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| − | Schwerpunkt ihrer Kulturpolitik war die Förderung " | + | Schwerpunkt ihrer Kulturpolitik war die Förderung "freien" Kulturinitiativen, sie unterstützte auch das [[Jazzit]], setzte sich für die Benennung des [[H.C.-Artmann-Platz]]es und die Verwirklichung der "Theatermesse" ein. Mit dem Kulturreferenten der Stadtregierung, [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] Dr. [[Heinz Schaden]], kam es zu Meinungsverschiedenheiten und schließlich zum Bruch. Unzufrieden war sie mit der kargen Dotierung kultureller Vorhaben, während für die [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität|private medizinische Universität]] und für die [[Olympische Winterspiele 2014|Olympiabewerbung]] ohne Weiteres größere Beträge verausgabt wurden. Als sich Theresa Liegle im Ausschuss des [[Landestheater]]s für die Fortführung des Drei-Sparten-Modells aussprach, folgte ein offener Konflikt. Liegle trat im Februar/März 2003 aus dem SPÖ-Klub aus. |
Für die [[Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2004 (Stadt Salzburg)|Gemeinderatswahl 2004]] tat sie sich mit dem [[LIF]]-Mandatar [[Joachim Lintner]] und dem aus der [[Bürgerliste]] ausgeschlossenen Gemeinderat [[Werner Salmen]] zur [[Liste Salzburg]] zusammen; diese erreichte bei der Wahl 1% der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in das Stadtparlament. | Für die [[Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2004 (Stadt Salzburg)|Gemeinderatswahl 2004]] tat sie sich mit dem [[LIF]]-Mandatar [[Joachim Lintner]] und dem aus der [[Bürgerliste]] ausgeschlossenen Gemeinderat [[Werner Salmen]] zur [[Liste Salzburg]] zusammen; diese erreichte bei der Wahl 1% der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in das Stadtparlament. | ||
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* [[Amtsblatt der Landeshauptstadt Salzburg]], [https://www.stadt-salzburg.at/pdf/amtsblatt_04_2004.pdf Folge 4/2004 vom 1. März 2004,] S. 24 | * [[Amtsblatt der Landeshauptstadt Salzburg]], [https://www.stadt-salzburg.at/pdf/amtsblatt_04_2004.pdf Folge 4/2004 vom 1. März 2004,] S. 24 | ||
Version vom 2. März 2023, 21:48 Uhr
Mag.[1] phil. Theresa Liegle (* 1957 in Niederösterreich) ist AHS-Lehrerin (Englisch und Französisch), Hobby-Musikerin und ehemalige Gemeinderätin der Stadt Salzburg.
Leben
Theresa Liegle entstammt einer katholischen Arbeiter- und Dienstbotenfamilie.
In der Mitte der 1970er-Jahre übersiedelte sie nach Salzburg, um hier zu studieren.
Politische Laufbahn
Theresa Liegle engagierte sich in der SPÖ, der sie ihren Studentenheimplatz verdankte. Kurze Zeit gehörte sie dem BSStÖ (der sozialdemokratischen Abspaltung des damals sehr linksorientierten VSStÖ) an. 1989 trat sie dem Bund sozialistischer Akademiker bei.
Ihre politische Laufbahn wurde von ihrer Mentorin, der AHS-Lehrerin und Vorsitzenden des Gemeinderats-Kulturausschusses Anita Pirker, eingefädelt und kam somit ohne die sonst übliche "Ochsentour" durch die Parteihierarchie aus. Nach der Gemeinderatswahl 1999 zog Liegle in den Salzburger Gemeinderat ein. Im SPÖ-Gemeinderatsklub übernahm sie die Funktion der Kultursprecherin.
Schwerpunkt ihrer Kulturpolitik war die Förderung "freien" Kulturinitiativen, sie unterstützte auch das Jazzit, setzte sich für die Benennung des H.C.-Artmann-Platzes und die Verwirklichung der "Theatermesse" ein. Mit dem Kulturreferenten der Stadtregierung, Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, kam es zu Meinungsverschiedenheiten und schließlich zum Bruch. Unzufrieden war sie mit der kargen Dotierung kultureller Vorhaben, während für die private medizinische Universität und für die Olympiabewerbung ohne Weiteres größere Beträge verausgabt wurden. Als sich Theresa Liegle im Ausschuss des Landestheaters für die Fortführung des Drei-Sparten-Modells aussprach, folgte ein offener Konflikt. Liegle trat im Februar/März 2003 aus dem SPÖ-Klub aus.
Für die Gemeinderatswahl 2004 tat sie sich mit dem LIF-Mandatar Joachim Lintner und dem aus der Bürgerliste ausgeschlossenen Gemeinderat Werner Salmen zur Liste Salzburg zusammen; diese erreichte bei der Wahl 1% der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in das Stadtparlament.
Sonstiges
Theresa Liegle ist Hobby-Musikerin (Klavier und Saxophon) und Mutter zweier Kinder.
Quellen
Einzelnachweis
- ↑ Bis 2006 war "Magister" (männlich) bzw. (seit 1993) "Magistra" (weiblich) der übliche akademische Grad für die meisten Studien auf Master-Niveau. "Mag." ist die gesetzliche (§55 Universitätsgesetz 2002) Abkürzung sowohl für "Magister" als auch für "Magistra", wohingegen aber auch (aus gleichstellungspolitischen Motiven) die Abkürzung "Mag.a" für "Magistra" propagiert und verwendet wird.