Alexander Neumüller

Aus SALZBURGWIKI
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Alexander Neumüller (* 3. Februar 1966 in der Stadt Salzburg) ist ein Polizeibediensteter, Sicherheitsexperte, Wissenschaftler und ehemaliger Spitzensportler im Ringen. Er vertrat Österreich bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul, Südkorea[1] und war im Laufe seiner mehr als 35-jährigen Polizeilaufbahn in verschiedenen nationalen und internationalen Sicherheits- und Polizeimissionen tätig.

Sportliche Laufbahn

Alexander Neumüller wuchs in Großgmain auf und kam rein zufällig zum Ringersport: Weil er als Fußballspieler in der Jugendmannschaft von Grünau nach einem groben Foul für sechs Monate gesperrt worden war, schickte ihn sein Vater kurzerhand nach Bad Reichenhall zum Ringen. Quasi auf Anhieb wurde Neumüller deutscher Jugendmeister[2] und wechselte in der Folge zum AC Wals. Hier entwickelte er sich mit drei weiteren Juniorentiteln bei Österreichischen Meisterschaften und 19 Titeln in der Allgemeinen Klasse zu einem der erfolgreichsten Sportler, die je in Wals auf der Matte standen und zu einem der erfolgreichsten österreichischen Ringer seiner Generation.

Neumüller war als einer der ersten Heeressportler Ende der 1980er-Jahre im Heeres-Leistungssportzentrum Rif stationiert und nahm an vier Weltmeisterschaften, vier Europameisterschaften und den Olympischen Spielen 1988 in Seoul (Südkorea) teil, wo er den neunten Rang im griechisch-römischen Stil der Superschwergewichtsklasse erreichte. Sein größter internationaler Erfolg war der vierte Platz bei der Weltmeisterschaft in Rom, Italien, 1990[3] ist bis heute das beste Weltmeisterschaftsresultat eines Walser Ringers.

In der Mannschaft des AC Wals war er bis Mitte der 2000er-Jahre an zahlreichen Mannschaftsmeistertiteln beteiligt. Dabei reiste er als Angehöriger des UNMIK-Kontingents des österreichischen Innenministeriums zeitweise sogar aus dem Kosovo zu Wettkämpfen an. 1997 hätte ein Kreuzbandriss seine Karriere beinahe frühzeitig beendet.

Berufliche Laufbahn

Nach seiner sportlichen Karriere trat Neumüller in den österreichischen Polizeidienst ein. Während seiner mehr als 35-jährigen Dienstzeit war er in unterschiedlichen Funktionen im In- und Ausland tätig. Unter anderem war er österreichischer Polizei-Attaché in Georgien mit Mitbetreuung Aserbaidschan, Resident Twinning Advisor in einem EU finanziertem Projekt in der Republik Nordmazedonien tätig. Seit 2021 ist er in verschiedenen Funktionen für die European Union Advisory Mission Ukraine (EUAM Ukraine) [4] tätig. Dort war er unter anderem als Information Security Officer sowie als Mission Security Officer in Kyiv, Odesa und Lviv eingesetzt. Zu seinen Aufgaben zählen Sicherheitsanalysen, Risikobewertungen, Informationssicherheit sowie die Unterstützung des Sicherheitsmanagements der Mission. Er wurde auch als erster österreichischer Polizeiattaché im Irak eingesetzt.

Seine Laufbahn führte ihn unter anderem zum Einsatzkommando Cobra[5], wo er an sicherheitspolizeilichen Einsätzen im In- und Ausland beteiligt war.

Wissenschaftliche Tätigkeit

Neben seiner beruflichen Laufbahn absolvierte Neumüller mehrere akademische Studiengänge.

Im zweiten Bildungsweg absolvierte er von 2011 bis 2013 die Masterstudien Forensic Computing and Internet Investigation an der Universität[6] in Dublin, Irland, und von 2013 bis 2015 Security and Risk Management an der Universität Leicester[7] in Großbritannien, welche er beide mit dem Master of Science abschloss. Dann absolvierte er ein Doktoratsstudium, Advanced Policing, an der Universität John Moores Universität[8] in Liverpool in Großbritannien.

Im Jahr 2026 wurde ihm von der Liverpool John Moores University der akademische Grad Doctor of Philosophy (PhD)[9] verliehen. Seine Forschung beschäftigt sich mit internationaler Polizeikooperation und untersucht insbesondere die Bedeutung von Vertrauen, persönlichen Netzwerken und informellen Kommunikationsstrukturen für den internationalen Informationsaustausch zwischen Sicherheitsbehörden.

Quellen

Einzelnachweise