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Version vom 2. Februar 2014, 17:50 Uhr

Die Pädagogische Hochschule Salzburg (PH) ist eine der Lehrerausbildungsanstalten des Bundes für Volks- und Hauptschullehrer.
Geschichte
Die Geschichte der Lehrerausbildung geht in Salzburg auf das Jahr 1790 zurück, in dem Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo das Salzburger Schullehrer-Seminar ins Leben rief und Franz Michael Vierthaler mit dessen Leitung betraute.
Die Entwicklungsstufen der Ausbildung umfassten
- das genannte Schullehrerseminar (ab 1790);
- die Lehrerbildungsanstalt (ab 1869);
- die Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg (ab 1968);
- die Pädagogische Hochschule Salzburg (seit 2005).
Die Lehrerbildungsanstalt widmete sich bis 1968 der Ausbildung der Pflichtschullehrer. 1968 wurde sie in die „Pädagogische Akademie des Bundes in Salzburg“ („Pädak“) umgewandelt, die nun ihren Betrieb am neuen Standort in der – ihr zu Ehren so benannten – Akademiestraße aufnahm.
2005 beschloss das österreichische Parlament, die Lehrerbildung zu akademisieren und Pädagogische Akademien und Pädagogische Institute wurden in Pädagogische Hochschulen umgewandelt. Nach sechs Semestern schließen die Absolvent/innen ihr Studium mit einem Bakkalaureat ab. Anschließend kann der ausgebildete Lehrer/ die ausgebildete Lehrerin, wenn er/ sie zwei bis vier weitere Semester an einer Universität studiert, den akademischen Grad des Masters erlangen.
Die Reform trat in Salzburg mit 8. Oktober 2007 in Kraft.
Vor der Weihnachtsfeier am 20. Dezember 2012 flammte an der Pädagogischen Hochschule Salzburg eine Diskussion darüber auf, ob man angesichts der immer kritischer hinterfragten NS-Vergangenheit von Tobias Reiser d. Ä. dessen Musik noch bei offiziellen Anlässen der PH spielen sollte. Eine Entscheidung über den generellen Umgang mit Tobi Reiser wollte die Führung der Hochschule nach genauerer Prüfung fällen.
Organisation
An der Spitze der Hochschule steht eine Rektorin, Elfriede Windischbauer, mit zwei Vizerektoren/ Vizerektorinnen, Elisabeth Seethaler und Christoph Kühberger. Dem Rektorat zur Seite gestellt sind der Hochschulrat, die Studienkommission und die Gleichbehandlungskommission.
Die Pädagogische Hochschule Salzburg verfügt über fünf Institute:
- Institut für Fort- und Weiterbildung Grundstufe und Koordination Sekundarstufe I
- Institut für Fort- und Weiterbildung Sekundarstufe II
- Institut für Fachdidaktik, Unterrichts- und Schulentwicklung
- Institut für Bildungswissenschaften und Forschung
- Institut für Gesellschaftliches Lernen und Politische Bildung
Darüber hinaus verfügt die Pädagogische Hochschule über zwei Praxisschulen (Praxis-Volksschule und Praxis-Neue-Mittelschule), sowie über eine Praxistagesstätte (Die Insel - Haus der Jugend).
In drei Center of Competences wird an wichtigen inhaltlichen Schwerpunkten der Lehrerbildung gearbeitet:
- Diversity-Pädagogik
- Medienpädagogik
- Neue Lernformen
Daten (2012/2013)
Im Studienjahr 2012/2013 sind insgesamt ca. 1 200 Studierende für die Ausbildungsgänge Sonderschule, Volksschule, Hauptschule/ Neue Mittelschule und Berufsschule inskribiert. In der Fort- und Weiterbildung sind für die Veranstaltungen 26 000 Anmeldungen zu verzeichnen.
Adresse
- Akademiestraße 23
- 5020 Salzburg
- Telefon: 06 62 - 63 88-0
Siehe auch
Weblinks
Quellen
- Salzburger Nachrichten, u.a. 9. November 2011 und 22. Dezember 2012
- Homepage PH
- Artikel Salzburger Schullehrerseminar, Franz Michael Vierthaler, Salzburger Lehrerbildungsanstalt