NS-Opfer-Gedenkstätte in Thalgau: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Thalgauer Bedenkjahr 2008" wurde im ehemaligen Garten des Bezirksgerichtes am [[18. Mai]] [[2008]] eine '''NS-Opfer Gedenkstätte''' enthüllt. Schon 2001 wurde im Gemeindegebiet ein Mahnmal für die NS-Opfer errichtet. | + | Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Thalgauer Bedenkjahr 2008" wurde in der [[Flachgau]]er Marktgemeinde [[Thalgau]] im ehemaligen Garten des [[Bezirksgericht Thalgau|Bezirksgerichtes]] am [[18. Mai]] [[2008]] eine '''NS-Opfer Gedenkstätte''' enthüllt. Schon 2001 wurde im Gemeindegebiet ein Mahnmal für die NS-Opfer errichtet. |
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''Als Unrecht geschah: Thalgau erinnert sich.'' | ''Als Unrecht geschah: Thalgau erinnert sich.'' | ||
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''Das Kreuz wollt ihr uns rauben? All unser Heil und Licht!<br/>'' | ''Das Kreuz wollt ihr uns rauben? All unser Heil und Licht!<br/>'' | ||
''Nein, nein, ihr könnt es glauben. Das Kreuz bekommt ihr nicht! '' | ''Nein, nein, ihr könnt es glauben. Das Kreuz bekommt ihr nicht! '' | ||
| − | ''Mit der Uraufführung des verschollenen Kreuzliedes von Pfarrer Leonhard Steinwender durch das Vokalensemble „G. Stimmt“ des erzbischöflichen Gymnasiums [[Borromäum]] und der Ausstellung „Blutzeugen des Glaubens“ über den Thalgauer Pfarrer [[Johann Schroffner]], der nach Thalgau einem grauenhaften Martyrium [[1940]] im KZ Buchenwald durch die Todesspritze ums Leben gekommen war, wurde am [[29. Februar]] | + | ''Mit der Uraufführung des verschollenen Kreuzliedes von Pfarrer [[Leonhard Steinwender]] durch das Vokalensemble „G. Stimmt“ des erzbischöflichen Gymnasiums [[Borromäum]] und der Ausstellung „Blutzeugen des Glaubens“ über den Thalgauer Pfarrer [[Johann Schroffner]], der nach Thalgau einem grauenhaften Martyrium [[1940]] im [[Konzentrationslager Buchenwald|KZ Buchenwald]] durch die Todesspritze ums Leben gekommen war, wurde am [[29. Februar]] 2008 das „Thalgauer Bedenkjahr [[2008]]“ eröffnet.'' |
''„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“: Durch die personalisierte Erinnerung gab die zweite Veranstaltung '' | ''„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“: Durch die personalisierte Erinnerung gab die zweite Veranstaltung '' | ||
| − | ''„Gesichter im Schatten“ im Rahmen der 17. Bildungswoche „Hut ab vor diesen Bekennern“ den fünf Thalgauer Opfern der Euthanasiemaschinerie in Hartheim eine einfühlsame und würdige Erinnerung.'' | + | ''„Gesichter im Schatten“ im Rahmen der 17. Bildungswoche „Hut ab vor diesen Bekennern“ den fünf Thalgauer Opfern der Euthanasiemaschinerie in [[Schloss Hartheim|Hartheim]] eine einfühlsame und würdige Erinnerung.'' |
''Mit den Worten des Salzburger Schriftstellers [[Karl-Markus Gauß]] – „Als Unrecht geschah, haben viele mitgemacht: aus'' | ''Mit den Worten des Salzburger Schriftstellers [[Karl-Markus Gauß]] – „Als Unrecht geschah, haben viele mitgemacht: aus'' | ||
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''Einzigartig für Österreich werden unterschiedliche Konfessionen und politische Gesinnungen an einem Mahnmal vereint.'' | ''Einzigartig für Österreich werden unterschiedliche Konfessionen und politische Gesinnungen an einem Mahnmal vereint.'' | ||
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==Ausstellung== | ==Ausstellung== | ||
| − | Ausstellung „Schicksal zwischen Liebe und Gewissen“ zeigte das innere, immer qualvolle Ringen, das Zögern und | + | Ausstellung „Schicksal zwischen Liebe und Gewissen“ zeigte das innere, immer qualvolle Ringen, das Zögern und die Verzweiflung um die Entscheidung des Offiziers [[Hellmuth Stieff]] für eine Beteiligung am Attentat, in der Hoffnung auf das Gelingen, aber auch im Wissen um das tödliche Risiko, auf. |
| − | die Verzweiflung um die Entscheidung des Offiziers [[Hellmuth Stieff]] für eine Beteiligung am Attentat, in der Hoffnung | ||
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| − | Den Abschluss des Gedenkbogens einer neuen „Kultur des gemeinsamen Erinnerns“ zum Anlass „70 Jahre | + | Den Abschluss des Gedenkbogens einer neuen „Kultur des gemeinsamen Erinnerns“ zum Anlass „70 Jahre [[Anschluss]]“ bildete die Veranstaltung „Die Macht der [[Salzburger Tracht|Tracht]]“ am Freitag, [[24. Oktober]] 2008. |
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Datei:Mahnmal in Thalgauer Gerichtsgarten.jpg|Mahnmal in Thalgauer Gerichtsgarten, helle Säule halbrechts im Hintergrund | Datei:Mahnmal in Thalgauer Gerichtsgarten.jpg|Mahnmal in Thalgauer Gerichtsgarten, helle Säule halbrechts im Hintergrund | ||
Datei:NS Mahnmal-Inschrift in Thalgau.jpg|NS-Mahnmal in Thalgauer Gerichtsgarten, Frontansicht mit Inschrift | Datei:NS Mahnmal-Inschrift in Thalgau.jpg|NS-Mahnmal in Thalgauer Gerichtsgarten, Frontansicht mit Inschrift | ||
| − | Datei:Denkmal-Inschrift Johann Ellmauer in Thalgau.jpg|NS-Mahnmal in Thalgau, Inschrift Ellmauer | + | Datei:Denkmal-Inschrift Johann Ellmauer in Thalgau.jpg|NS-Mahnmal in Thalgau, Inschrift [[Johann Ellmauer]] |
Datei:Weiss Engelbert.jpg|NS-Mahnmal in Thalgau, Inschrift [[Engelbert Weiß]] | Datei:Weiss Engelbert.jpg|NS-Mahnmal in Thalgau, Inschrift [[Engelbert Weiß]] | ||
Datei:Mahnmalinschrift Johann Schroffner, Thalgau.jpg| NS-Mahmal in Thalgau, Inschrift für Pfarrer [[Johann Schroffner]] | Datei:Mahnmalinschrift Johann Schroffner, Thalgau.jpg| NS-Mahmal in Thalgau, Inschrift für Pfarrer [[Johann Schroffner]] | ||
Datei:Gschwandtner Johann.jpg|Gedächtnis-Bodenplatte für Johann Gschwandtner im Thalgauer Gerichtspark | Datei:Gschwandtner Johann.jpg|Gedächtnis-Bodenplatte für Johann Gschwandtner im Thalgauer Gerichtspark | ||
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Version vom 29. Juni 2016, 09:11 Uhr
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Thalgauer Bedenkjahr 2008" wurde in der Flachgauer Marktgemeinde Thalgau im ehemaligen Garten des Bezirksgerichtes am 18. Mai 2008 eine NS-Opfer Gedenkstätte enthüllt. Schon 2001 wurde im Gemeindegebiet ein Mahnmal für die NS-Opfer errichtet.
Beitrag in den Salzburger Nachrichten
Aus diesem Anlass erschien in den Salzburger Nachrichten folgender Artikel:
Als Unrecht geschah: Thalgau erinnert sich.
Mehr als 2 000 Besucher gestalteten das „Thalgauer Bedenkjahr 2008“ zu einem beeindruckenden und vorbildhaften Ereignis der „Kultur des gemeinsamen Erinnerns“.
Das Kreuz wollt ihr uns rauben? All unser Heil und Licht!
Nein, nein, ihr könnt es glauben. Das Kreuz bekommt ihr nicht!
Mit der Uraufführung des verschollenen Kreuzliedes von Pfarrer Leonhard Steinwender durch das Vokalensemble „G. Stimmt“ des erzbischöflichen Gymnasiums Borromäum und der Ausstellung „Blutzeugen des Glaubens“ über den Thalgauer Pfarrer Johann Schroffner, der nach Thalgau einem grauenhaften Martyrium 1940 im KZ Buchenwald durch die Todesspritze ums Leben gekommen war, wurde am 29. Februar 2008 das „Thalgauer Bedenkjahr 2008“ eröffnet.
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“: Durch die personalisierte Erinnerung gab die zweite Veranstaltung „Gesichter im Schatten“ im Rahmen der 17. Bildungswoche „Hut ab vor diesen Bekennern“ den fünf Thalgauer Opfern der Euthanasiemaschinerie in Hartheim eine einfühlsame und würdige Erinnerung.
Mit den Worten des Salzburger Schriftstellers Karl-Markus Gauß – „Als Unrecht geschah, haben viele mitgemacht: aus Verblendung oder weil es ihr Vorteil war. Als Unrecht geschah, haben viele weggeschaut: aus Angst oder weil sie ihre Ruhe haben wollten.“ – ist am 18. Mai im einst als NS-Heldenhain geplanten, heutigen Gerichtspark die NS-Gedenkstätte der Marktgemeinde Thalgau enthüllt worden.
Einzigartig für Österreich werden unterschiedliche Konfessionen und politische Gesinnungen an einem Mahnmal vereint.
Der Themenabend „Portrait der Verzweiflung“ vollzog den Weg des Thalgauer Ehepaares Hellmuth und Ili Stieff in den aktiven Widerstand gegen Hitler und sein Regime nach.
Ausstellung
Ausstellung „Schicksal zwischen Liebe und Gewissen“ zeigte das innere, immer qualvolle Ringen, das Zögern und die Verzweiflung um die Entscheidung des Offiziers Hellmuth Stieff für eine Beteiligung am Attentat, in der Hoffnung auf das Gelingen, aber auch im Wissen um das tödliche Risiko, auf.
Widerstand
„Endstation in Moabit“ schilderte die Entscheidungen der Thalgauer Heimatsöhne Engelbert Weiß und Johann Ellmauer, sich als revolutionäre Sozialisten und Bibelforscher dem Diktat der Nationalsozialisten mit der Konsequenz entgegenzustellen, den Tod durch das Fallbeil zu erleiden.
Den Abschluss des Gedenkbogens einer neuen „Kultur des gemeinsamen Erinnerns“ zum Anlass „70 Jahre Anschluss“ bildete die Veranstaltung „Die Macht der Tracht“ am Freitag, 24. Oktober 2008.
Bildergalerie
NS-Mahnmal in Thalgau, Inschrift Johann Ellmauer
NS-Mahnmal in Thalgau, Inschrift Engelbert Weiß
NS-Mahmal in Thalgau, Inschrift für Pfarrer Johann Schroffner
Gedächtnis-Bodenplatte für Zäzilia Michelitsch
Gedächtnis-Bodenplatte für Maria Lindinger
Gedächtnis-Bodenplatte für Angela Neumayer
Gedächtnis-Bodenplatte für Franz Schroffner
Quellen
- Salzburger Nachrichten
- Thalgau Geschichte