Heimatmuseum Sigl-Haus: Unterschied zwischen den Versionen
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2013 wurde der Bau von der Gemeinde St. Georgen übernommen und renoviert und restauriert. Der angebaute Veranstaltungstrakt kann für Workshops, Seminare, Vorträge u. a. von der Gemeinde St. Georgen angemietet werden. | 2013 wurde der Bau von der Gemeinde St. Georgen übernommen und renoviert und restauriert. Der angebaute Veranstaltungstrakt kann für Workshops, Seminare, Vorträge u. a. von der Gemeinde St. Georgen angemietet werden. | ||
| − | == Sonderausstellung 2013 == | + | ==Sonderausstellungen== |
| + | Seit 2002 finden jährlich Sonderausstellungen statt, so z. B. | ||
| + | *[[Georg Rendl]] – Die Glasbläser von Bürmoos (2003) | ||
| + | * Der Apfel – Paradiesfrucht als Kulturgut (2005) | ||
| + | * Schwarze Erde – Moor im Licht der Kunst (2007) | ||
| + | * Gib mir Honig – Bienen in Kunst und Kultur (2008) | ||
| + | * Christof Paulowitz – Schönes im Vergehen (2009) | ||
| + | * [[Norman G. Dyhrenfurth|Norman Dyhrenfurth]] – Wozu ein Himmel, sonst? (2010) | ||
| + | * [[Karlheinz Schönswetter|KH Schönswetter]] – Begegnungen (2016) | ||
| + | *Blaues Wunder – [[Flachs]] (2017) | ||
| + | ===Sonderausstellung 2013 === | ||
Einblicke in die 4000-jährige Geschichte St. Georgens und der Region gab die Sonderausstellung im Sommer 2013. Sie ist [[Johannes Miller|Hannes Millers]] archäologisches Lebenswerk. Als ein Schüler eines Tages berichtete, dass sein Vater bei der Erweiterung des Bauernhofes auf menschliche Knochen gestoßen war, ließ es den Pädagogen nicht mehr los. Er sicherte das Skelett, verständigte den [[Landesarchäologe]]n und bewahrte die Gebeine in einem Waschmittelkarton in seinem Dachboden auf, bis ein eigenes Museum im Ort geschaffen wurde. Die Schüler nahmen regen Anteil an dieser Reise in die Vergangenheit. Die archäologischen Funde nahmen kein Ende: Entdeckung eines Gräberfeldes auf dem Schulgrund, Freilegung eines Bajuwarengrabes beim Stöcklgut, Ausgrabung eines römischen Gutshofes in der Höhenberger Schottergrube beim Maierbauernhof, Fund von 500 Stück Kupfer-Spangenbarren aus der Zeit um 1300 vor Christus, 165 Urnengräber aus der [[La-Tène-Zeit]], Entdeckung eines Römerbrunnens auf der Wiese des Bauernschmiedbauern, Römergräber im Aichetwald (derzeit noch ungeöffnet), Gräberfunde mit wertvollen Grabbeigaben (Goldfibel) in Untereching. Miller gab auch ein umfassendes Heimatbuch heraus. | Einblicke in die 4000-jährige Geschichte St. Georgens und der Region gab die Sonderausstellung im Sommer 2013. Sie ist [[Johannes Miller|Hannes Millers]] archäologisches Lebenswerk. Als ein Schüler eines Tages berichtete, dass sein Vater bei der Erweiterung des Bauernhofes auf menschliche Knochen gestoßen war, ließ es den Pädagogen nicht mehr los. Er sicherte das Skelett, verständigte den [[Landesarchäologe]]n und bewahrte die Gebeine in einem Waschmittelkarton in seinem Dachboden auf, bis ein eigenes Museum im Ort geschaffen wurde. Die Schüler nahmen regen Anteil an dieser Reise in die Vergangenheit. Die archäologischen Funde nahmen kein Ende: Entdeckung eines Gräberfeldes auf dem Schulgrund, Freilegung eines Bajuwarengrabes beim Stöcklgut, Ausgrabung eines römischen Gutshofes in der Höhenberger Schottergrube beim Maierbauernhof, Fund von 500 Stück Kupfer-Spangenbarren aus der Zeit um 1300 vor Christus, 165 Urnengräber aus der [[La-Tène-Zeit]], Entdeckung eines Römerbrunnens auf der Wiese des Bauernschmiedbauern, Römergräber im Aichetwald (derzeit noch ungeöffnet), Gräberfunde mit wertvollen Grabbeigaben (Goldfibel) in Untereching. Miller gab auch ein umfassendes Heimatbuch heraus. | ||
Die Sonderschau 2013 im Sigl.Haus führt durch nahezu vier Jahrtausende. Ein Großteil der Präsentation besteht aus regionalen archäologischen Funden aus der Steinzeit, der [[Bronzezeit]], der Urnenfelderzeit sowie [[Römer]]- und [[Bajuwaren]]zeit. Gezeigt werden auch Fundstücke der Ausgrabungen, die die mehr als 150 Urnengräber zu Tage förderten. | Die Sonderschau 2013 im Sigl.Haus führt durch nahezu vier Jahrtausende. Ein Großteil der Präsentation besteht aus regionalen archäologischen Funden aus der Steinzeit, der [[Bronzezeit]], der Urnenfelderzeit sowie [[Römer]]- und [[Bajuwaren]]zeit. Gezeigt werden auch Fundstücke der Ausgrabungen, die die mehr als 150 Urnengräber zu Tage förderten. | ||
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== Öffnungszeiten == | == Öffnungszeiten == | ||
Version vom 23. Mai 2017, 19:53 Uhr
Das Heimatmuseum Sigl.Haus ist ein Museum in der Flachgauer Gemeinde St. Georgen bei Salzburg.
Geschichte
Es ist im wieder errichteten "Siglhaus", einem Holzbauernhaus, untergebracht. Das Siglhaus wurde im Jahre 1835 in Obereching erbaut, 1980 als letztes Holzhaus der Gemeinde abgetragen und in St. Georgen durch Gemeinde und Museumsverein von 1981 bis 1983 wieder aufgebaut. Der zweigeschossige Mischbau wurde im Erdgeschoß mit Ytong neu aufgemauert und verputzt. Im Orginal bestand das Erdgeschoß aus aus Ziegeln und Tuffsteinen aus Kirchham bei Tittmoning. Der Blockverband des Obergeschoßes blieb im Originalzustand erhalten. Typisch für die Region ist die rundbogige Eingangstür mit dem hölzernen Torgewände, das ein Steinportal imitierend – mit Sockel- und Kämpfersteinen ausgestattet ist.
2013 wurde der Bau von der Gemeinde St. Georgen übernommen und renoviert und restauriert. Der angebaute Veranstaltungstrakt kann für Workshops, Seminare, Vorträge u. a. von der Gemeinde St. Georgen angemietet werden.
Sonderausstellungen
Seit 2002 finden jährlich Sonderausstellungen statt, so z. B.
- Georg Rendl – Die Glasbläser von Bürmoos (2003)
- Der Apfel – Paradiesfrucht als Kulturgut (2005)
- Schwarze Erde – Moor im Licht der Kunst (2007)
- Gib mir Honig – Bienen in Kunst und Kultur (2008)
- Christof Paulowitz – Schönes im Vergehen (2009)
- Norman Dyhrenfurth – Wozu ein Himmel, sonst? (2010)
- KH Schönswetter – Begegnungen (2016)
- Blaues Wunder – Flachs (2017)
Sonderausstellung 2013
Einblicke in die 4000-jährige Geschichte St. Georgens und der Region gab die Sonderausstellung im Sommer 2013. Sie ist Hannes Millers archäologisches Lebenswerk. Als ein Schüler eines Tages berichtete, dass sein Vater bei der Erweiterung des Bauernhofes auf menschliche Knochen gestoßen war, ließ es den Pädagogen nicht mehr los. Er sicherte das Skelett, verständigte den Landesarchäologen und bewahrte die Gebeine in einem Waschmittelkarton in seinem Dachboden auf, bis ein eigenes Museum im Ort geschaffen wurde. Die Schüler nahmen regen Anteil an dieser Reise in die Vergangenheit. Die archäologischen Funde nahmen kein Ende: Entdeckung eines Gräberfeldes auf dem Schulgrund, Freilegung eines Bajuwarengrabes beim Stöcklgut, Ausgrabung eines römischen Gutshofes in der Höhenberger Schottergrube beim Maierbauernhof, Fund von 500 Stück Kupfer-Spangenbarren aus der Zeit um 1300 vor Christus, 165 Urnengräber aus der La-Tène-Zeit, Entdeckung eines Römerbrunnens auf der Wiese des Bauernschmiedbauern, Römergräber im Aichetwald (derzeit noch ungeöffnet), Gräberfunde mit wertvollen Grabbeigaben (Goldfibel) in Untereching. Miller gab auch ein umfassendes Heimatbuch heraus.
Die Sonderschau 2013 im Sigl.Haus führt durch nahezu vier Jahrtausende. Ein Großteil der Präsentation besteht aus regionalen archäologischen Funden aus der Steinzeit, der Bronzezeit, der Urnenfelderzeit sowie Römer- und Bajuwarenzeit. Gezeigt werden auch Fundstücke der Ausgrabungen, die die mehr als 150 Urnengräber zu Tage förderten.
Mit der Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 24. Mai 2013, gab der neu konstituierte Museumsverein mit Obmann Hannes Miller und Diakon Peter Philipp ein kräftiges Lebenszeichen. Die Ausstellung war vom 24. Mai bis 29. September an jedem Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
Öffnungszeiten
- Sonderausstellung: Mitte Mai bis Mitte Oktober
- Sa. 14:00 – 16:00 Uhr, So. 11:00 – 16:00 Uhr
- Kunst-Hand-Werks-Markt: Anfang Dezember
- Sa. + So. 10:00 – 17:00 Uhr
- Gruppen- und Schulklassen-Führungen nach Vereinbarung.
- Das Sigl.Haus ist mit der Lokalbahn ab Hauptbahnhof Salzburg erreichbar.
Kontakt
- Dr. Hiltrud Oman, Kustodin,
- Telefon: 0 62 74 - 68 05
- E-Mail: oman@sbg.at