Landesgruppe Salzburg der Freien Lehrergewerkschaft
Die Landesgruppe Salzburg der Freien Lehrergewerkschaft war in der Zwischenkriegszeit die Vereinigung der sozialdemokratischen Lehrer des Landes Salzburg.
Geschichte
Die sozialdemokratischen Lehrer bildeten zunächst eine starke Gruppe innerhalb des Salzburger Landeslehrervereins. Nach dem Ersten Weltkrieg vertieften sich jedoch die zwischen den verschiedenen weltanschaulichen Gruppierungen bestehenden Gegensätze, und so kehrten die sozialdemokratischen Lehrer am 22. Mai 1923 dem Salzburger Landeslehrerverein den Rücken und gründeten die Landesgruppe Salzburg der Freien Lehrergewerkschaft. Zu deren erstem Obmann wurde Lambert Gruber gewählt. Im Juni 1923 erschien die erste Nummer des Vereinsblatts "Salzburger Lehrerzeitung".
Anliegen der Vereinigung waren die wirtschaftliche Besserstellung der Lehrerschaft, die Verwirklichung der Staatsschule und die Beseitigung des Lehrerinnenzölibats.
Im Jahr 1934 wurden die FLG (im Zuge der vom Februaraufstand hervorgerufenen Repressionsmaßnahmen gegen die Sozialdemokratie) aufgelöst.
Quelle
- Sagmeister, Raimund: Der Christliche Landeslehrerverein für Salzburg – Geschichte und Zielsetzung. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 135, 1995, S. 217-230 (222)