Gasthof Scheicher

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geschlossen  Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.
Der Gasthof auf einer historischen Ansichtskarte aus dem Jahr 1939.

Der Gasthof Scheicher, auch Scheicher-Bräu, ist ein nicht mehr bestehender Gasthof in der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein.

Namen

Das Gebäude mit Nr. 3 hatte im Lauf der Geschichte mehrere Namen: Bürgermeisterbrauhaus, Bürgermeisterkeller, Zum Löwen, Salletmayerbräu, Großgasthof Scheicher;

Geschichte

Das historische Gebäude steht am Schöndorfer-Platz mit Nr. 3, in dem heute das Kolpinghaus Hallein untergebracht ist.

Vermutlich handelt es sich um das 1489 erstmals genannte Brauhaus des Vinzenz Vötsch. Ignaz und Gottlieb Furthuber führten hier von 1722 bis 1799 eine Brauerei. Da beide, Vater und Sohn, auch Bürgermeister waren, bürgerte sich die Bezeichnung "Bürgermeisterbrauhaus" ein.

In Folge kam es zu mehreren Besitzerwechseln, bevor Therese und Felix Schöndorfer von 1878 bis 1906 die Brauerei betrieben. Ihnen folgten Karoline und Max Kupferschmied, die noch im Jahr der Übernahme (1906) die Brauerei stilllegten. Weiterhin bestand jedoch der Gasthof als "Schöndorfer Brauerei Gasthof".

Im großen Scheicher-Saal fanden viele Veranstaltungen statt. Auch Adolf Hitler wollte 1920 in diesem Saal eine Wahlkampfveranstaltung abhalten. Aber der beliebte sozialistische Bürgermeister der Stadt Hallein Anton Neumayr senior und seine Parteigenossen verjagten Adolf Hitler aus dem Scheicher-Saal. Der Historiker Wolfgang Wintersteller[1]: "Um diese Begebenheit ranken sich einige Legenden: Manche sagen, er sei über die Dächer nach Bayern geflohen, andere erzählen, er sei Richtung Adneter Riedl geflüchtet, wo er sich in einer Höhle versteckt haben soll."

Das so genannte Altdeutsche Stübl, das mit Holz vertäfelt ist, steht wie das gesamte Haus unter Denkmalschutz.

Quellen

Fußnote