Pilgrim II. von Puchheim: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 3. April 2010, 19:33 Uhr

Unter dem streitbaren Erzbischof Pilgrim II. von Puchheim erreichte das Erzbistum seine flächenmäßig größte Ausbreitung.

Leben

Er war von 1365 bis 1396 Erzbischof von Salzburg und somit der letzte Salzburger Landesfürst des Mittelalters.

1368 ließ Pilgrim das Stadtrecht schriftlich fixieren.

In den Kämpfen zwischen Österreich und Bayern um den Besitz von Tirol blieb er neutral. Er weigerte sich auch, die Alpenübergänge nach Venedig im Krieg der Habsburger gegen die Serenissma zu sperren, da diese für den Salzburger Handel von großer Bedeutung waren.

1371 besetzte er in einer militärischen Aktion Berchtesgaden, geriet aber selbst durch einen Hinterhalt am 27. November 1387 durch einen Hinterhalt in Raitenhaslach in die Gefangenschaft der bayerischen Herzöge. Er wurde durch eine gemeinsame Aktion des Domkapitels und der Salzburger Landstände um 30.000 Gulden und dem Verzicht auf die Burgen Itter und Kropfsberg im Inntal (beide im heutigen Nordtirol) frei gekauft.

Am 16. Juni 1393 wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden der erzbischöflichen Mensa zur Versorgung der Hofhaltung durch Papst Bonifaz IX. einverleibt, was allerdings nur bis 1407 aufrecht blieb.

Pilgrim II. war es auch, der quasi die ersten Schritte zur Verstaatlichung des Silber-, Gold-, Salzbergbaus und der Salzachschifffahrt einleitete. Er ließ den ersten Goldgulden Salzburgs in der Salzburger Münze prägen.

Man vermutet auch, dass er der sagenumwobene Mönch von Salzburg gewesen sein könnte (was aber nicht bewiesen ist).

Quellen

Zeitfolge


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