Marienkapelle (St.-Veits-Kapelle): Unterschied zwischen den Versionen
K |
K |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Marienkapelle.jpg|thumb|250px|Im Inneren der Kapelle]] | [[Datei:Marienkapelle.jpg|thumb|250px|Im Inneren der Kapelle]] | ||
| − | Die '''Marienkapelle''' (ursprünglich ''St.-Veits-Kapelle''<ref>laut [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]] in ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', Seite 70, soll es jedoch umgekehrt gewesen sein: früher Marienkapelle</ref> ist eines der ältesten gotischen Gebäude in der [[Altstadt]] von Salzburg. | + | Die '''Marienkapelle''' (ursprünglich ''St.-Veits-Kapelle''<ref>laut [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]] in ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', Seite 70, soll es jedoch umgekehrt gewesen sein: früher Marienkapelle</ref>) ist eines der ältesten gotischen Gebäude in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]]. |
==Lage== | ==Lage== | ||
| Zeile 6: | Zeile 6: | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
| − | Als eines der ältesten [[Gotik|gotischen]] Bauwerke Salzburgs entstand sie [[1319]]. Zwischen 1952 und 1956 ließ | + | Als eines der ältesten [[Gotik|gotischen]] Bauwerke Salzburgs entstand sie [[1319]]. Zwischen [[1952]] und [[1956]] ließ [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Jakob Reimer]] die Veitskapelle mit nachexpressionistischen Wandmalereien von Lydia Roppolt versehen. Damals angefeindet, heute ein leider viel zu selten zugängliches Gesamtkunstwerk<ref>Quelle User [http://mein.salzburg.com/mt-cp.cgi?__mode=view&id=175 hannes]</ref>. |
Unter dem stark erhöhten Chor befindet sich die Konventgruft, in der mehrere [[Äbte von St. Peter|Äbte]] des [[16. Jahrhundert]] begraben liegen. Hier liegt auch Abt [[Johann IV. von Staupitz]] († 1524) begraben, der einst der Ordensobere (als ehemaliger Augustiner) von Martin Luther war<ref>Quelle Wikipedia Deutschland Stift Sankt Peter</ref>. | Unter dem stark erhöhten Chor befindet sich die Konventgruft, in der mehrere [[Äbte von St. Peter|Äbte]] des [[16. Jahrhundert]] begraben liegen. Hier liegt auch Abt [[Johann IV. von Staupitz]] († 1524) begraben, der einst der Ordensobere (als ehemaliger Augustiner) von Martin Luther war<ref>Quelle Wikipedia Deutschland Stift Sankt Peter</ref>. | ||
| − | Freskenreste der Darstellung der | + | Freskenreste der Darstellung der hl. Katharina, der hl. Barbara, des hl. Vitus und eines Apostels hinter dem Hochaltar stammen noch aus der Erbauungszeit. Die Statue der hl. Maria mit dem Kind stammt ebenfalls aus 1319 und ist das älteste Stück der aus Gussstein<ref>siehe [http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8633.html Lexikon]</ref> gearbeiteten Plastiken in Salzburg. |
==Fußnoten und Quellen== | ==Fußnoten und Quellen== | ||
<references/> | <references/> | ||
| − | * [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', | + | * [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', Seiten 70 und 75 |
[[Kategorie:Salzburgs Schätze]] | [[Kategorie:Salzburgs Schätze]] | ||
Version vom 18. Januar 2010, 15:56 Uhr
Die Marienkapelle (ursprünglich St.-Veits-Kapelle[1]) ist eines der ältesten gotischen Gebäude in der Altstadt von Salzburg.
Lage
Sie befindet sich im Erzstift St. Peter in der Stiftskirche St. Peter.
Geschichte
Als eines der ältesten gotischen Bauwerke Salzburgs entstand sie 1319. Zwischen 1952 und 1956 ließ Abt Jakob Reimer die Veitskapelle mit nachexpressionistischen Wandmalereien von Lydia Roppolt versehen. Damals angefeindet, heute ein leider viel zu selten zugängliches Gesamtkunstwerk[2].
Unter dem stark erhöhten Chor befindet sich die Konventgruft, in der mehrere Äbte des 16. Jahrhundert begraben liegen. Hier liegt auch Abt Johann IV. von Staupitz († 1524) begraben, der einst der Ordensobere (als ehemaliger Augustiner) von Martin Luther war[3].
Freskenreste der Darstellung der hl. Katharina, der hl. Barbara, des hl. Vitus und eines Apostels hinter dem Hochaltar stammen noch aus der Erbauungszeit. Die Statue der hl. Maria mit dem Kind stammt ebenfalls aus 1319 und ist das älteste Stück der aus Gussstein[4] gearbeiteten Plastiken in Salzburg.
Fußnoten und Quellen
- Dr. Franz Martin: Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst, Seiten 70 und 75