Kabarett "Bei Fred Kraus"
Das Kabaret "Bei Fred Kraus" war eine Salzburger Kleinkunstbühne des Fred Kraus.
Geschichte
Das Kabarett eröffnete 19. Jänner 1946 zunächst im ehemaligen Café Krimmel, 1947 übersiedelte es in den Gasthof Mödlhammer.
Nach seiner Eröffnung kursierten Gerüchte, dass Fred Kraus überhöhte Preise für Eintritt und Konsumationen verlange. In einem Artikel der Salzburger Nachrichten vom 24. Jänner 1946 wurde dies richtig gestellt: In dem rund 130 Besucher fassenden Lokal sind die Eintrittspreise einheitlich acht Schilling und ein Kaffee, beispielsweise, kostet zwei Schilling, das teuerste Getränk - ein Cocktail - sechs Schilling.[1]
Als erstes Programm zeigte Kraus eine Kabarett-Revue mit dem Titel "Das spricht Bände", Text von Aldo von Pinelli, Musik von Peter Wehle.[2]
Am 15. Juli 1946 gastierte hier das Wiener Theater-Kabarett Simplizissimus unter der Leitung von Otto Oegyn. Zuvor gab es sechs Wochen ein Gastspiel der Die Optimisten mit der Zeitsatire Götter in Austria.[3]
Im Juli 1946 berichteten die "Salzburger Nachrichten" im Zusammenhang mit ihrem Artikel "Österreichische Wirtschafts-Rundschau: Nachtlokale - wirtschaftlich gesehen" über Schwierigkeiten für Vernügungslokalen bei der Herstellung ihrer Speisen. Das "Landesamt für Ernährung" versuchte durch Zuweisung von Kaffee, Marmelade und Zucker die Betriebe zu unterstützten. Doch es reichte nicht, wurden doch alleine im Kabarett "Bei Fred Kraus" monatlich ungefähr 4 500 Krapfen ausgegeben. Im Herbst 1946 galt dieses Kabarett als führendes seiner Art in Salzburg.[4]
Im Februar 1947 präsentierten "Die Aufrichter" mit Karin Grimm und Helmut Gauer das Programm "Ausgefallene Einfälle".[5]
Quellen
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 24. Jänner 1946, Seite 3
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 11. Jänner 1946, Seite 5
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 6. Juli 1948, Seite 8
- ↑ Quelle ANNO, Ausgabe vom 31. Juli 1946, Seite 5
- ↑ Quelle ANNO, Berichte und Informationen des österreichischen Forschungsinstituts für Wirtschaft und Politik, Ausgabe vom 14. Februar 1947, Seite 6