Hexenküche: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Hexenküche Sommer 2021 Lufbild.JPG|thumb|Großglockner-Hochalpenstraße, Abschnitt Hexenküche, Luftbildaufnahme Sommer 2021.]]
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Als '''Hexenküche''' wird ein Gebiet an der [[Großglockner Hochalpenstraße]] zwischen [[Hochmais]] (1 850 [[m ü. A.]]) und der [[Edelweißwand]] (höchster Punkt 2 247 m ü. A.) unterhalb des [[Oberes Nassfeld|oberen Nassfelds]] auf Salzburger Seite der Panoramastraße bezeichnet.
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Als '''Hexenküche''' wird ein Gebiet an der [[Großglockner Hochalpenstraße]] zwischen [[Hochmais (Großglockner Hochalpenstraße)|Hochmais]] (1 850 [[m ü. A.]]) und der [[Edelweißwand]] (höchster Punkt 2 247 m ü. A.) unterhalb des [[Oberes Nassfeld|oberen Nassfelds]] auf Salzburger Seite der Panoramastraße bezeichnet.
  
 
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Auf einem Gebiet von mehreren Hundert Metern im Quadrat finden sich hier besonders eigenartig geformte Felsen, die kreuz und quer über die Hänge verteilt liegen. Durch dieses Gebiet wurde erst ab [[11. Mai]] [[1934]] mit dem Bau der Großglockner Hochalpenstraße begonnen, dann ein jahrelanger [[Variantenstreit der Großglockner Hochalpenstraße]] zwischen dem damaligen [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] und dem Erbauer der Straße, Dipl.-Ing. [[Franz Wallack]] tobte. Wallack setzte sich im Winter 1933/34 mit seiner Variante durch, dem heutigen Verlauf der Straße über die Scheitelstrecke.
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Auf einem Gebiet von mehreren Hundert Metern im Quadrat finden sich hier besonders eigenartig geformte Felsen, die kreuz und quer über die Hänge verteilt liegen. Durch dieses Gebiet wurde erst ab [[11. Mai]] [[1934]] mit dem Bau der Großglockner Hochalpenstraße begonnen, da bis dahin ein jahrelanger [[Variantenstreit der Großglockner Hochalpenstraße]] zwischen dem damaligen [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] und dem Erbauer der Straße, Dipl.-Ing. [[Franz Wallack]] tobte. Wallack setzte sich im Frühjahr 1934 mit seiner Variante durch, dem heutigen Verlauf der Straße über die [[Scheitelstrecke der Großglockner Hochalpenstraße|Scheitelstrecke]].
  
 
==Archäologischer Fund==
 
==Archäologischer Fund==
Bei Baumaßnahmen in diesem Straßenabschnitt wurde vor Jahren eine „Sklavenkette“ geborgen. Sie ist ein seltener Beleg für die Tatsache, dass einst nicht nur Wein, Salz und Viehhäute über die Alpenpässe transportiert, sondern hier auch menschliche „Ware“ gehandelt wurde. Es waren Gefangene, die zur Sklavenarbeit bestimmt, zwangsweise über die Alpen getrieben wurden, wobei sie mittels dieser Kette um den Hals aneinander gefesselt waren.
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Bei Baumaßnahmen in diesem Straßenabschnitt wurde vor Jahren eine "Sklavenkette" geborgen. Sie ist ein seltener Beleg für die Tatsache, dass einst nicht nur [[Wein]], [[Salz]] und Viehhäute über die Alpenpässe [[Saumpfad|gesäumt]], sondern hier auch menschliche "Ware" gehandelt wurde. Es waren Gefangene des Salzburger [[Erzbischof]]s, die zur Sklavenarbeit bestimmt, zwangsweise über die [[Alpen]] nach [[Handel (historisch)|Venedig]] getrieben wurden, wobei sie mittels dieser Kette um den Hals aneinander gefesselt waren.
  
 
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Großglockner Hochalpenstraße Hexenküche 1935.jpg|Unteres Nassfeld (Hexenküche), links im Hintergrund der [[Brennkogel]], im rechten Teil der [[Spielmann]] und unterhalb beider Gipfel das [[Brennkogelkees]], historische Ansichtskarte um 1935.
 
Datei:Grossglockner wandern 44.jpg|Blick von der Hexenküche an der Panoramastraße ins Ferleitental.
 
Datei:Grossglockner wandern 44.jpg|Blick von der Hexenküche an der Panoramastraße ins Ferleitental.
Datei:Grossglockner Hochalpenstrasse Nordrampe Dezember 2019.jpg|Links die Hexenküche, Aufnahme Mitte Dezember 2019.
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Datei:Großglockner Hochalpenstraße Hexenküche 03.jpg|Blick in die Hexenküche.
 
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* Wallack, Franz: ''Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baus'', 1960, Springer Verlag Wien
 
* Wallack, Franz: ''Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baus'', 1960, Springer Verlag Wien
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[[Kategorie:Fusch an der Großglocknerstraße]]

Aktuelle Version vom 27. August 2024, 12:55 Uhr

Großglockner-Hochalpenstraße, Abschnitt Hexenküche, Luftbildaufnahme Sommer 2021.
Felsformationen in der Hexenküche

Als Hexenküche wird ein Gebiet an der Großglockner Hochalpenstraße zwischen Hochmais (1 850 m ü. A.) und der Edelweißwand (höchster Punkt 2 247 m ü. A.) unterhalb des oberen Nassfelds auf Salzburger Seite der Panoramastraße bezeichnet.

Beschreibung

Auf einem Gebiet von mehreren Hundert Metern im Quadrat finden sich hier besonders eigenartig geformte Felsen, die kreuz und quer über die Hänge verteilt liegen. Durch dieses Gebiet wurde erst ab 11. Mai 1934 mit dem Bau der Großglockner Hochalpenstraße begonnen, da bis dahin ein jahrelanger Variantenstreit der Großglockner Hochalpenstraße zwischen dem damaligen Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl und dem Erbauer der Straße, Dipl.-Ing. Franz Wallack tobte. Wallack setzte sich im Frühjahr 1934 mit seiner Variante durch, dem heutigen Verlauf der Straße über die Scheitelstrecke.

Archäologischer Fund

Bei Baumaßnahmen in diesem Straßenabschnitt wurde vor Jahren eine "Sklavenkette" geborgen. Sie ist ein seltener Beleg für die Tatsache, dass einst nicht nur Wein, Salz und Viehhäute über die Alpenpässe gesäumt, sondern hier auch menschliche "Ware" gehandelt wurde. Es waren Gefangene des Salzburger Erzbischofs, die zur Sklavenarbeit bestimmt, zwangsweise über die Alpen nach Venedig getrieben wurden, wobei sie mittels dieser Kette um den Hals aneinander gefesselt waren.

Bildergalerie

weitere Bilder

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Quellen

  • Wallack, Franz: Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baus, 1960, Springer Verlag Wien
  • SALZBURGWIKI-Einträge