Schutzstaffel

Aus SALZBURGWIKI
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Die Schutzstaffel (kurz SS) war eine zentral organisierte nationalsozialistische Terror‑ und Repressionsorganisation, die dem NS‑Regime als Herrschafts‑, Überwachungs‑ und Vernichtungsinstrument diente.

Allgemeines

Die SS entstand in der Zwischenkriegszeit als Gliederung der NSDAP und entwickelte sich in der Zeit des Nationalsozialismus zu einem der wichtigsten Macht‑ und Unterdrückungsapparate des Regimes. Ab 1934 übernahm sie den Betrieb und die Verwaltung der Konzentrationslager, ab 1941 auch der Vernichtungslager, und war maßgeblich an Planung und Durchführung des Holocausts sowie weiterer Völkermorde beteiligt.

Zur SS gehörten auch die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD, die Reichsführer SS Heinrich Himmler im Auftrag Adolf Hitlers für Massenmorde im Polenfeldzug 1939, im Balkanfeldzug 1941 und vor allem im Krieg gegen die Sowjetunion 1941 bis 1945 aufstellen ließ.

Salzburgbezug

Hauptartikel SS-Todesschwadron jagte Deserteure am Böndlsee

Salzburger Mitglieder der SS

  • Regierungsrat Kuno Brandauer, ein Salzburger Volkskundler und Trachtenforscher. U. a. sprach er sich öffentlich dafür aus, Juden deutsche Vornamen und das Tragen von Trachten zu verwehren.
  • Hermann Höfle (SS-Sturmbannführer), der die Deportation der Warschauer Ghettobewohner ins Vernichtungslager Treblinka anordnete, war ein gebürtiger Salzburger und trat auch dort in die damals illegale österreichische SS ein.
  • Kurt Willvonseder (Direktor des Salzburg Museums): SS-Obersturmführer
  • Eduard Paul Tratz: Gründer und Direktor des Haus der Natur: SS-Hauptsturmführer, Träger des Totenkopfrings und in prominenter Position in der SS-Wissenschaftsorganisation "Ahnenerbe".
  • Karl Scharizer (SS-Brigadeführer): illegaler Gauleiter von Salzburg, als stellvertretender Gauleiter von Wien in Arisierungen verwickelt
  • Mehrere hundert Polizisten aus Salzburg waren im "auswärtigen Einsatz" in allen besetzten Gebieten eingesetzt.
  • SS und Gestapo im Juli 1944 mit mehr als 1 000 Mann das Gebiet um den Böndlsee. Deserteure und Helfer wurden verhaftet, gefoltert und ermordet.
  • Josef Niedermayer war SS-Unterscharführer und Leiter der Zellenbaus im KZ Mauthausen.

Quellen