Pfarrkirche zu den Hll. Jakob und Martin
Die Kirche zum hl. Martin ist die katholische Pfarrkirche in der Pinzgauer Marktgemeinde Rauris.
Silberaltar
Von 26. Mai 2016, Fronleichnam, bis 15. August 2016 wird in der Pfarrkirche von Rauris wieder ein besonderes Schmuckstück zu bewundern sein: der achtteilige Silberaltar. Das sechs Meter lange und 1,7 Meter hohe Prunkstück wurde in der Salzburger Gürtlerwerkstatt Hauthaler aufwändig saniert. Die Kosten dafür beliefen sich auf 35.000 Euro, das Land steuerte 5.000 Euro aus dem Budget des Referats zur Erhaltung des kulturellen Erbes bei.
Zum ersten Mal aufgestellt wurde der Altar im Jahr 1885, nachdem 16 Rauriser Bürger für die Anfertigung durch den Salzburger Gürtler C. Haring gespendet hatten. Damals wurde in Rauris neben Gold, Kupfer und Kobalt auch Silber abgebaut, so lag es nahe, den Altar in Silber zu gestalten. Nach heutigen Schätzungen dürften Arbeit und Material rund 15.000 Euro gekostet haben, so Christian Haller vom Referat für die Erhaltung des kulturellen Erbes.
1962 verschwand der Altar nach dem Tod seines "Pflegers" Mesner Jakob Rathgeb in einem Abstellraum im Mesnerhaus. Erst vor gut acht Jahren wurden Teile davon für die Ausstellung "Der Rauriser Kirchenschatz" wieder in die Öffentlichkeit geholt. Danach bemühte sich Pfarrgemeinderatsobmann Karl Granegger um die Restaurierung des gesamten Altars bzw. die Finanzierung.
"In der Gürtlerwerkstatt Hauthaler wurde der komplette Altar samt Krone in rund 400 Arbeitsstunden zerlegt, gereinigt, neu versilbert und wieder zusammengebaut. Fehlende Gablonzersteine wurden ersetzt und fein ziselierte Goldbroschen wieder neu vergoldet", schildert Granegger die Restaurierungsarbeiten, die Ende 2014 begannen und im Frühjahr 2015 abgeschlossen waren.
Nunmehr wird der restaurierte Silberaltar alljährlich jeweils von Fronleichnam bis 15. August, dem Hochfrauentag, vor dem Hauptaltar in der Pfarrkirche aufgebaut. Während der restlichen Zeit wird er sorgsam im Mesnerhaus aufbewahrt. Die Krone des Altars wird alle zwei Jahre beim Perchtenumzug von den Bergknappen mitgetragen, so Karl Granegger.