Pabing (Nußdorf am Haunsberg)

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Blick nach Nordwesten Richtung Oberndorf bei Salzburg über Teile der Salzachauen, links die Weitwörther Au und rechts das Gewerbegebiet in Pabing.
Das Zentrum von Pabing.

Pabing ist eine Ortschaft in der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg im nördlichen Flachgau.

Geografie

Die Ortschaft Pabing liegt im Westen der Gemeinde, südlich der Nußdorfer Ortschaften Weitwörth und Gastein. Im Süden grenzt Pabing an die Gemeinde Anthering. Im Osten erhebt sich der Haunsberg.

Am 1. Jänner 2026 hatte Pabing 13 Einwohner.

Gewässer und Natur

In der Weitwörther Au, die sich im Westen der Ortschaft zur Salzach erstreckt befinden sich der Aussee, der Angelteich Pabingersee[1] oder Weitwoerth Badesee[2], der Auerspergteich und ein Biotop.

Im Osten erhebt sich ansteigend gegen den Haunsberg der Pabinger Wald mit den Pabinger Wiesen und dem Wurfscheibenstand Weitwörth, Schießstand des Salzburger Schützenclubs Weitwörth.

Verkehr

In nordsüdliche Richtung verlaufen die Gleise der Salzburger Lokalbahn mit der Haltestelle Pabing sowie die B 156 Lamprechtshausener Straße.

Wirtschaft

In Pabing liegt das Gewerbegebiet Weitwörth.

Geschichte

Name

Die Ortsbezeichnung bedeutet soviel wie "Siedlung des Pabo".

Geschichtliche Notizen

Das "Salzburger Volksblatt" berichtete in seiner Ausgabe vom 5. Februar 1892 von einer Rauferei beim Eisstockschießen:[3]

Rauf-Exzeß. Am 28. v. Mts. wurde, wie aus Oberndorf berichtet wird, beim Eisschießen in Pabing, Gemeinde Nußdorf, zwischen Bauernburschen von Schlößl und Anthering gerauft. Ein Fleischergehilfe von Anthering wurde dabei verletzt, ebenso ein Forstgehilfe von Weitwörth. Am Heim­wege von Schlößl wurde noch auf mehrere Burschen ein Revolverschuß abgefeuert, ohne jedoch Schaden anzurichten- Der Wirth in Pabing hatte dieses Eis­schießen benützt um ein Pferd im Werthe von 30 fl.auf seiner sogenannten Drohnl (Spielbrett) auszu­spielen.

1918 berichtet das "Salzburger Volksblatt" von einer geplanten Ölbohrung in Pabing:[4]

Protek­tionswirtschaft.

Man schreibt uns:

Auf der Lokalbahn Salzburg–Lamprechtshausen musste mit 25. April wegen Kohlenmangels der Güterverkehr eingestellt werden. Wie zum Hohn dieser Maßregel liegt in Bergheim und bei Weitwörth Kohle in solchen Massen aufgehäuft, dass die Verfrachter Klage führen, nicht verladen zu können.

Diese Kohle, Eigentum der Erdölbohr‑Gesellschaft, die in Lengfelden und bei Pabing auf Erdöl bohrt, wurde in der Zeit vom 1. bis 24. April in einer Quantität von neunzehn Waggons mit zusammen 280 Tonnen vom k. k. Ministerium für öffentliche Arbeiten zugewiesen, wiewohl der Bohrbetrieb in Lengfelden derzeit eingestellt ist und in Pabing überhaupt noch nicht begonnen hat.

Interessanterweise befinden sich unter diesen neunzehn Waggons drei mit 49 Tonnen preußisch‑schlesischer Kohle.

Das Bahnunternehmen, das öffentlichen Zwecken dient, die Approvionierung der Stadt Salzburg und des Marktes mit Milch, Fleisch, Mehl, anderen Lebensmitteln und Brennmaterial zu versorgen hat, erhielt während der angeführten Periode zwei – sage: zwei – Waggons.

Das städtische Gaswerk muss mit westfälischer Kohle vorliebnehmen, das Bahnunternehmen erhielt westfälische Kohle zugewiesen, wiewohl es diese absolut nicht brauchen kann und die Nichteignung für den Lokalbahnbetrieb der Kohlenzuteilungsstelle im k. k. Ministerium für öffentliche Arbeiten wiederholt begründet hat.

Offenbar ist die Versorgung der Rothschild‑Gruben oder von ruhenden Betrieben weit wichtiger als die Befriedigung öffentlicher Zwecke. Und da nimmt der Minister für öffentliche Arbeiten noch das Recht in Anspruch, die Kohlenverteilung befriedigend vorgenommen zu haben.

Was sagt denn die k. k. Regierung hierzu und wann wird Abhilfe geschaffen werden?

"Amtliches", 1942:[5]

Amtliches. Salzburger Eisenbahn- u. Tram­way-Gesellschaft. Auflassung der Haltestelle "Pabing". Mit Betriebsschluß am 14. Jänner 1942 wird die Haltestelle Pabing der Linie Salzburg—Lamprechtshausen für d. Per­sonenverkehr gänzlich auf­ gelassen.

Weblink

  • Lage auf AMap, aktualisierter Datenlink 24. September 2024

Quellen

Einzelnachweis

  1. ↑ lt. openstreetmap
  2. ↑ lt. SAGIS
  3. ↑ ANNO, "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 5. Februar 1892, Seite 3
  4. ↑ ANNO, "Salzburger Volksblatt", Ausgaebe vom 26. April 1918, Seite 4
  5. ↑ ANNO, "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 13. Jänner 1942, Seite
Gemeindegliederung von Nußdorf am Haunsberg