Kajetanerkirche St. Maximilian: Unterschied zwischen den Versionen
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Zwei weitere Seitenaltäre beiderseits der Vorhalle ergänzen das Oval des Kirchenraumes zum Rechteck: Den '''Altar der linken Kapelle''' mit Stuckmarmor von Jakob Zanusi (1712) zeigt den Hl Andreas Avellinus. Aus der Zeit nach 1750 sind hier 14 Kreuzwegbilder zu sehen. Der '''Altar der rechten Kapelle''' aus der Zeit um 1750 zeigt auch eine Figur des H. Johannes von Gott. | Zwei weitere Seitenaltäre beiderseits der Vorhalle ergänzen das Oval des Kirchenraumes zum Rechteck: Den '''Altar der linken Kapelle''' mit Stuckmarmor von Jakob Zanusi (1712) zeigt den Hl Andreas Avellinus. Aus der Zeit nach 1750 sind hier 14 Kreuzwegbilder zu sehen. Der '''Altar der rechten Kapelle''' aus der Zeit um 1750 zeigt auch eine Figur des H. Johannes von Gott. | ||
Version vom 23. Juli 2019, 13:51 Uhr
Die Kajetanerkirche St. Maximilian liegt im Kaiviertel am südöstlichen Ende der Salzburger Altstadt.
Geschichte
Als kirchlicher Ort ist die heutige Kajetanerkirche mit dem angeschlossenen Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, nächst dem alten Stadttor (Kajetanertor) gelegen, sehr alt. Urkundlich stand hier schon 1150 eine Kirche und ein Spital. Unweit der Kirche befand sich aber auch das Raplbad, in dem der Arzt Bombastus Theophrastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, wirkte. Im Jahr 1684 erfolgte durch Erzbischof Max Gandolf von Kuenburg die Stiftung eines Priesterseminars unter Leitung der Theatiner (nach ihrem Gründer allgemein "Kajetaner" genannt).
Von 1685 bis 1697 wurde hier unter Leitung des Italieners Giovanni Gaspare Zuccalli die neue Kirche und das vorgesehene Priesterseminar erbaut. Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein, der ab 1687 regierte, war kein Freund des „Wälschen Barock“ und der Theatiner, weshalb Zuccalli lange um die Endabrechnung streiten musste. Das Priesterseminar wurde dann an der Seite der Dreifaltigkeitskirche unter neuer Leitung errichtet.
Zwei Flügelbauten des ehemaligen Kloster umschließen die in die Gebäudeflucht eingebettete kleine Kirche. Der Zentralbau ist von einer hohen Tambourkuppel gekrönt, an die seitlich zwei vier Kapellen anschließen. Kleine dekorative Wandfelder mit Scheinfenstern und Emporen vervollständigen die Kirche. Das Kuppelfresko wurde von Paul Troger geschaffen.
1809 wurde die Niederlassung der vom Hl. Kajetan von Thiene begründeten Kongregation der Theatiner aufgehoben. Das Gebäude diente danach als Garnisonsspital und wurde 1923 dem Orden der Barmherzigen Brüder übergeben, die seitdem den Spitalsbetrieb fortführen. Am 7. August 1945 wurde anlässlich des Patroziniumsfestes des hl. Kajetan die Kajetanerkirche nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eröffnet.
Altäre
Das Altarblatt des Hochaltars mit der Marter des Hl. Maximilian, geschaffen 1727 und ebenso das Altarbild des rechten Seitenaltars mit dem hl. Kajetan als Tröster der Pestkranken und vier Bildern auf Leinwand über den Beichtstühlen wurden von Paul Troger geschaffen. Das Altarbild des linken Seitenaltars mit der Darstellung der Heiligen Sippe stammt von Johann Michael Rottmayr (1708). Zwei weitere Seitenaltäre beiderseits der Vorhalle ergänzen das Oval des Kirchenraumes zum Rechteck: Den Altar der linken Kapelle mit Stuckmarmor von Jakob Zanusi (1712) zeigt den Hl Andreas Avellinus. Aus der Zeit nach 1750 sind hier 14 Kreuzwegbilder zu sehen. Der Altar der rechten Kapelle aus der Zeit um 1750 zeigt auch eine Figur des H. Johannes von Gott.
Eine Besonderheit ist die Heilige Stiege, die Scala Santa, neben der Kirche, die in Nachahmung der römischen Scala Santa 1712 hier errichtet wurde. Sie besteht aus 28 Stufen, darf nur kniend erklommen werden und führt hinauf zur Kreuzkapelle, die um 1750 geschaffen wurde. Das Deckenbild der ehernen Schlange wird Jacob Zanusi zugeschrieben. Der Johannes Nepomuk Altar im Vorraum links zeigt den Brückensturz des Heiligen. Den rechtsseitig im Vorraum stehenden Pius Altar mit dem Bild des Papstes Pius V. vor Maria Immaculata schuf Jacob Zanusi um 1730.
Alte Ansichten von 1710 (nach der gleichen Vorlage gearbeitet)
- Salzburg Kupferstich 1740 Detail Nr 05 Kajetanerkirche.jpg
- Salzburg Kupferstich 1750 Detail Nr 12 Kajetanerkirche.jpg
Bildergalerie
Kirche
Bilder
Kajetanerkirche St. Maximilian – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- www.kirchen-fuehrer.info, Die Kajetanerkirche in Salzburg,
- www.salzburg-rundgang.at
- Hans Tietze: Die kirchlichen Denkmale der Stadt Salzburg, in: Österreichische Kunsttopographie, diglib.tugraz.at, pdf