Wallfahrt St. Wolfgang: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 3. Oktober 2009, 14:20 Uhr
Die Wallfahrt zu St. Wolfgang geht auf die Heiligenverehrung von Wolfgang von Regensburg zurück.
Geschichte
Der als Hl. Wolfgang bekannt gewordene Missionar lebte im 10. Jahrhundert und verbrachte einige Jahre im Gebiet des Wolfgangsees. Genauer gesagt zunächst am Falkenstein und anschließend in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang.
Da die Wallfahrtskirche St. Wolfgang zum Stift Mondsee gehörte, war der sich entwickelnde Wolfgangkult und die Wallfahrt zu seiner Kirche ein wichtiger wirtschaftlicher Zweig des Klosters. Im 16. Jahrhundert verzeichnete man Erträge von 15.000 bis 18.000 Goldgulden jährlich, die die riesigen Pilgerströme abwarfen.
Im November 1506 besuchte Kaiser Maximilian der I. als Wallfahrer seine neuen Besitzungen und Ländereien im Wolfgangland. „...Maximilian erlaubt für die Zeit seiner Anwesenheit kraft päpstlicher Vollmacht den Mönchen von St. Wolfgang den in der Ordensregel verbotenen Fleischgenuss...“. Von St. Wolfgang war der Kaiser so begeistert, dass er sogar am „Valkenstain“ begraben werden wollte. Im Hofkammerarchiv von Wien ist vom „Grab und dem Begraebnus in Mansee“ die Rede. „Wildnuß und Einöd des aberseeischen Gepyrg“ machte den Falkenstein zu einer ununterbrochenen Wallfahrtsstätte, die bis heute zu den wichtigsten Elementen des „Wolfgangkultes“ zählt.
Früher kamen alle Wallfahrer über die Saum- und Trampelpfade des Falkensteins nach St. Wolfgang oder pilgerten am Rückweg zur Ruhe und Besinnung dorthin. Daher wollte auch Kaiser Maximilian, der diese idyllische Landschaft des Abersees mehrmals besuchte, seine Grablege am „Valkenstain“ durch den St. Georg Ritterorden errichten.
Ein Entwurf für das Kaisergrab am Falkenstein, mit allegorischen Darstellungen liegt im Museum Ferdinandeum Innsbruck.
Die Pilgerströme vereinten sich in St. Gilgen und führten dann entweder mit dem Schiff[1] über den Wolfgangsee oder aber zu Fuß in Richtung Krottensee, etwa beim heutigen Europakloster Gut Aich und Fürberg vorbei über den Falkensteinweg nach St. Wolfgang.
Fußnoten
- ↑ siehe auch Schifffahrtsordnung der Schöffleute