Salzfass (Perkufe)

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Rupert von Worms, als hl. Rupertus der Landespatron von Salzburg, in einer Darstellung mit Salzfass in der Salzburger Kollegienkirche.

Das Salzfass in der Salinensprache Perkufe, auch nur Kufe (auch Kuffe geschrieben) genannt, ist ein historisches Transportgefäß für Salz gewesen.

Geschichte

Die Aufsicht über Pfannhäuser (Sudhäuser) hatte der Pfannhausverwalter. An jeder Pfanne waren 15 Personen beschäftigt unter der Aufsicht eines Perers. Das noch feuchte Rohsalz wurde am Pfannenrand, Perstatt genannt, in Behälter gefüllt, die man Perkufen nannte. War das Salz ausgehärtet, hatte man nach dem Abzug der Perkufen Salzstöcke, die in Hallein Halleiner Fuder nannte. Diese wurden dann von Salzträgern zum Abtransport getragen. In Hallein war das die Verladung auf Salzschiffe auf der Salzach.

Ein trockenes Halleiner Fuder wog 100 Pfund, was einem Gewicht zwischen 56 bis 60 Kilogramm entsprach.

Für die Herstellung der Salzfässer waren die Küfer zuständig. An diese Handwerker erinnert heute noch der Küfertanz.

Der "falsche" Salzheilige Rupert

Der Salzburger Landespatron Rupert von Worms, der hl. Rupertus, wird mit dem Attribut eines Salzfasses zu seinen Füßen dargestellt.

Zu dieser eigentlich geschichtlich falschen Darstellung war es erst im 13. Jahrhundert gekommen. Bis dahin wurde Rupert von Worms stets als Bischof mit Buch und Bischofsstab (Pastorale) dargestellt.

Denn zu Lebzeiten von Rupert von Worms (* um 650; † 716/718) gab es im Gebiet des heutigen Bundeslandes Salzburg noch keine Salzgewinnung. Wohl wurde Rupert von seinem Gönner, dem bayerischen Herzog Theodo II. mit Salzquellen ausgestattet, die den Reichtum Salzburgs begründeten. Diese aber befanden sich im damals wie heute bayerischen Reichenhall.

Als nun am Dürrnberg 1185 wieder mit der Salzgewinnung begonnen wurde (schon die Kelten hatten ja hier bereist früher Salz abgebaut), wandte sich Reichenhall stärker dem bayerischen Herzog zu. Nun hatte der Salzburger Erzbischof Angst, ihm könnten mit Reichenhall und ihrer Saline auch der hl. Rupert als Salzheiliger abhanden kommen. Eine List verhinderte dies. Bei den Auseinandersetzungen um den Salzheiligen identifizierte man das Salina in Salzburgs ältesten Güterverzeichnissen nicht mit jener Saline in Reichenhall, sondern - mit der viel jüngeren - Saline in Hallein.

So kam der Heilige auf den Dürrnberg und erhielt sein Salzfass.

Darstellungen von Salzfässern

Neben der Darstellung mit Rupert von Worms kann man heute Salzfässer noch auf Gemälden in den Fürstenzimmern im Halleiner Keltenmuseum sehen.

Salzträger-Darstellungen ein Salzfass tragend gibt es im Einfahrtsbereich in die Salzwelten Hallein bei Salzburg am Dürrnberg sowie in der Stadt Hallein

Quelle