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| − | [[Bild:Bayern_02.jpg|thumb|Schloss Staufeneck]]
| + | [[Datei:Nahaufnahme von der Ostseite des Schlosses Staufeneck.jpg|thumb|Nahaufnahme von der Ostseite des Schlosses Staufeneck.]] |
| − | [[Datei:Nahaufnahme von der Ostseite des Schlosses Staufeneck.jpg|thumb|Nahaufnahme von der Ostseite des Schlosses Staufeneck]] | + | [[Datei:Schloss Staufeneck, Zugang.JPG|thumb|Schloss Staufeneck, Aufgang zum Schlosstor.]] |
| − | [[Datei:Schloss Staufeneck, Zugang.JPG|thumb|Schloss Staufeneck, Aufgang zum Schlosstor]] | + | [[Datei:DSC07736.JPG|thumb|Schloss Staufeneck und das [[Staufengebirge]].]] |
| − | Das '''Schloss Staufeneck''' befindet sich im [[Rupertiwinkel]] in Bayern zwischen [[Piding]] und [[Bad Reichenhall]]. | + | Das '''Schloss Staufeneck''' befindet sich im [[Rupertiwinkel]] in [[Bayern]] zwischen [[Piding]] und [[Bad Reichenhall]]. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Das Schloss Staufeneck ist von den Herren von Staufeneck, den bedeutendsten Ministerialen der Grafen von Plain, zu Anfang des [[13. Jahrhundert]]s als Burg am Fuß des Hochstaufens erbaut worden. Dieser Platz eignete sich gut zur Überwachung der Salz-Straße und der Mautstelle in Mauthausen. | + | Das Schloss Staufeneck ist von den [[Herren von Staufeneck]], den bedeutendsten [[Ministerialen]] der [[Grafen von Plain]], um 1240 als Burg am Fuß des [[Hochstaufen]]s erbaut worden. Dieser Platz eignete sich gut zur Überwachung der wirtschaftlich wichtigen [[Salzstraße]] und der Mautstelle in Mauthausen. |
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| − | In den Jahren 1305/1306 kaufte der Salzburger Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] die Burg, welche um [[1350]] zum Sitz des Pfleggerichts Staufeneck wurde. Erzbischof [[Leonhard von Keutschach]] ließ die Burg 1506 bis 1513 massiv umbauen (Seither sein „Rübenwappen“ über dem Tor). Unter anderem wurde der um die gesamte Anlage laufende, hölzerne Wehrgang erbaut. Der damit geschaffene Bauzustand hat sich im Wesentlichen bis heute erhalten. | + | In den Jahren [[1305]]/[[1306|06]] kaufte der Salzburger [[Erzbischof]] [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] von den Herren von Staufeneck die Burg, welche um [[1350]] zum Sitz des [[Pfleggericht Staufeneck|Pfleggerichts Staufeneck]] wurde. [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]] ließ die Burg [[1506]] bis [[1513]] erheblich verstärken und ausbauen. Sein "Rübenwappen" findet sich auch über dem Haupttor. Dort findet sich auch die Inschrift: ''Ertzb(ischof) Leonhart zu Salzb(urg) hat das Slos paut und volbracht anno Dom(in)i 1513 Iar''. Unter anderem wurde damals auf den Wehrmauern aufsitzend ein um die gesamte Anlage verlaufender gedeckter hölzerner Wehrgang errichet. Der von Leonhard von Keutschach geschaffene Bauzustand hat sich im Wesentlichen bis heute erhalten. Während der Bauernkriege 1525, aber auch während des Dreißigjährigen Krieges war die Burg von zahlreichen bewaffneten Soldaten gesichert. |
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| − | Im Jahr [[1594]] wurden die salzburgischen Pfleggerichte Plain und Staufeneck zusammengelegt und das Schloss Staufeneck zum gemeinsamen Verwaltungssitz bis [[1805]]. Im Zusammenhang mit dem so genannten „Zauberer-Jackl-Prozess“, eines von 1675 bis 1682 geführten Massen-Hexenprozesses, wurden auf Staufeneck zahlreiche Kinder und Jugendliche verhört und gefoltert. Zum Tode Verurteilte brachte man zur Hinrichtung nach Salzburg. | + | Im Jahr [[1594]] wurden die salzburgischen Pfleggerichte [[Pfleggericht Plain|Plain]] und Staufeneck zusammengelegt und das Schloss Staufeneck zum gemeinsamen Verwaltungssitz bis [[1805]]. Seit 1870 befindet sich die Burg in Privatbesitz. Auch heute ist das Schloss in privaten Händen. |
| − | Die Anlage befindet sich heute in Privatbesitz.
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| | ==Historisches Schützenwesen im Pfleggericht Staufeneck== | | ==Historisches Schützenwesen im Pfleggericht Staufeneck== |
| − | Im Jahr 2010 wurde in Piding in Bayern die "Schützen-Compagnie Stauffenegg" wiederbegründet. Die Nähe zu Salzburg und vor allem die früheren engen geschichtlichen Bezüge zu Salzburg waren für den Verein Anlass, nun auch dem [[Landesverband der Salzburger Schützen]] als Mitglied beizutreten. | + | Im Jahr 2010 wurde in Piding in Bayern die "Schützen-Compagnie Stauffenegg" wiederbegründet. Die Nähe zu Salzburg und vor allem die früheren engen geschichtlichen Bezüge zu Salzburg waren für den Verein Anlass, nun auch dem [[Landesverband der Salzburger Schützen]] als Mitglied beizutreten. Offensichtlich steht dahinter auch das Bestreben, bestehende und bedeutende historische Wurzeln durch die Wiedergründung eines Traditionsvereines neu zu beleben. |
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| − | Offensichtlich steht dahinter auch das Bestreben, bestehende und bedeutende historische Wurzeln durch die Wiedergründung eines Traditionsvereines neu zu beleben.
| + | Die Historie des Schützenwesens im salzburgischen Pfleggericht Staufeneck reicht bis in das Jahr [[1526]] zurück. Auf dem Wehrgang auf Schloss Staufeneck mussten vor allem die Pidinger Bauern laut Urbar von 1562 "wachten, wanns die Not braucht". Sie waren auch verpflichtet die "allzeit einsitzenden" Wildschützen zu bewachen. Die Untertanen durften zur [[Heimwehr]] einen "Thierspieß und eine Armbrust, nach altem Herkommen und Gesetz" besitzen. Allerdings durften die einfachen Bauersleut, diese "Hauswehren" nicht auf den Gassen und zum Kirchgang tragen. Aus dem Urbar von 1562 ist zu ersehen, dass sich zu Staufeneck beim Wirt zu Mauthausen eine Schießstätte auf "dem Schützenlandl" war. Neben der Beteiligung am Vortelschiessen schossen die Schützen ein Salut bei kirchlichen Feiertagen wie Fronleichnam und bei weltlichen Veranstaltungen. Im Jahre 1766 erhielt die "Schützen-Compagnie Stauffenegg" ihre Schützenfahne. Das Pfleggericht war in unterschiedliche Viertel eingeteilt. |
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| − | Die Historie des Schützenwesens im Salzburgischen Pfleggericht Staufeneck reicht bis in das Jahr 1526 zurück. Auf dem Wehrgang auf Schloss Staufeneck mussten vor allem die Pidinger Bauern laut Urbar von 1562 „wachten, wanns die Not braucht“. Sie waren auch verpflichtet die „allzeit einsitzenden“ Wildschützen zu bewachen. Die Untertanen durften zur Heimwehr einen „Thierspieß und eine Armbrust, nach altem Herkommen und Gesetz“ besitzen. Allerdings durften die einfachen Bauersleut, diese „Hauswehren“ nicht auf den Gassen und zum Kirchgang tragen. Aus dem Urbar von 1562 ist zu ersehen, dass sich zu Staufeneck beim Wirt zu Mauthausen eine Schießstätte auf „dem Schützenlandl“ war. Neben der Beteiligung am Vortelschiessen schossen die Schützen ein Salut bei kirchlichen Feiertagen wie Fronleichnam und bei weltlichen Veranstaltungen. Im Jahre 1766 erhielt die „Schützen-Compagnie Stauffenegg“ ihre Schützenfahne. Das Pfleggericht war in unterschiedliche Viertel eingeteilt. | |
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| | ==Bildergalerie== | | ==Bildergalerie== |
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| − | Datei:Schloss Staufeneck und das Staufenmassiv.JPG|Schloss Staufeneck und das Staufenmassiv, das dem Schloss den Namen gab | + | Datei:Wehrgang Schloss Staufeneck.jpg|Wehrgang Schloss Staufeneck |
| − | Datei:DSC07736.JPG|Schloss Staufeneck und [[Staufen]]
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| | Datei:Wappen beim Schlosstor von Staufeneck.jpg|altes Wappen beim Schlosstor von Staufeneck | | Datei:Wappen beim Schlosstor von Staufeneck.jpg|altes Wappen beim Schlosstor von Staufeneck |
| | + | Datei:Siegel von Heinrich von Staufeneck!.png|Siegel von Heinrich von Staufeneck |
| | + | Datei:Alte Zeichnung über den früheren Straßenverlauf in Mauthausen samt der Burg Stauffenegg.jpg|Alte Zeichnung über den früheren Straßenverlauf in Mauthausen samt der Burg Stauffenegg |
| | Datei:Schloss Staufeneck, Blick duch das Burgtor.JPG|Schloss Staufeneck, Blick duch das Schlosstor und zum Wappen | | Datei:Schloss Staufeneck, Blick duch das Burgtor.JPG|Schloss Staufeneck, Blick duch das Schlosstor und zum Wappen |
| | Datei:Schlossinnenhof von Staufeneck.jpg|Schlossinnenhof von Staufeneck | | Datei:Schlossinnenhof von Staufeneck.jpg|Schlossinnenhof von Staufeneck |
| − | Datei:Otsteil Mauthausen der Gemeinnde Piding, hier befand sich einst eine Mautstelle an der Salztaße von Reichenhall nach Teisendorf.jpg|Ortsteil Mauthausen der Gemeinde [[Piding]], hier befand sich einst eine Mautstelle an der Salzstraße von Reichenhall nach Teisendorf
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| − | Datei:Wirtshaus Staufeneck unterhalb des Schlosses Staufeneck.jpg|Wirtshaus Staufeneck unterhalb des Schlosses Staufeneck
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| − | Datei:Historisches Gebäude am Schlossweg in Staufeneck.JPG|Historisches Gebäude am Schlossweg in Staufeneck
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| | Datei:Panoramabild vom Schloß Staufeneck in Richtung Salzburg.JPG|Panoramabild von der Brücke zum Schloss Staufeneck in Richtung Salzburg | | Datei:Panoramabild vom Schloß Staufeneck in Richtung Salzburg.JPG|Panoramabild von der Brücke zum Schloss Staufeneck in Richtung Salzburg |
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| | ==Weblinks== | | ==Weblinks== |
| | * [http://www.agenda21-piding.eu/Wanderpfad_piding.pdf Natur-u. kulturhistorischer Wanderpfad beim Schloss Staufeneck] | | * [http://www.agenda21-piding.eu/Wanderpfad_piding.pdf Natur-u. kulturhistorischer Wanderpfad beim Schloss Staufeneck] |
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| | * Max Wieser: Schloß Staufeneck, Piding 1978 (bereitgetellt von Andreas Hirsch in Bad Reichenhall). | | * Max Wieser: Schloß Staufeneck, Piding 1978 (bereitgetellt von Andreas Hirsch in Bad Reichenhall). |
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