Koalitionskriege (Überblick): Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (linkfix)
K (erg)
Zeile 26: Zeile 26:
  
 
[[1809]]: Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen die Salzburger abermals zu den Waffen gegen die Franzosen und [[Bayern]]. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Bramberg|Mühlbach]] im [[Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Neben dem [[Pass Strub]] wurde dann auch der [[Steinpass]] zu einem Schicksalsort in der Salzburger Geschichte.
 
[[1809]]: Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters [[Joachim Haspinger]], eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen die Salzburger abermals zu den Waffen gegen die Franzosen und [[Bayern]]. In den Kämpfen um den [[Pass Lueg]] zeichneten sich [[Joseph Struber]], der Wirt vom [[Stegenwald]], [[Anton Wallner]] aus [[Krimml]] und [[Johann Panzl]] aus [[Bramberg|Mühlbach]] im [[Pinzgau]] mit ihren Schützen besonders aus. Neben dem [[Pass Strub]] wurde dann auch der [[Steinpass]] zu einem Schicksalsort in der Salzburger Geschichte.
 +
 +
Im Zuge Kampfhandlungen kommt es in [[Taxenbach]] zum Kampf an der [[Halbstundenbrücke]], wo Anton Wallner mit 400 Pinzgauern eine zwanzigfache Übermacht sieben Stunden aufgehalten kann.
  
 
==Quelle==
 
==Quelle==

Version vom 18. Oktober 2009, 12:35 Uhr

Obwohl das Erzbistum Salzburg es recht geschickt durch die Diplomatie der Erzbischöfe schaffte, sich aus Kriegen und gröberen Streitereien herauszuhalten, gab es auch eine Zeit der Befreiungskriege im Bundesland.

Ausgangssituation

Nach Jahrhunderten einer konstanten geistlichen Herrschaft wurde Salzburg ab 1803 zu einem Spielball der europäischen Politik. Zunächst bildete es mit Passau, Eichstätt und Berchtesgaden ein Kurfürstentum, mit dem Großherzog Ferdinand III., dem Bruder von Kaiser Franz II./I., der damit für den Verlust der Toskana entschädigt wurde.

Nach positiven Anfängen der neuen Regierung, die zur Errichtung einer medizinischen Fakultät führten, fiel Salzburg schon drei Jahre später, 1806, an Österreich. Nur die exponierte Lage an der Grenze zu Bayern, einem Verbündeten Napoleons, sicherte damals den Fortbestand des Landes.

Wie es zu den Befreiungskriegen kam

Am 9. August 1805 wurde die Koalition (England, Österreich, Ungarn, Portugal, Russland, Schweden, Neapel und die Türkei hatten sich im dritten Koalitionskrieg gegen Napoleon verbündet) unterzeichnet und gleichzeitig den Franzosen und den verbündeten Bayern der Krieg erklärt.

Erzherzog Johann schloss die Tiroler Landmiliz mit einer Stärke von ca. 10.000 Mann der österreichischen Armee an. Ihre Aufgabe bestand darin, die Nordfront von Vorarlberg bis Lofer zu verteidigen und ihre Gesamtstärke betrug ca. 34.000 Mann.

Viele Berufsoffiziere der österreichischen Armee lehnten es jedoch ab, mit Bauern, Bürgern und Tagelöhnern in den Krieg zu ziehen. Diese Einstellung wird als ein Hauptgrund für den schlechten Zustand der damaligen Tiroler Landesverteidigung gesehen. Die wichtigste Bastion der Landesverteidigung, die Schützenkompanien mit ihren ortskundigen und volksverbundenen Offizieren und den ausgezeichnet ausgebildeten und zu allem entschlossenen Männern und Frauen, waren aber intakt.

Am 14. Oktober 1805 verloren die Österreicher Schlachten in Süddeutschland und Oberitalien. Schließlich ging auch die Schlacht bei Ulm zugunsten Napoleon aus und die Franzosen rückten nun mit den verbündeten bayrische Einheiten Richtung Tirol vor, da dies von großer strategischer Bedeutung war, weil es die Landverbindung nach Italien war.

Die Kämpfe um Salzburg

1805: Über Mittenwald wollte man nach Innsbruck vorstoßen, Salzburg sollte erobert werden, in der Folge dann Bad Reichenhall, und über den Pass Strub wollte man Tirol von Osten her besetzen. Erzherzog Johann, Oberbefehlshaber von Tirol versuchte, vom Pass Strub aus Reichenhall, das ja bayerisch war, zu besetzen. Er scheiterte jedoch und wurde geschlagen. Nun war der Weg nach Lofer und damit zum Pass Strub frei.

Die Bayern und Franzosen versuchten über den Pass in Tirol einzudringen, rechneten jedoch nicht mit dem massiven Widerstand, auf den sie stoßen sollten. Da ein großer Teil der Armee zum Schutz der Reichshauptstadt Wien abgezogen wurde, war Tirol wieder einmal fast auf sich allein gestellt. Eilig wurde nun der Landsturm einberufen und die Tiroler Schützenkompanien übernahmen die Aufgaben der Armee.

Doch der Widerstand der Salzburger Schützen konnte die Eroberung von Salzburg nicht verhindern. Nach dem Scheitern des ersten Freiheitskampfes erpresste die französische Verwaltung unter Marschall Lefèbvre enorme Kontributionszahlungen aus dem völlig verarmten und verschuldeten Land.

1809: Auf Initiative des kampferprobten Kapuzinerpaters Joachim Haspinger, eines Gefährten des Tiroler Bauernführers Andreas Hofer, griffen die Salzburger abermals zu den Waffen gegen die Franzosen und Bayern. In den Kämpfen um den Pass Lueg zeichneten sich Joseph Struber, der Wirt vom Stegenwald, Anton Wallner aus Krimml und Johann Panzl aus Mühlbach im Pinzgau mit ihren Schützen besonders aus. Neben dem Pass Strub wurde dann auch der Steinpass zu einem Schicksalsort in der Salzburger Geschichte.

Im Zuge Kampfhandlungen kommt es in Taxenbach zum Kampf an der Halbstundenbrücke, wo Anton Wallner mit 400 Pinzgauern eine zwanzigfache Übermacht sieben Stunden aufgehalten kann.

Quelle

  • Salzburg Wiki