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| − | [[Datei:Walshr.jpg|400px|thumb|Amer Hrustanovic]] | + | [[Datei:Walshr.jpg|400px|thumb|[[Amer Hrustanovic]]]] |
| | Der '''Athletic Club Wals''' (A.C. Wals) ist ein Ringerklub aus der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. | | Der '''Athletic Club Wals''' (A.C. Wals) ist ein Ringerklub aus der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Nach der Auflösung der Ringer-Sektion des [[SAK 1914]], der bereits mehrere Walser angehört hatten, gründete Matthias "Hias" Berger [[1952]] den Athletic Klub Wals. Aus dem A.K. Wals wurde schon bei der Gründung der A.C., weil die Vereinsbehörde "Club" statt "Klub" in die Dokumente eintrug. Gleich der erste Kampf gegen Germania Dettingen, eine starke hessische Staffel, endete im August 1952 mit einem 5:2-Sieg. Die erste Heimstätte war der Saal des Gasthauses Santner. Dort belegten Hund und Katzen des Wirtes tagsüber die Ringermatte, ehe abends trainiert wurde. Rasch wurde der Andrang zu Kämpfen so groß, dass der Saal oft völlig überfüllt war. | + | Nach der Auflösung der Ringer-Sektion des [[SAK 1914]], der bereits mehrere Walser angehört hatten, gründete Matthias "Hias" Berger am [[28. August]] [[1952]] den Athletic Klub Wals. Aus dem A.K. Wals wurde schon bei der Gründung der A.C., weil die Vereinsbehörde "Club" statt "Klub" in die Dokumente eintrug. Gleich der erste Kampf gegen Germania Dettingen, eine starke hessische Staffel, endete im August 1952 mit einem 5:2-Sieg. Die erste Heimstätte war der Saal des Gasthauses Santner. Dort belegten Hund und Katzen des Wirtes tagsüber die Ringermatte, ehe abends trainiert wurde. Rasch wurde der Andrang zu Kämpfen so groß, dass der Saal oft völlig überfüllt war. |
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| | Erst im Sommer gegründet, fuhr die Mannschaft im November nach Graz, wo es in den Kammersälen um die Felix-Tappler-Trophäe für den besten Club der Nation ging. Die Vorzeichen waren ungünstig: Der sehr wichtige Peter Enzinger durfte nicht eingesetzt werden, weil die Anmeldefrist verpasst worden war. Dennoch begannen die Walser mit einem 5:3-Sieg gegen Vorwärts Linz, dann wurde Hallein 6:2 abgefertigt und gegen Vorwärts Graz reichte ein 4:4 – drei Monate nach der von Hias Berger initiierten Clubgründung war der A.C. Wals schon österreichischer Meister. | | Erst im Sommer gegründet, fuhr die Mannschaft im November nach Graz, wo es in den Kammersälen um die Felix-Tappler-Trophäe für den besten Club der Nation ging. Die Vorzeichen waren ungünstig: Der sehr wichtige Peter Enzinger durfte nicht eingesetzt werden, weil die Anmeldefrist verpasst worden war. Dennoch begannen die Walser mit einem 5:3-Sieg gegen Vorwärts Linz, dann wurde Hallein 6:2 abgefertigt und gegen Vorwärts Graz reichte ein 4:4 – drei Monate nach der von Hias Berger initiierten Clubgründung war der A.C. Wals schon österreichischer Meister. |
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| − | Die ersten Aushängeschilder des Vereins waren [[Bartholomäus Brötzner (senior)|Bartl Brötzner]] und sein Bruder [[Georg Brötzner (Braitenbauer)|Georg]]. Alle waren ab [[1947]] für den SAK aktiv und [[1950]] als Legionäre mit dem A.C. Bad Reichenhall [[Walser Ringer als Deutsche Meister (1950)|deutscher Mannschaftsmeister]] geworden. Bartl Brötzner errang in seiner Karriere drei Olympiateilnahmen, zehn Einzel- und neun Mannschaftstitel in Österreich. 1956 in Australien waren bereits zwei Walser Sportler Olympioniken: Bartl Brötzner und [[Eugen Wiesberger]] erreichten die Ränge vier und sieben. Sie begründeten eine lange olympische Tradition, denn der Club stellte von 1952 bis 1992 bei allen Sommerspielen mindestens einen Teilnehmer. | + | Die ersten Aushängeschilder des Vereins waren [[Bartholomäus Brötzner senior|Bartl Brötzner]] und sein Bruder [[Georg Brötzner (Braitenbauer)|Georg]]. Alle waren ab [[1947]] für den SAK aktiv und [[1950]] als Legionäre mit dem A.C. Bad Reichenhall [[Walser Ringer als Deutsche Meister (1950)|deutscher Mannschaftsmeister]] geworden. Bartl Brötzner errang in seiner Karriere drei Olympiateilnahmen, zehn Einzel- und neun Mannschaftstitel in Österreich. 1956 in [[Australien]] waren bereits zwei Walser Sportler Olympioniken: Bartl Brötzner und [[Eugen Wiesberger]] erreichten die Ränge vier und sieben. Sie begründeten eine lange olympische Tradition, denn der Club stellte von 1952 bis 1992 bei allen Sommerspielen mindestens einen Teilnehmer. |
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| − | In den [[1960er]]- und frühen [[1970er]]-Jahren zählte der Walser [[Franz Berger (Ringer)|Franz Berger]] mit 27 Staatsmeistertiteln in der allgemeinen Klasse und vier Olympiateilnahmen zwischen [[1960]] und [[1972]] zu den Topathleten. Bei der EM in Ostberlin [[1970]] errang er die Bronzemedaille. Auch [[Josef Brötzner]] konnte in den 1970er-Jahren mit 13 Staatsmeistertiteln und Olympiateilnahmen aufwarten. | + | In den [[1960er]]- und frühen [[1970er]]-Jahren zählte der Walser [[Franz Berger (Ringer)|Franz Berger]] mit 27 Staatsmeistertiteln in der allgemeinen Klasse und vier Olympiateilnahmen zwischen [[1960]] und [[1972]] zu den Topathleten. Bei der EM in Ostberlin [[1970]] errang er die Bronzemedaille. Auch [[Josef Brötzner II|Josef Brötzner]] konnte in den 1970er-Jahren mit 13 Staatsmeistertiteln und Olympiateilnahmen aufwarten. |
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| | In den [[1980er]]-Jahren bestimmten vor allem die Olympiastarter und oftmaligen Staatsmeister [[Bartholomäus Brötzner II]], [[Alexander Neumüller]] und [[Georg Marchl]] das Vereinsgeschehen. Letzterer holte [[1982]] in Colorado Springs den ersten Weltmeistertitel (Junioren) für den A.C. Wals. [[1983]] avancierte der heutige sportliche Leiter [[Max Außerleitner]] zum Chef-Trainer des Vereins. [[1992]] erreichte [[Anton Marchl]] den 6. Platz bei den Olympischen Spielen in Barcelona, zugleich der bislang letzte gebürtige Walser Olympiateilnehmer im Ringen. | | In den [[1980er]]-Jahren bestimmten vor allem die Olympiastarter und oftmaligen Staatsmeister [[Bartholomäus Brötzner II]], [[Alexander Neumüller]] und [[Georg Marchl]] das Vereinsgeschehen. Letzterer holte [[1982]] in Colorado Springs den ersten Weltmeistertitel (Junioren) für den A.C. Wals. [[1983]] avancierte der heutige sportliche Leiter [[Max Außerleitner]] zum Chef-Trainer des Vereins. [[1992]] erreichte [[Anton Marchl]] den 6. Platz bei den Olympischen Spielen in Barcelona, zugleich der bislang letzte gebürtige Walser Olympiateilnehmer im Ringen. |
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| − | Danach musste man vermehrt auf Legionäre setzen, um den Standard als Serienmannschaftsmeister zu wahren. Seit [[1994]] besitzt der A.C. Wals ein modernes Trainingszentrum im ersten Stock des Feuerwehrhauses. [[1997]] sorgte [[Nina Strasser]] mit dem dritten Platz bei den Europameisterschaften in Warschau für den ersten Medaillengewinn der Walser Frauenabteilung. Bei den [[Olympische Sommerspiele 2004 in Athen|Olympischen Spielen 2004 in Athen]] war der A.C. Wals nach 12 Jahren Pause durch [[Lubos Cikel]] und [[Radovan Valach]] vertreten. | + | Danach musste man vermehrt auf Legionäre setzen, um den Standard als Serienmannschaftsmeister zu wahren. Seit [[1994]] besitzt der A.C. Wals ein modernes Trainingszentrum im ersten Stock des Feuerwehrhauses. [[1997]] sorgte [[Nina Strasser]] mit dem dritten Platz bei den Europameisterschaften in Warschau für den ersten Medaillengewinn der Walser Frauenabteilung. Bei den [[Olympische Sommerspiele 2004 in Athen|Olympischen Spielen 2004 in Athen]] war der A.C. Wals nach zwölf Jahren Pause durch [[Lubos Cikel]] und [[Radovan Valach]] vertreten. |
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| | Das aktuelle Aushängeschild des Vereins ist [[Amer Hrustanovic]], der bei seiner ersten Olympiateilnahme 2012 in London Platz 10 belegte und bei der EM 2014 in [[Finnland]] die Bronzemedaille gewann. | | Das aktuelle Aushängeschild des Vereins ist [[Amer Hrustanovic]], der bei seiner ersten Olympiateilnahme 2012 in London Platz 10 belegte und bei der EM 2014 in [[Finnland]] die Bronzemedaille gewann. |
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| | *''60 Jahre A.C. Wals. Eine Erfolgsgeschichte. A.C. Wals 2012.'' | | *''60 Jahre A.C. Wals. Eine Erfolgsgeschichte. A.C. Wals 2012.'' |
| | * [[Joachim Glaser|Glaser, Joachim]]: ''Als das Ringen in Wals noch auf der Hundematte stattfand'', [[SN]] 26. November 2012 | | * [[Joachim Glaser|Glaser, Joachim]]: ''Als das Ringen in Wals noch auf der Hundematte stattfand'', [[SN]] 26. November 2012 |
| − | * [https://www.sn.at/sport/regionalsport/ringen-a-c-wals-kuerte-sich-zum-53-mal-zum-mannschaftsmeister-80359585 ''A. C. Wals kürte sich zum 53. Mal zum Mannschaftsmeister''], SN 8. Dezember 2019 | + | * [[Christoph Pichler|Pichler, Christoph]]: [https://www.sn.at/sport/regionalsport/ringen-a-c-wals-liess-zu-hause-nichts-mehr-anbrennen-80359585 ''A. C. Wals ließ zu Hause nichts mehr anbrennen''], SN 9. Dezember 2019 |
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