Karnerkapelle in St. Gilgen

Die Karnerkapelle steht an der Westseite der Pfarrkirche zum hl. Ägydius in der Salzkammergut-Gemeinde St. Gilgen.

Beschreibung
Diese Kapelle ist aus einem einstigen Karner (Beinhaus) hervorgegangen. Sie wurde um 1878 zu einer Grabstätte der Familie des Fürsten Wrede umgebaut. 1879 wurde hier Amalia Fürstin Wrede beigesetzt. Daher erhielt die Kapelle auch die Bezeichnung Fürstengruft.
Der neugotische Holzaltar, aus der Zeit um 1848 stammend, wurde aus der ehemaligen Kapelle im Schloss Hüttenstein hierher übertragen.
Nach der Umgestaltung zu einer Priestergruft fand hier Pfarrer Conrad Ebner († 1932) 1952 zusammen mit den sterblichen Überresten von Pfarrer Franz Kostenzer († 1909) die letzte Ruhestätte.
1975 wurde die Kapelle renoviert und der älteste in St. Gilgen im Jahre 1972 entdeckte Grabstein wurde gegenüber aufgestellt. Die Inschrift lautet:
Hier ist begraben katherina Ulrichs kirchpuchlers seligen hausfrau der got genad Anno dni mcccc lxxxx II (1492) Allhernach
Quelle
- Informationstafel in der Karnerkapelle