| | ''T. sylvestris'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] aus allen Landesteilen nachgewiesen worden und ist eine der häufigsten Dickkopffalter-Arten im Land. Die Höhenverbreitung ist aber eher gering und nur von rund 400 bis 1450 m, in Einzelexemplaren bis 2000 m belegt. Die Art bewohnt vor allem trockene wie feuchte Magerwiesen, Sumpfwiesen und Flach[[moor]]e, ist regelmäßig aber auch in blütenreichen Hochstaudenfluren, an Weg- und sonnigen [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>rändern und sogar auf angrenzenden Fettwiesen, im Siedlungsgebiet und in Gärten anzutreffen. Für ein dauerhaftes Vorkommen benötigt sie aber mehrjährige [[Gräser]], die nicht gemäht werden. ''T. sylvestris'' fliegt in einer Generation im Jahr von Juni bis August, mit dem Häufigkeitsmaximum im [[Juli]] (Kurz & Kurz 2025, GBIF Austria 2025). | | ''T. sylvestris'' ist in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] aus allen Landesteilen nachgewiesen worden und ist eine der häufigsten Dickkopffalter-Arten im Land. Die Höhenverbreitung ist aber eher gering und nur von rund 400 bis 1450 m, in Einzelexemplaren bis 2000 m belegt. Die Art bewohnt vor allem trockene wie feuchte Magerwiesen, Sumpfwiesen und Flach[[moor]]e, ist regelmäßig aber auch in blütenreichen Hochstaudenfluren, an Weg- und sonnigen [[Wald (Pflanzenformation)|Wald]]<nowiki></nowiki>rändern und sogar auf angrenzenden Fettwiesen, im Siedlungsgebiet und in Gärten anzutreffen. Für ein dauerhaftes Vorkommen benötigt sie aber mehrjährige [[Gräser]], die nicht gemäht werden. ''T. sylvestris'' fliegt in einer Generation im Jahr von Juni bis August, mit dem Häufigkeitsmaximum im [[Juli]] (Kurz & Kurz 2025, GBIF Austria 2025). |
| | Die Falter beginnen ihre tageszeitliche Aktivität spätestens ab 10 Uhr MEZ und sind fliegend noch bis gegen 19 Uhr MEZ anzutreffen (in einem Bereich von 18,5 °C bis 27,5 °C und bei einem Bewölkungsgrad von 0/8 bis 2/8, aber auch bei bedecktem Himmel). Auch die Nektaraufnahme beginnt ab 10 Uhr MEZ, wurde am Abend aber nur bis gegen 17 Uhr MEZ beobachtet. Die Copula scheint bevorzugt gegen Mittag stattzufinden (12 bis 13 Uhr MEZ, n = 2, alle Daten nach Kurz & Kurz 2025). Als Nektarquellen sind bisher vor allem weiße, rosafarbene bis rote Blüten mit mäßig langer Kronröhre dokumentiert (Daten auch außerhalb von Salzburg, in alphabetischer Reihenfolge): ''[[Dianthus pontederae]]'' (Pannonische Karthäuser-Nelke), ''[[Eupatorium cannabinum]]'' (Gewöhnlicher Wasserdost), ''Knautia'' sp. (Witwenblumen), ''[[Origanum vulgare]]'' (Oregano, Echter Dost), ''[[Orlaya grandiflora]]'' (Strahlen-Breitsame, Strahlendolde) und ''[[Trifolium pratense]]'' (Wiesenklee). Dabei tritt ''T. sylvestris'', neben Faltern der eigenen Art, in Konkurrenz durch Ressourcennutzung zu zahlreichen anderen tagaktiven Schmetterlingen, besonders aus den Familien der [[Papilionidae]], [[Hesperiidae]], [[Pieridae]], [[Lycaenidae]], [[Nymphalidae]] und [[Zygaenidae]] (Kurz & Kurz 2025). | | Die Falter beginnen ihre tageszeitliche Aktivität spätestens ab 10 Uhr MEZ und sind fliegend noch bis gegen 19 Uhr MEZ anzutreffen (in einem Bereich von 18,5 °C bis 27,5 °C und bei einem Bewölkungsgrad von 0/8 bis 2/8, aber auch bei bedecktem Himmel). Auch die Nektaraufnahme beginnt ab 10 Uhr MEZ, wurde am Abend aber nur bis gegen 17 Uhr MEZ beobachtet. Die Copula scheint bevorzugt gegen Mittag stattzufinden (12 bis 13 Uhr MEZ, n = 2, alle Daten nach Kurz & Kurz 2025). Als Nektarquellen sind bisher vor allem weiße, rosafarbene bis rote Blüten mit mäßig langer Kronröhre dokumentiert (Daten auch außerhalb von Salzburg, in alphabetischer Reihenfolge): ''[[Dianthus pontederae]]'' (Pannonische Karthäuser-Nelke), ''[[Eupatorium cannabinum]]'' (Gewöhnlicher Wasserdost), ''Knautia'' sp. (Witwenblumen), ''[[Origanum vulgare]]'' (Oregano, Echter Dost), ''[[Orlaya grandiflora]]'' (Strahlen-Breitsame, Strahlendolde) und ''[[Trifolium pratense]]'' (Wiesenklee). Dabei tritt ''T. sylvestris'', neben Faltern der eigenen Art, in Konkurrenz durch Ressourcennutzung zu zahlreichen anderen tagaktiven Schmetterlingen, besonders aus den Familien der [[Papilionidae]], [[Hesperiidae]], [[Pieridae]], [[Lycaenidae]], [[Nymphalidae]] und [[Zygaenidae]] (Kurz & Kurz 2025). |
| − | Über die Entwicklungsstadien von ''T. sylvestris'' liegen aus Salzburg keine dokumentierten Daten vor. Nach Lepiforum (2025) fressen die Raupen an den Blättern verschiedenster mehrjähriger [[Gräser]], allen voran ''[[Holcus lanatus]] (Wolliges Honiggras)'' und ''[[Holcus mollis]]'' (Woiches Honiggras). | + | Über die Entwicklungsstadien von ''T. sylvestris'' liegen aus Salzburg keine dokumentierten Daten vor. Nach Lepiforum (2025) fressen die Raupen an den Blättern verschiedenster mehrjähriger [[Gräser]], allen voran ''[[Holcus lanatus]] (Wolliges Honiggras)'' und ''[[Holcus mollis]]'' (Weiches Honiggras). |
| − | Wegen der weiten Verbreitung im Land und der Häufigkeit der Art ist zurzeit keine Gefährdung gegeben, auch wenn magere, nicht gemähte Wiesen für die Larvalentwicklung benötigt (Einstufung LC nach Embacher et al. 2025). | + | Wegen der weiten Verbreitung im Land und der Häufigkeit der Art ist zurzeit keine Gefährdung gegeben, auch wenn magere, nicht gemähte Wiesen für die Larvalentwicklung benötigt werden (Einstufung LC nach Embacher et al. 2025). |