Josef Lienbacher (Mühlbach)
Josef Lienbacher (* 18. Juni 1819 in Mühlbach am Hochkönig;[1] † 9. April 1899 ebenda[2] war langjähriger Schulleiter der Volksschule Mühlbach.
Aus seinem Leben
Josef Lienbacher war Sohn des Simon Lienbacher, Mesners und Schulleiters in Mühlbach, und der Regina geb. Steinbichler.[1]
Als junger Lehrer kam Lienbacher in das Lungauer Dorf Tweng und leitete die dortige Schule von 1842 bis 1857. Von 1862 bis 1883 stand er der Schule seines Heimatortes vor. Hier verbrachte er auch seinen Ruhestand. Ein Schlaganfall, der ihn im Jahr 1891 heimsuchte, konnte ihm seine Rüstigkeit nicht rauben.[3]
Am 30. Mai 1897 feierte er mit seiner Frau die 50. Wiederkehr ihres Hochzeitstages. Die ganze Gemeinde bereitete ihnen aus diesem Anlass ein großes Fest. Böllerschüsse verkündeten um 4 Uhr früh den Anbruch des Festtages. Um 6 Uhr früh brachte die Bergmusik, in deren Reihen der Jubilar selbst durch viele Jahre mitgewirkt hatte, dem Jubelpaar vor dessen Wohnung ein Ständchen dar. Ein Festzug führte durch den beflaggten Ort zur Schule, vor der eine Tribüne aufgebaut war und der Festakt stattfand. In weiterer Folge war insbesondere Kirchbergers Gasthaus ein Schauplatz weiterer Festlichkeiten und Reden, wobei der Lehrer insbesondere als trefflicher Gesellschafter und die Jubelbraut als treue Gefährtin ihres Mannes und liebende Mutter ihrer Kinder gewürdigt wurde. Einen Wermutstropfen bildete es, dass der Pfarrer sich wegen Lienbachers politischer Haltung geweigert hatte, eine Jubeltrauung zu vollziehen.[4]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Mühlbach am Hochkönig, Bd. IV S. 92
- ↑ Sterbebuch der Pfarre Mühlbach am Hochkönig, Bd. VI S. 49
- ↑ Artikel über die jeweilige Schule; (Linzer) Tagespost, 26. Mai 1897, S. 3: Goldene Hochzeit
- ↑ Salzburger Volksblatt, 5. Juni 1897, S. 18: Die goldene Hochzeitsfeier eines Lehrers
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Mühlbach 1862–1883 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Tweng 1842–1857 |
Nachfolger |