Natur- und Europaschutzgebiet Rotmoos-Käfertal: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (korr)
K (Textersetzung - „Hohen Tauern“ durch „Hohen Tauern“)
 
(18 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
Das '''Rotmoos''' im [[Ferleitental]] im [[Pinzgau]] ist eines der bedeutendsten [[Moore|Feuchtgebiete]] im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]].  
+
[[Datei:Ferleitental, Rotmoos 1.jpg|thumb|Teilansicht des Rotmooses im Ferleitental, vom Weg zur [[Trauneralm]] aufgenommen]]
 +
[[Datei:Ferleitental, Rotmoos 3.jpg|thumb|Teilansicht des Rotmooses im Ferleitental, vom Weg zur Trauneralm aufgenommen]]
 +
Das '''Natur- und Europaschutzgebiet Rotmoos-Käfertal''' im [[Ferleitental]] im [[Pinzgau]] ist eines der bedeutendsten [[Moore|Feuchtgebiete]] im [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]].  
  
 
==Daten==
 
==Daten==
Es hat eine Fläche von ca. 58 ha und liegt in der Gemeindegebiet von [[Fusch an der Großglocknerstraße ]]im Talschluss des Fuscher Tales in einer Seehöhe von 1250 - 1300 [[m ü. A.]] inmitten der Hochgebirgslandschaft der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]].
+
Es hat eine Fläche von ca. 58 ha und liegt in der Gemeindegebiet von [[Fusch an der Großglocknerstraße]] im Talschluss des inneren [[Fuscher Tal]]es (Ferleitental) in einer Seehöhe von 1 250 bis 1 300 [[m ü. A.]] inmitten der Hochgebirgslandschaft der [[Hohen Tauern]].
  
 
==Pflanzen==
 
==Pflanzen==
Man findet im Rotmoos zahlreiche für Feuchtgebiete charakteristische Pflanzenarten, unter denen das ''Breitblättrige Knabenkraut'' (Dactylorhiza majalis) - ein Orchideengewächs - besonders hervorzuheben ist, weil es in tausenden Exemplaren vor allem zur Blütezeit im Frühsommer einen unvergesslichen Eindruck vermittelt; diesem Umstand verdankt das innerste Fuscher Tal seinen Beinamen "''Tal der Orchideen''".
+
Man findet im Rotmoos zahlreiche für Feuchtgebiete charakteristische Pflanzenarten, unter denen das ''Breitblättrige Knabenkraut'' (Dactylorhiza majalis) - ein [[Orchideen]]gewächs - besonders hervorzuheben ist, weil es in tausenden Exemplaren vor allem zur Blütezeit im Frühsommer einen unvergesslichen Eindruck vermittelt; diesem Umstand verdankt das innerste Fuscher Tal seinen Beinamen [[Orchideen|"''Tal der Orchideen''"]].
  
 
==Status==
 
==Status==
[[1995]] wurde das Rotmoos im Fuscher Tal als erstes Gebiet im Land Salzburg gemäß Artikel 2 der Ramsar-Konvention<ref>Die Ramsar-Konvention wurde im Jahr 1971 im persischen Ramsar verabschiedet, ihr offizieller Titel lautet "Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung". Die Republik Österreich ist diesem Übereinkommen im Jahr 1983 beigetreten. Der volle Wortlaut der Konvention ist im Bundesgesetzblatt Nr. 225/1983 abgedruckt</ref> als "international bedeutendes Feuchtgebiet" anerkannt.
+
[[1995]] wurde das Rotmoos im Ferleitental (inneres Fuscher Tal) als erstes [[Ramsargebiete|Gebiet im Land Salzburg gemäß Artikel 2 der Ramsar-Konvention]]<ref>Die Ramsar-Konvention wurde im Jahr 1971 im persischen Ramsar verabschiedet, ihr offizieller Titel lautet "Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung". Die Republik Österreich ist diesem Übereinkommen im Jahr 1983 beigetreten. Der volle Wortlaut der Konvention ist im Bundesgesetzblatt Nr. 225/1983 abgedruckt</ref> als "international bedeutendes Feuchtgebiet" anerkannt.
  
 
==Problematik==
 
==Problematik==
 
Im Zuge der Erneuerung des [[Kraftwerk Bärenwerk|Kraftwerks Bärenwerk]] möchte man das Rotmoos teilweise erschließen. Was von den Naturschützern heftig bekämpft wird, zumal es im [[Nationalpark Hohe Tauern]] liegt, von den Energiemanagern jedoch unbedingt gefordert wird (Stand Oktober 2009).
 
Im Zuge der Erneuerung des [[Kraftwerk Bärenwerk|Kraftwerks Bärenwerk]] möchte man das Rotmoos teilweise erschließen. Was von den Naturschützern heftig bekämpft wird, zumal es im [[Nationalpark Hohe Tauern]] liegt, von den Energiemanagern jedoch unbedingt gefordert wird (Stand Oktober 2009).
  
==Quellen und Fußnoten==
+
==Quellen und Anmerkungen==
 
<references/>
 
<references/>
 
* [http://www.salzburg.gv.at/ramsarkonvention.htm www.salzburg.gv.at]
 
* [http://www.salzburg.gv.at/ramsarkonvention.htm www.salzburg.gv.at]
  
[[Kategorie:Geografie]]
+
{{SORTIERUNG:Rotmoos-Käfertal, Natur- und Europaschutzgebiet}}
 +
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 +
[[Kategorie:Geografie]][[Kategorie:Pinzgau]]
 +
[[Kategorie:Fusch an der Großglocknerstraße]]
 
[[Kategorie:Landschaft]]
 
[[Kategorie:Landschaft]]
 
[[Kategorie:Moor]]
 
[[Kategorie:Moor]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
+
[[Kategorie:Naturschutz]]
 +
[[Kategorie:Naturschutzgebiet]]
 
[[Kategorie:Hohe Tauern]]
 
[[Kategorie:Hohe Tauern]]
[[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]]
 
 
[[Kategorie:Ostalpen]]
 
[[Kategorie:Ostalpen]]
 
[[Kategorie:Zentralalpen]]
 
[[Kategorie:Zentralalpen]]

Aktuelle Version vom 11. September 2021, 10:08 Uhr

Teilansicht des Rotmooses im Ferleitental, vom Weg zur Trauneralm aufgenommen
Teilansicht des Rotmooses im Ferleitental, vom Weg zur Trauneralm aufgenommen

Das Natur- und Europaschutzgebiet Rotmoos-Käfertal im Ferleitental im Pinzgau ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete im Bundesland Salzburg.

Daten

Es hat eine Fläche von ca. 58 ha und liegt in der Gemeindegebiet von Fusch an der Großglocknerstraße im Talschluss des inneren Fuscher Tales (Ferleitental) in einer Seehöhe von 1 250 bis 1 300 m ü. A. inmitten der Hochgebirgslandschaft der Hohen Tauern.

Pflanzen

Man findet im Rotmoos zahlreiche für Feuchtgebiete charakteristische Pflanzenarten, unter denen das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) - ein Orchideengewächs - besonders hervorzuheben ist, weil es in tausenden Exemplaren vor allem zur Blütezeit im Frühsommer einen unvergesslichen Eindruck vermittelt; diesem Umstand verdankt das innerste Fuscher Tal seinen Beinamen "Tal der Orchideen".

Status

1995 wurde das Rotmoos im Ferleitental (inneres Fuscher Tal) als erstes Gebiet im Land Salzburg gemäß Artikel 2 der Ramsar-Konvention[1] als "international bedeutendes Feuchtgebiet" anerkannt.

Problematik

Im Zuge der Erneuerung des Kraftwerks Bärenwerk möchte man das Rotmoos teilweise erschließen. Was von den Naturschützern heftig bekämpft wird, zumal es im Nationalpark Hohe Tauern liegt, von den Energiemanagern jedoch unbedingt gefordert wird (Stand Oktober 2009).

Quellen und Anmerkungen

  1. Die Ramsar-Konvention wurde im Jahr 1971 im persischen Ramsar verabschiedet, ihr offizieller Titel lautet "Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung". Die Republik Österreich ist diesem Übereinkommen im Jahr 1983 beigetreten. Der volle Wortlaut der Konvention ist im Bundesgesetzblatt Nr. 225/1983 abgedruckt