg|inneren Schlosses]] der [[Festung Hohensalzburg]] am [[Festungsberg]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]].  
Das '''Stockhaus der Festung Hohensalzburg''' ist Teil des [[Inneres Schloss der Festung Hohensalzburg|inneren Schlosses]] der [[Festung Hohensalzburg]] am [[Festungsberg]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]].  


== Geschichte ==  
== Lage und Begriff ==
Das Stockhaus, das sich an der Ostseite der Festung, südlich des [[Hoher Stock|Hohen Stocks]] befindet, ist als Erweiterung von diesem entstanden. In ihm befinden sich die [[Fürstenzimmer]]. Sämtliche bauliche Einzelheiten und Eigenarten weisen auf die Bauzeit während der Regentschaft von [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]] hin. Jedoch dürften die Arbeiten mehrmals umgeplant worden sein.  
Das 'Stockhaus' ist um [[1500]] während der Regentschaft von [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]] durch Überwölbung des 'Feuergang', einer Geschützstellung an der nördlichen Ringmauer, sowie dessen Überbauung und gleichzeitiger Erweiterung des Hohen Stocks nach Norden entstanden. Über dem Wehrgang wurden im dritten Geschoß die [[Fürstenzimmer ((Festung Hohensalzburg)|Fürstenzimmer]] eingerichtet. Eine mittlerweile übertünchte Inschrift zeigte die Jahreszahl [[1498]].  
Das derart vergrößerte 'Stockhaus' wurde zum neuen Wohngebäude der [[Fürsterzbischöfe]] und wird heute allgemein mit [[Hoher Stock]] bezeichnet.


Den Anfang der Arbeiten dürfte der Feuerbogen gemacht haben, der die Verbindung zwischen dem Hohen Stock und dem Stockhaus herstellte. Über dem Wehrgang wurden die Fürstenwohnräume im dritten Geschoß eingerichtet. Eine mittlerweile übermalene Inschrift zeigte die Jahreszahl [[1498]].  
== Stockhaus ==
Das heute als ''Stockhaus'' bezeichnete Gebäude ist ein an der nördlichen Ringmauer, östlich vom Hohen Stock gelegenes Gebäude. Dieses ist auf der ersten Stadtansicht von [[1460]] in der [[Schedelsche Weltchronik|Schedelschen Weltchronik]] zu sehen und wurde lange als unwesentliches Nebengebäude angesehen.  
=== Burgkapelle ===
Bei Grabungen im [[21. Jahrhundert]] stellte sich heraus, dass sich hier die [[Romanik|romanische]] Burgkapelle, errichtet um [[1100]] von Erzbischof [[Konrad I.]] befand. Diese erste Burgkapelle wurde [[1120]] und [[1150]] neu gestaltet. Diese zweite Burgkapelle war ein prächtiger Sakralbau, mit Säulen, Stuckreliefs, vollständiger Freskomalerei und Goldauflagen. Das Aussehen konnte vollständig rekonstruiert werden. Vom 'Palas', einem hohen Gebäude mit Satteldach, konnte der Erzbischof über eine Empore in die östlich angeschlossene Burgkapelle gelangen.  


== Quelle ==
== Quelle ==
{{Quelle  900 Jahre Festung Hohensalzburg}}
{{Quelle  900 Jahre Festung Hohensalzburg}}
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]], Besichtigung vor Ort am 14.09.2016





Version vom 16. September 2017, 19:24 Uhr

Das Stockhaus der Festung Hohensalzburg ist Teil des inneren Schlosses der Festung Hohensalzburg am Festungsberg in der Altstadt der Stadt Salzburg.

Lage und Begriff

Das 'Stockhaus' ist um 1500 während der Regentschaft von Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach durch Überwölbung des 'Feuergang', einer Geschützstellung an der nördlichen Ringmauer, sowie dessen Überbauung und gleichzeitiger Erweiterung des Hohen Stocks nach Norden entstanden. Über dem Wehrgang wurden im dritten Geschoß die Fürstenzimmer eingerichtet. Eine mittlerweile übertünchte Inschrift zeigte die Jahreszahl 1498. Das derart vergrößerte 'Stockhaus' wurde zum neuen Wohngebäude der Fürsterzbischöfe und wird heute allgemein mit Hoher Stock bezeichnet.

Stockhaus

Das heute als Stockhaus bezeichnete Gebäude ist ein an der nördlichen Ringmauer, östlich vom Hohen Stock gelegenes Gebäude. Dieses ist auf der ersten Stadtansicht von 1460 in der Schedelschen Weltchronik zu sehen und wurde lange als unwesentliches Nebengebäude angesehen.

Burgkapelle

Bei Grabungen im 21. Jahrhundert stellte sich heraus, dass sich hier die romanische Burgkapelle, errichtet um 1100 von Erzbischof Konrad I. befand. Diese erste Burgkapelle wurde 1120 und 1150 neu gestaltet. Diese zweite Burgkapelle war ein prächtiger Sakralbau, mit Säulen, Stuckreliefs, vollständiger Freskomalerei und Goldauflagen. Das Aussehen konnte vollständig rekonstruiert werden. Vom 'Palas', einem hohen Gebäude mit Satteldach, konnte der Erzbischof über eine Empore in die östlich angeschlossene Burgkapelle gelangen.

Quelle