Pfarr- und Wallfahrtskirche der Hll. Petrus und Paulus
Die Wallfahrtskirche Filzmoos zieht Pilger aus Nah und Fern an. Trotzdem ist Filzmoos nie ein großer Wallfahrtsort gewesen.
Geschichte
Die einschiffige Filzmooser Pfarrkirche stammt aus der Spätgotik und weist eine für diese Zeitepoche typische, einfache, geradlinige Bauweise auf. Die Westseite der Kirche prägt ein imposanter Turm mit einer Spitzhelmabeckung. Die Einweihung der Kirche erfolgte im Jahre 1474 durch den Chiemseer Bischof Bernhard von Krayburg. Sie ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht.
Rundgang durch die Kirche
Wenn man die Kirche durch das Hauptportal im Westen betritt, kommt man zunächst in die Kriegergedächtniskapelle, die 1953 angebaut wurde. In der Kapelle befindet sich ein ausdrucksvolles Kruzifix des Halleiner Bildhauers Jakob Adlhart. Von ihm stammen auch die Reliefschnitzereien an der Kirchentür aus dem Jahre 1966.
Man kommt zunächst in eine Pfeilerhalle ehe man durch Rundbogenarkaden das einschiffige Langhaus betritt. Hinter einem mächtigen Spitzbogen befindet sich an der Ostseite der Kirche der deutlich schmälere Chorraum. In den Jahren 1959/1960 wurde der Altar durch Prof. Jakob Adlhart neu gestaltet. Dabei wurde der neugotische Hochaltar entfernt und durch einen neuen Hauptaltar ersetzt. Dieser besteht nunmehr aus einem Altartisch und Tabernakel. Darüber schwebt das Filzmooser Kindl, eine Darstellung des segnenden Jesuskindes, in einem frei aufgehängten Glasschrein, der von einem goldenen Strahlenkranz umgeben ist. Das Filzmooser Kindl bildet das Zentrum der Wallfahrtskirche.
Die Taufkapelle wurde 1994 im Vorraum des Seiteneinganges an der Südwand errichtet. Neben dem Taufstein befindet sich in dieser Kapelle eine Steinbank und ein Bronzehalter für die Osterkerze. An der Wand wurde eine Statue des Heiligen Johannes des Täufers angebracht.
Die Seitenaltäre sind ebenfalls mit einfachen Altartischen ausgestattet über denen an der linken Seite eine Statue der Maria Immakulata und an der rechten Seite eine Statue des Heiligen Josefs angebracht ist.
Die aus dem 16. Jahrhundert stammenden Fresken an der nördlichen Langhauswand wurden durch Fensterausbrüche schwer beschädigt, konnten aber 1996 von Restauratoren gereinigt und gesichert werden.
Den Kreuzweg bildet ein spätgotisches Kruzifix sowie vierzehn Stationsbilder an den Seitenwänden und der Emporenwand.
Weblinks
Quelle
Homepage der Pfarre Filzmoos