NaturRaum. Formen, Texturen und die Essenz der Natur.
NaturRaum. Formen, Texturen und die Essenz der Natur. Wie aus Holz und Blüten Kunstobjekte werden kann man im Museum Fronfeste in der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee vom 23. Oktober 2025 bis 30. Mai 2026 sehen.
Lunaria-Zyklus und Werkreihe Florale Sphären
Die junge Halleiner Regisseurin , Meisterfloristin und Naturkünstlerin Elena Hofmann verwandelt eine der Fronfester Gefängniszellen in einen mulitsensorischen Erfahrungsraum. Sie findet die stille Natur spannend. Jeder noch so kleine Farn überlebt darin, dem möchte sie künstlerisch nachspüren. Getrocknet durch Luft entstehen so beispielsweise Silbertaler. Andere Naturprodukte bearbeitet sie mit eigenen Konservierungstechniken, die sie laufend verbessert.
Wie eine Gefängniszelle zu einem wohnlichen Raum werden kann
Das zeigt der gebürtige Zell am Seer Paul Hohenwarter, der als Kunsthandwerker im Innviertler Mettnach lebt. Und dass Rauchfangkehrer nicht nur Glücksbringer sind, sondern auch (Kunst)Handwerker, dafür ist Hohenwarter ein Beispiel. Denn als Brotberuf reinigt er Kamine. Seine organischen Holzskulpturen und präzise gearbeiteten Holzkugeln strahlen Wärme und Vertrautheit aus. Gut geölt schlucken sie (fast) jeden Kratzer. Hohenwarter entdeckt seine Rohlinge meist in Obstgärten, Birnbaumwurzelstöcke bevorzugt. Kunst hat für ihn etwas mit Stimmung zu tun.
Junge Künstler im Museum Fronfeste
Gemeinsam schlagen die beiden Kunstschaffenden eine Brücke zwischen der leisen Schönheit von Blüten und der archaischen Kraft von Holz. Bei der Eröffnung ihrer Ausstellung, die noch von "Altmeisterin" Ingrid Weese-Weydemann "auf Schiene gebraucht" wurde, wirkten die beiden erfrischend natürlich, ganz wie ihre Arbeitsmaterialen. Aber … da ist doch totes Holz? Nur, wer meint, ein Wurzelstock sei tot – jemand, der darin eine Funktion für den Menschen sieht, erkennt, dass selbst anscheinend totes Holz ein Leben hat … und riecht.