Bruckbergkanal: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Ortsteile Zeller Moos und Schüttdorf wurden auf einem Sumpfgebiet errichtet, das vom nacheiszeitlich sehr viel größeren [[Zeller See]] geflutet war. In diesem ehemaligen Sumpfgebiet ist trotz vieler Aufschüttungen einerseits der Grundwasserspiegel sehr hoch, andererseits ist das Gebiet trotz Verbauungen von [[Graben|Gräben]] wie dem [[Schüttbachgraben]] und dem [[Alpenblickgraben-Sperre|Alpenblick-Graben]] durch [[Hochwasser]]ereignisse wie jene im Juni 2013 stark gefährdet. Der Bruckbergkanal ist daher ein für die genannten Ortsteile überaus wichtiger Entwässerungskanal, der im Zuge der Diskussion über Varianten der [[Umfahrung Schüttdorf]] aber nun ebenfalls zu einem Spielball der Interessen geworden ist.  
 
Die Ortsteile Zeller Moos und Schüttdorf wurden auf einem Sumpfgebiet errichtet, das vom nacheiszeitlich sehr viel größeren [[Zeller See]] geflutet war. In diesem ehemaligen Sumpfgebiet ist trotz vieler Aufschüttungen einerseits der Grundwasserspiegel sehr hoch, andererseits ist das Gebiet trotz Verbauungen von [[Graben|Gräben]] wie dem [[Schüttbachgraben]] und dem [[Alpenblickgraben-Sperre|Alpenblick-Graben]] durch [[Hochwasser]]ereignisse wie jene im Juni 2013 stark gefährdet. Der Bruckbergkanal ist daher ein für die genannten Ortsteile überaus wichtiger Entwässerungskanal, der im Zuge der Diskussion über Varianten der [[Umfahrung Schüttdorf]] aber nun ebenfalls zu einem Spielball der Interessen geworden ist.  
 
==Verknüpfung mit der Umfahrung Schüttdorf==
 
==Verknüpfung mit der Umfahrung Schüttdorf==
Der notwendige Umbau, bzw. die geplante Umleitung von Teilen des Kanals, dessen unterirdisch verlaufende Teilstrecke im Bestand eine geringere Kapazität als im offenen Gerinne aufweist, wird nun ähnlich wie der Hochwasserschutz an der [[Salzach]] auf Brucker Gemeindegebiet in problematischer Weise mit der Umsetzung einer der [[Umfahrung Schüttdorf|Umfahrungs-Varianten]] verknüpft, wobei die damit verbundenen, vorgeblich geringeren Errichtungskosten, als schlagendes Argument eingesetzt werden.
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Der notwendige Umbau, bzw. die ins Auge gefasste Umleitung von Teilen des Kanals, dessen unterirdisch verlaufende Teilstrecke im Bestand eine geringere Kapazität als im offenen Gerinne aufweist, wird nun ähnlich wie der Hochwasserschutz an der [[Salzach]] auf Brucker Gemeindegebiet in problematischer Weise mit der Umsetzung einer der [[Umfahrung Schüttdorf|Umfahrungs-Varianten]] verknüpft, wobei die damit verbundenen, vorgeblich geringeren Errichtungskosten, als schlagendes Argument eingesetzt werden.
  
 
==Bildergalerie==
 
==Bildergalerie==

Version vom 25. Juni 2014, 09:06 Uhr

Der Bruckbergkanal ist ein Entwässerungskanal im Gemeindegebiet von Zell am See.

Verlauf

Er beginnt beim Fußballplatz westlich des Ortsteiles Zeller Moos (Zell am See) und führt als offenes Gerinne in west-östlicher Richtung am Nordrand der Siedlung entlang bis zum Lagerplatz des Baumarktes Ebster an der Kapruner Straße. Von dort wird er unterirdisch in einem geschlossenen Rechteckprofil mit geringerer Kapazität bis in das östlich der Kapruner Straße und des Techno-Z befindliche Gewerbegebiet weitergeleitet. Im Gewerbegebiet tritt der Bruckbergkanal wieder als offenes Gerinne zu Tage.

Das Gerinne verläuft nun am Südrand der dort befindlichen Geschäftsgebäude entlang. Anschließend verläuft es nördlich des neuen Flughafengeländes weiter Richtung Osten. Es unterquert die Entlastungsstraße, die vom südlichen der beiden Schüttdorfer Kreisverkehre Richtung Westen führt und verläuft weiter südlich des Geländes des Autohauses Porsche. Ab dem Autohaus verläuft der Kanal weiter als offenes Gerinne nach Südosten, wendet sich nach Süden, wird dann ein kurzes Stück nach Südwesten geführt, um dann im rechten Winkel weiter nach Südosten zu verlaufen.

Südlich des Kreisverkehrs bei der Kreuzung der B 311 mit der Thumersbacher Straße unterquert der Kanal unterirdisch einen Teil des dort befindlichen Grünlandes, anschließend die Begleitstraße zur B 311, die B 311 und die Westbahntrasse. Nach dieser tritt der Kanal wieder als offenes Gerinne zu Tage, das nach wenigen hundert Metern in den Seekanal einmündet. Dieser mündet nach einer rund 500 m langen weiteren Fließstecke über ein Wehr mit Pumpwerk in die Salzach ein.

Die Gesamtlänge des Bruckbergkanals im Bestand beträgt knapp drei Kilometer.

Funktion

Die Ortsteile Zeller Moos und Schüttdorf wurden auf einem Sumpfgebiet errichtet, das vom nacheiszeitlich sehr viel größeren Zeller See geflutet war. In diesem ehemaligen Sumpfgebiet ist trotz vieler Aufschüttungen einerseits der Grundwasserspiegel sehr hoch, andererseits ist das Gebiet trotz Verbauungen von Gräben wie dem Schüttbachgraben und dem Alpenblick-Graben durch Hochwasserereignisse wie jene im Juni 2013 stark gefährdet. Der Bruckbergkanal ist daher ein für die genannten Ortsteile überaus wichtiger Entwässerungskanal, der im Zuge der Diskussion über Varianten der Umfahrung Schüttdorf aber nun ebenfalls zu einem Spielball der Interessen geworden ist.

Verknüpfung mit der Umfahrung Schüttdorf

Der notwendige Umbau, bzw. die ins Auge gefasste Umleitung von Teilen des Kanals, dessen unterirdisch verlaufende Teilstrecke im Bestand eine geringere Kapazität als im offenen Gerinne aufweist, wird nun ähnlich wie der Hochwasserschutz an der Salzach auf Brucker Gemeindegebiet in problematischer Weise mit der Umsetzung einer der Umfahrungs-Varianten verknüpft, wobei die damit verbundenen, vorgeblich geringeren Errichtungskosten, als schlagendes Argument eingesetzt werden.

Bildergalerie

Die folgenden Bilder illustrieren den Verlauf des Bruckbergkanals, soweit dessen Fließstrecke zugänglich ist.

Quellen

  • 3221 – West Zell am See, Topographische Karte mit Wegmarkierungen, Österreichische Karte 1:25 000V, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien 2008
  • Gespräche mit betroffenen Zeller Mooser Bürgern und Bürgerinnen
  • Eigene Begehung des Kanalufers